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The Fork 2014 CCI** / CCI***

Am Wochenende des 4.-7.4.2014 fand an der US-Ostküste in North Carolina die internationale Vielseitigkeit The Fork (CIC**, ***) statt, die für viele US Reiter ein wichtiger Start auf dem Weg zum Rolex Kentucky CCI**** ist.

Traditionell ist der Sport in den USA stark durch Vollblüter und irische Sportpferde geprägt. Dennoch finden sich schon seit einigen Jahren auch immer mehr Eventer „made in Germany“ in den Starterlisten, und auch The Fork 2014 war da keine Ausnahme. Im CIC*** an 2. Stelle punktgleich mit der Siegerin Sinead Halpin (auf dem Selle Francais Manoir de Carneville) lag Meredith Little mit der Oldenburger Stute RF Demeter, die über Rubin Royal – Kanudos xx – Pik Bube I für den Busch recht untypisch gezogen ist. Die sehr springgewalte Fuchsstute war schon 2013 immer wieder auf Drei Sterne Niveau gut dabei und gilt als eine Kandidatin für die US Mannschaft, die im Sommer in Frankreich zur Weltmeisterschaft antreten soll. RF Demeter stammt aus der Zucht von Irene Brendel (UK) und wurde in Europa zuerst vom Niederländer Raf Kooremans herausgebracht.

Auf Platz 10 im CIC*** folgte ein aus deutschen Eltern in Kanada gezogener Trakehner, Patras VR (Carino – Habicht), der seine erste Saison auf dem Niveau läuft und mit Jessica Phoenix eine sichere Runde hinlegen konnte. In der national ausgeschriebenen S Vielseitigkeit gab es auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, der unter deutscher Flagge immerhin schon Mannschafts Olympiasieger war: Mr. Medicott, einst unter Frank Ostholt im Team, stand mit Philipp Dutton im Sattel auf dem 6. Platz in Kl. S. Auch er gilt als sichere Bank für Frankreich und man darf gespannt sein, wie er Rolex in diesem Jahr meistern wird.

Leider wurde The Fork von zwei mehr als tragischen Unglücksfällen überschattet. Der Wallach Powderhound von Andrew McConnen, ein 15jähriger Vollblüter der seinen ersten CIC** bestritt, kam nach dem Springen aus dem Parcours, brach im Stalltrakt zusammen und verstarb kurze Zeit später. Es ist derzeit nicht geklärt, was die Todesursache war. Und nur einen Tag später kam es erneut zum Tod eines Pferdes. Der Fuchs Conair von Will Coleman war im Gelände gut unterwegs als er nach einem Rumpler an Hindernis 17 seinen Reiter verlor, selbsständig den Weg zurück zum Stall fand und dort ebenfalls nach einer kurzen Schockperiode zusammenbrach.

Die Trauer und Anteilnahme in der Eventing Szene in Übersee ist verständlicherweise groß, eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle ist im Gange. Die USEA (United States Eventing Association) gab auf ihrer Webseite bekannt, dass nun vermehrt Fördermittel für die vor einiger Zeit eigens gegründete USEA Cardiovascular Research Study zur Verfügung gestellt werden sollen, um den Grundlagen für den immer wieder auftretenden plötzlichen Tod von Buschpferden – auch außerhalb des Wettkampfes – auf den Grund zu gehen.

Von Maren Engelhardt

Marilyn Little RF Demeter