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Pauls England Blog – letzte Folge

Mein sieben monatiger Englandaufenthalt endete am letzten Wochenende nach der CIC** im Somerford Park. In diesem letzten Bericht, werde ich über meine letzte Prüfung schreiben, sowie meine Eindrücke der vergangenen Monate aus England zusammenfassen.

Nachdem wir unser 2** Debut vor einigen Wochen in Burgham gegeben haben, folgte erneut eine 2**-Kurzprüfung. Vom YRC reisten wir in den Westen Englands, denn dort fanden sich ideale Bedingungen für eine internationale Prüfung wieder. Profis wie Zara Phillips, Andrew Nicholson und Weitere starteten in Somerford Park. Die sehr große und moderne Anlage aus privatem Besitz ließ für die Reiter, Pferde und Zuschauer keine Wünsche offen. Die Prüfung bot den Reitern Dressur- und Springplätze die nicht hätten besser sein können. Beim Gelände abgehen sagte Chris: ,,Es ist wie ein riesiger schöner Garten in dem Gelände geritten wird’’. Dem konnten Alle nur zustimmen. Der Boden war super und das Drum herum suchte auf diesem Niveau seines Gleichen. Auch auf diesem ,,Topturnier’’ baute David Evans(course builder Luhmühlen)die Geländestrecken auf.

In der Dressur entschieden wir uns dieses mal dafür, meinen Wallach mit dem üblichen englischen Reithalfter vorzustellen. Ohne große Fehler beendeten wir die Aufgabe und wurden von den Richtern mit 50,8 benotet. Dieses Ergebnis zeigte uns, dass wir auch in Zukunft auf die Kandare verzichten sollten. Leider war dieses Mal das Springen der Schwachpunkt, unserer gesamten Vorstellung. Die nicht übliche Anspannung im Pferd folgte zu Fehlern, die letztendlich eine Platzierung verhinderten. Den anspruchsvollen Geländekurs, mit einigen technischen Aufgaben, absolvierten wir fehlerfrei und es addierten sich nur wenige eingeplante Zeitfehler hinzu.
Zum Abschluss der Saison ist dann die CIC** in Hannover-Langenhagen geplant.

In meinen sieben Monaten England gehörte nicht nur das Reiten, sondern auch die Schule zum alltäglichen Programm. In Harrogate, der nächst gelegenem Stadt vom YRC, gibt es mehrere Schulen die Schüler für eine gewisse Zeit aufnehmen. Die Mitschüler waren sofort sehr freundlich und offen, sodass ich in kürzester Zeit Freundschaften schloss.

England ist einfach das Mutterland des Pferdesports. Nationale und Internationale Vielseitigkeitsurniere finden fast an jedem Wochenende von März bis Oktober statt, sodass das Prüfungsangebot nicht größer sein könnte. Auch die Qualität der Prüfungen sind in den Vordergrund zu stellen. Tolle Plätze werden für die drei Disziplinen unseres Sports gefunden, die meist dann noch durch eine Kulisse wie ,,Castles’’ gekrönt werden. Diese Veranstaltungsorte sowie die freundliche, lockere englische Stimmung schaffen eine Atmosphäre, welche die Reiter sehr motiviert. Das alles sind Gründe weshalb so viele Reiter aus Schweden, Holland, Irland oder Neuseeland/Australien auf der Insel stationiert sind.

Der Hof bietet beste Trainingsmöglichkeiten und wird durch den Unterricht von Chris Bartle und seiner Schwester Jane Bartle Wilson ergänzt. Sie helfen bei allen Bereichen der täglichen Arbeit, sowie auf den Turnieren. Insbesondere das Geländeabgehen mit Chris bringt den Reitern Sicherheit. Die aus dem Training geschulten Grundregeln des Geländereitens, werden beim Abgehen anhand verschiedener Sprünge/Kombinationen wiederholt und besprochen und werden dann zur Routine.

Alles in allem kann ich jedem einen Aufenthalt beim YRC empfehlen. Man lernt sehr sehr schnell viele Leute auf dem Hof, sowie auf den Turnieren kennen. Mit einigen Reitern der englischen Turnierszene habe ich mich so gut angefreundet, sodass ich stets mit Ihnen in Kontakt bin. Das englisch sprechen ist gar kein Problem, da es sehr schnell zur Gewohnheit wird. Letztendlich kann ich sagen, dass ich jeder Zeit wieder nach England gehen würde und wir schon jetzt über einen Turnieraufenthalt in 2015 nachdenken.
Es war eine tolle Zeit und ich bedanke mich besonders bei Allen auf dem Hof YRC, insbesondere bei Chris und seiner Familie.

Paul

paul