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Trauerfeier für Ben Winter in Warendorf

Über 800 Trauergäste aus allen Sparten des Reitsports nahmen in Warendorf Abschied von Benjamin Winter

Mit einer würdevollen und ergreifenden Trauerfeier nahmen gestern Freunde, Bekannte, Reiterkollegen zusammen mit der Familie Abschied von Benjamin Winter.

Der 14. Juni 2014 an dem Ben Winter bei der Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen durch einen schweren Unfall ums Leben kam, wird der Vielseitigkeitsszene noch lange in trauriger Erinnerung bleiben.

Die Gedenkfeier, die in der großen Springhalle des DOKR in Warendorf stattfand, war bewusst festlich geschmückt. Neben seiner Urne hielten Reiterkollegen und Vertreter der Bundeswehrsportschule die Ehrenwache. Auf einer Videoleinwand wurden zahlreiche Fotos und Videosequenzen aus dem viel zu kurzen Leben des großartigen Reiters, der stets positiv und fröhlich anzutreffen war, gezeigt.

„Ben Winter hat mit seiner positiven Lebenseinstellung und seinem unglaublich fröhlichen Wesen tiefe Spuren in den Herzen der Menschen aus seinem gesamten Umfeld hinterlassen. Wir werden ihn niemals vergessen“, sagte Breido Graf zu Rantzau. Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erinnerte in seiner Rede an den Nachwuchsreiter Benjamin Winter, der 2009 mit großen Zielen nach Warendorf gekommen war und dort Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit wurde. „Er träumte vom Championat und davon, einmal bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Seine Träume waren durchaus berechtigt und es gab viele, die ihm auf seinem Weg helfen wollten.“ Dazu gehörte auch die Bundeswehr, der Benjamin Winter seit 2012 angehörte. Oberst Bernd Grygiel, Kommandeur der Bundeswehrsportschule Warendorf, bezeichnete Benjamin Winter als Vorbild, wenn es um die Leistungsbereitschaft im Wettkampf und die Liebe zu Pferden ging. „Benjamin Winter wusste um die Risiken seines Sportes und war daher besonders bemüht, seine Pferde, die er ritt, entsprechend zu trainieren“, so Grygiel.

„Er liebte seine Pferde so wie er sein Leben liebte“, betonte auch Chris Bartle. In seiner englischen Muttersprache sprach der Bundestrainer auch für die internationalen Trauergäste, beschrieb Ben, wie ihn alle in Erinnerung haben: den Reiter, den Tänzer, den Soldaten, den Sportler, der mal gewonnen und auch mal verloren hat, den Teamplayer, den Freund und Horseman.

Für die zahlreich erschienenen Reiter und Trainer, nicht nur aus der Sparte Vielseitigkeit, sondern auch aus der Dressur und dem Springsport, aber insbesondere für Winters Kaderkollegen sprach Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade: „Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich Ben das erste Mal im Training beobachtet habe. Schon damals war es nicht schwer zu erkennen, dass der Junge ein erstaunliches Talent für das Geländereiten hat. [..] Er besaß die natürliche Gabe eins zu sein mit dem Pferd.“ Mit viel Fleiß und mit Unterstützung seiner Familie habe er sich dann Jahr für Jahr weiterentwickelt. „Ohne Zweifel hätten wir mit ihm in Zukunft in dieser Reithalle beim Championatsball noch einige Erfolge gefeiert“, so Schrade.

Die Urnenbeisetzung findet heute in im Kreise der Familie in Dortmund statt.