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#WEG2014 Deutschland auf Goldkurs – und alle heil nach Hause gekommen

Das heute viel im Gelände passieren würde, war allen klar. Die deutschen Reiter haben alle das Ziel gut, bzw. sehr gut erreicht und liegen im Mannschaftsergebnis auf Platz eins.

Von den 91 Reitern, die auf der Starterliste standen haben drei Reiter bereits vor dem Gelände zurückgezogen, 11 haben im Gelände aufgegeben und 13 sind ausgeschieden, darunter auch alte Routiniers wie Mark Todd, der am letzten (dritten) Rolex Waserkomplex stürzte, oder Tim Price, dessen Wesko zum Schluss der Strecke so leer war, dass er kaum mehr galoppieren wollte.

Überschattet wird die Geländeprüfung durch den tragischen Tod eines Pferdes. Das Pferd Wild Lone, geritten von Harry Meade kolabierte und verstarb nach dem Zieleinritt um 16:15 Uhr. Der 13-jährige Wallach beendete die Prüfung fehlerfrei und rangierte auf Platz 25. Nach den FEI Regularien wird das Pferd nun obduziert um die genaue Todesursache festzustellen.

Wahres Horsemanship zeigte der so gerne als ‚Bad Boy‘ bezeichnete Oliver Townend, der nach einer Verweigerung an eben diesem Hinderiss 30/31 die Hand hob und Black Tie den Rest der Strecke nicht mehr zumutete.

Im Vorfeld wurden zwei weitere Hindernisse herausgenommen (20+23) und die Strecke auf 5.982 Meter (6.500 m) verkürtzt. Die Optimum Time wurde von 11:30 Minuten auf 10:30 Minuten heruntergesetzt.

Die deutschen Reiter kamen alle gut durch, lediglich Dirk Schrade hatte jeweils am ersten und dritten Wasser eine Verweigerung. Zeitfehler wurden grundsätzlich in Kauf genommen.

Die Kritik der Reiter wurde unterschwellig lauter. Das viele Geld hätte statt in Prospekte und Outfitts besser in eine gut präparierte Strecke investiert werden sollen, war zu hören.

In der Mannschaftswertung liegt Deutschland jetzt auf Platz 1 (-177,9) gefolgt von Großbritannien (-186,8) und Australien (-226,8).

Die Einzelwertung wird von William Fox Pitt angeführt (-50,3) der seinen Platz mit Sandra Auffarth tauschte, die nun auf dem zweiten Platz rangiert (-52,0). Ganz knapp dahinter liegt Michael Jung mit -52,3.  Andreas Ostholt hat sich von 17 auf 7 vorgearbeitet. Peter Thomsen macht 7 Plätze auf Rang 10 gut.

Ingrid Klimke fällt auf Platz 21 zurück. Dirk Schrade muss mit 40 Strafpunkten für die Verweigerungen und 50 Zeitfehlern auf Platz 53 verweilen.

Wir hoffen, dass der schwere Kurs den Pferden morgen nicht zu sehr in den Knochen steckt und die Verfassungsprüfung um 07:00 Uhr gut gemeister werden kann. Danach geht es im Konvoi nach Caen zum abschließenden Springen.

Alle Ergebnisse sind hier im Detail nachzulesen: http://www.normandy2014.com/live/3/concours-complet