Mittwoch, 18. Juli, 2018
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Tolle deutsche Ritte in Maarsbergen (NED)

Im niederländischen Maarsbergen wurde an diesem Wochenende um die Siegerschleifen in CIC1*, CCI1*, CIC2* und CCI2* geritten. Ein internationales Starterfeld nutzte die tollen Prüfungsmöglichkeiten. Anspruchsvolle, aber faire Strecken präsentierte Badminton-Aufbauer Eric Winter den Paaren.

Eindrücke vom Gelände:

Durch das wunderschöne Gelände galoppierten dabei auch eine deutsche Paare mit großem Erfolg. Übrigens ist Maarsbergen 2019 der Veranstalter der Nachwuchs-Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter.

In der CCI2* Prüfung kommen gleich vier der fünf platzierten Paare aus Deutschland. Kein Paar konnte im Gelände die Bestzeit knacken. Die Siegerehrung führte ein deutsches Paar an: Dr. Marc Dahlkamp mit Lege Artis, die die Prüfung mit -41,9 beenden können. Direkt dahinter Jörg Kurbel und sein Nachwuchspferd A best friend, die auf -45,1 kommen. Jens Hoffrogge und Sunny Side First werden Dritte (-49,5) und Melina Rytir wird mit Fairy Tale CR Fünfte (-57,7). Sie gewinnt auch den „best style“ Preis der Verfassungsprüfung.

Ergebnisse CCI2*

 

Sieger Marc Dahlkamp und Jens Hoffrogge, der Zweitplatzierte Jörg Kurbel saß schon auf dem nächsten Pferd Bild: Veranstalter Maarsbergen
Chiara, die Tochter von Lara de Liedekerke-Meier und Kai-Steffen Meier, übte schon einmal den Trot-up und sorgte für Begeisterung Bild: Veranstalter Maarsbergen

 

Melina Rytir und Fairy Tale CR / Bild: Veranstalter Maarsbergen

Das Podium der CCI1* Prüfung ist komplett deutsch: Felix Etzel kann die Prüfung mit dem 8 jährigen Inception für sich entscheiden. Von Platz 7 nach der Dressur arbeitet er sich durch zwei Nullrunden bis an die Spitze nach vorne. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten Jens Hoffrogge mit Caramatcho, der von Platz 13 aus der Dressur gestartet war. Auf Platz drei dann nochmals Felix Etzel mit dem erst 7 jährigen Polartanz.

Dressursiegerin Anna-Maria Rieke legte ihren Ritt mit der 7 jährigen La Nika im Gelände ruhiger an und beendet die Prüfung auf Platz 15.

Ergebnisse CCI1*

Felix Etzel und Jens Hoffrogge / Bild: Veranstalter Maarsbergen

In der CIC1* Prüfung hatten die deutschen Paare auf den vordersten Plätzen nicht mitzureden. Gewinnen konnte die Niederländerin Nina Hut vor dem Belgier Wouter de Cleene und dem schwedischen Reiter Christoffer Forsberg.

Beste deutsche Reiterin war hier Anna Siemer mit Capoliveri auf Platz 10.

Ergebnisse CIC1*

Anna Siemer / Bild: Fabienne Zwahlen

Hingegen waren die Deutschen in der CIC2* Prüfung wieder stark vertreten. Kai-Steffen Meier und der Songline-Sohn Eiskönig werden Zweite der Prüfung, in der ebenfalls kein Paar das Gelände innerhalb der Bestzeit absolvieren konnte (-41,1). Nach der Dressur lag das Paar mit -28,7 bereits an dritter Stelle. Noch vor ihm rangierte nach der Dressur der am Ende Drittplatzierte Jörn Warner mit Vicco Pop. Mit -41,8 beendet der Bundeskaderreiter mit seinem 10 jährigen Hannoveraner die Prüfung.

Franziska Keinki und Lancaster werden Vierte (-48,7), Simone Boie und Scotch Fünfte (-50,4). Karsten Jaspers und der 9 jährige Duke of Hearts xx-Sohn Duke’s Delight werden mit -53,9 Siebte.

Ergebnisse CIC2*

v.l. Kai-Steffen Meier, Cyrielle Lefevre, Jörn Warner / Bild: Veranstalter Maarsbergen

 

Stimmen der Reiter

Anna Siemer: „Maarsbergen ist wohl eines der schönsten holländischen Turniere. Es ist gut organisiert. Man fühlt sich wie in einem englischen Park, das Turnier ist wunderschön und sehr familienfreundlich mit kurzen Wegen. Die Stimmung war das ganze Wochenende toll, ich würde immer wieder gerne hinfahren. Ich hatte drei junge Pferde mit, die in den Kursen, die viel durch den Wald verlaufen, sehr viel mitgenommen haben. Mit allen dreien war ich sehr zufrieden.“

Anna-Maria Rieke: „Maarsbergen ist ein sehr gut organisiertes Turnier in malerischer Umgebung. Der anspruchsvoll gebaute Geländekurs geht viel durch den Wald und gewinnt dadurch seinen eigenen Charme.“

Jens Hoffrogge: „Ich war zum ersten Mal in Maarsbergen-ein tolles Turnier. Die Geländekurse verlaufen viel auf Wald- und Feldwegen in einer tollen Parkanlage. Auf den ersten Blick schien der Boden unheimlich hart, war er aber im Endeffekt nicht. Es ließ sich super reiten. Die Prüfungen wurden enorm von dem Aufbau des Engländers Eric Winter geprägt. Der Aufbau unterschied sich enorm von unseren gewohnten deutschen und holländischen Prüfungen. Alle Reiter hatten zunächst schon etwas Respekt vor dem anderen Aufbau, aber es gab insgesamt gute Bilder. Die Pferde mussten immer genug springen können, es gab häufig wenig Vorbauten und Fußlinien- also das, was in Deutschland tendenziell anders gebaut wird. Aber grundsätzlich ist das natürlich auch eine tolle Möglichkeit für Reiter und Pferde, sich mal mit einem anderen Aufbau vertraut zu machen, ohne gleich nach England fahren zu müssen. Ich komme gerne wieder!“

Felix Etzel: „Eine gut organisierte Veranstaltung in einer herrlichen Parkanlage. Der Geländekurs war natürlich etwas speziell, da er hauptsächlich auf kurvigen Waldwegen aufgebaut war und es dadurch schwierig war einen positiven Rhythmus zu finden, umso zufriedener bin ich natürlich dass meine Pferde gute Runden gedreht haben.“