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Zahlreiche Ausfälle in Badminton

Das Wochenende in Badminton stand unter keinem guten Stern für Kai-Steffen Meier und seine Stute TSF Karaskada M.

Nachdem er sein schlechtes Ergebnis von der Dressur am Donnerstag, nach der er mit 66.5 Punkten auf dem letzten Rang gelegen hatte, am Samstag in der Geländeprüfung deutlich verbessern konnte, musste er seine Trakehnerstute über Nacht aus dem Wettbewerb zurückziehen. Die Stute hatte sich die Schulter gezerrt. Nach einer fehlerfreien Geländeprüfung und 24.4 Zeitstrafpunkten hatte sich das Paar auf Rang 20 vorgearbeitet.

Auch die aus züchterischer Sicht interessante zehnjährige Hannoveranerstute Reality 39 (von Rabino-Prince Thatch xx), geritten von der in Warendorf lebenden Schwedin Sara Algottson Ostholt, war nicht erfolgreich. Reality 39 (vorher bekannt unter dem Namen Mrs Medicott), die vor zwei Jahren durch gesammelte Gelder von 55.000 Facebookfreunden vor dem Verkauf gerettet werden konnte, schied nach einem Sturz in der Geländeprüfung aus.

Von den 82 Startern schieden im Gelände 47 Teilnehmer aus, nachdem die Ground Jury bereits am Samstag aufgrund der anhaltenden Regenfälle entschieden hatte, das mittlere Element an Hindernis 18 herauszunehmen. Der Parcours stellte trotzdem eine große Herausforderung dar, für die nicht nur das unbeständige Wetter verantwortlich war. „Die Summe des Ganzen hat es ausgemacht. Insgesamt war der Parcours sehr schwer, die Pferde hatten keine Erholungsphasen“, sagte Frank Ostholt, der mit Sara Algottson Ostholt verheiratet ist. „Es gab keinen bestimmten Sprung, der den Reitern Schwierigkeiten machte, die Anforderungen waren einfach zu hoch“.

Nach den vielen Ausfällen an den vorangegangenen Tagen starteten am heutigen Sonntag nur noch 32 Reiter im finalen Springen. „Ich reise seit 18 Jahren nach Badminton, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist wirklich eine denkwürdige Veranstaltung“, sagt Siegfried Vollmer und fügt hinzu: „Niemand kann sich so richtig erklären, woran es gelegen hat.“

Im Springen konnte die Australierin Wendy Schaeffer auf Koyuna Sun Dancer als einzige Reiterin bis auf zwei Zeitstrafpunkte fehlerfrei bleiben. Obwohl das Wetter besser geworden war, hatten sich weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren die Springprüfung angesehen.

Den Gesamtsieg konnte sich der Australier Sam Griffiths auf Paulank Brockagh mit 67.9 Punkten vor Oliver Townend (GBR) auf Armada (70.7 Punkte) und Harry Meade (GBR) auf Wild Lone mit 71.4 Punkten auf Rang 3. Die 26jährige Belgierin Lara de Leidekerke, die Freundin von Kai-Steffen Meier, beendete das Turnier mit Ducati van den Overdam und 83.8 Punkten auf Rang 7.

Bericht: Dorothee Leimbach

Die top drei aus Badminton 2014 (Foto: Trevor Holt)