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Sonntag, 22. September, 2019
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Namib W WE, Isselhook’s First Sight und Dorotheental’s Canela sind die diesjährigen Bundeschampions der Vielseitigkeitspferde

Namib W WE, Isselhook’s First Sight und Dorotheental’s Canela sind die diesjährigen Bundeschampions der Vielseitigkeitspferde- sie gewannen bei den Ponys, 5-jährigen und 6-jährigen Buschies heute jeweils den Titel.

6-jährige: Des einen Freud – des anderen Leid, so hätte das Motto des finalen Geländetags bei den Bundeschampionaten der sechsjährigen Vielseitigkeits-Talente in diesem Jahr lauten können. Gleich zwei Nachwuchspferde aus dem vormaligen Führungstrio erwischte es im abschließenden Cross nämlich hart: Ein ärgerlicher Vorbeiläufer der bislang führenden Fame unter Rebecca Juana Gerken und ein Reitersturz für Sweetwater Ziethen und Sophie Leube (bislang Rang drei) machten den Weg frei für die als Vierte ins Finale eingezogene Dorotheental´s Canela und ihre Reiterin Sonja Buck.

Dorotheenthal’s Canela / BuCha 2019 / Bild: Thomas Thiesen

Die sechsjährige Holsteiner Stute, die bereits im letzten Jahr bei den Fünfjährigen mit einem tollen zweiten Platz und dem Gewinn der Silbermedaille aufhorchen ließ, konnte mit einer 9,2 das Gelände klar dominieren und mit dem Polster aus soliden Vornoten in Dressur (8) und im Springen (7) den Bundeschampionatstitel der sechsjährigen Vielseitigkeitspferden gewinnen.

Die Cormint-Tochter (MV: Cassini I, Züchter: ZG von Dörnberg u. von Malaise, Besitzer: Udo Renz) bestach mit höchsten Rittigkeitswerten; die Juroren lobten die totale Selbstverständlichkeit, mit der die kleinen Stute willig und aufmerksam ihre Aufgaben erledigte und leichtfüßig, energisch repetierend durch den mit 17 Hindernissen gespickten Kurs galoppierte.

Fleure unter Lotte Palmgren lieferte ebenfalls eine bestechende und ausnehmend flotte Runde im Gelände (9,1), sicherte sich so die Silbermedaille und bescherte dem Holsteiner Zuchtverband einen Doppelsieg „im Busch“. Die stets aufmerksame Casquetto-Tochter (MV: Lorentin I) überzeugte mit positiver sportlicher Einstellung, mit großzügiger Galoppade und sicherem Verhalten am Sprung. Übrigens: Lotte Palmgren, die auch bei den fünfjährigen Buschtalenten (mit Geniale) auf dem zweiten Rang landete, bekam neben der zweiten Silbermedaille auch den Tierschutzpreis in dieser Prüfung verliehen.

Der Sieger des kleinen Finals, der als Oldenburger Springpferd gebrannte Clover aus der Zucht von Klaus Bockmeyer (Besitzer: Gestüt Inselhof, Mechthild Bause) gewann die Bronzemedaille. Der sportlich aufgemachte Fuchswallach löste unter dem Sattel von Balazs Kaizinger den anspruchsvollen Cross clever, kämpferisch und mit ganz viel Herz. Hinzu punktete der Sieger des kleinen Finals mit überragendem Springvermögen.

Mit 9,5 hatte Dynamit Jack (V: Diarado, MV: Grundyman XX, Züchter: Josef Auge, Besitzer: Elke Vietor/Frank Ostholt) unter Sara Algotsson-Ostholt die Qualifikation gewonnen, 8,5 waren es im finalen Cross und mit den Vornoten aus Dressur (7) und Springen (7,1) Rang vier im Endclassement.

Die Top Five der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde komplettiert die Holsteiner Stute Fein Basil (V: Alant, Mv: Cascari, Züchter: Kersten Kühl, Besitzer: Tjeert Rijkens) vorgestellt von Andreas Brand.

Mit der Bundeschampioness Dorotheental´s Candela und ihrer Reiterin Sonja Buck wächst – so Bundestrainer Hans Melzer – ein tolles Paar zusammen, das einen guten Weg in Richtung Top Sport vor sich hat. Wie auch in den Vorjahren war das Teilnehmerfeld bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden durchaus übersichtlicher als bei den fünfjährigen. Der Leistung allerdings tat dies keinen Abbruch. 26 Starter waren zur Finalqualifikation angetreten, 10 von ihnen bestritten das spannende Finale. Jessica Kaup

Alle Ergebnisse hier.


5-jährige: Mit guten Vornoten von Platz drei ins Finale gestartet, konnte Isselhook´s First Sight auch im sonntäglichen Cross auf ganzer Linie überzeugen und sich, pilotiert von Sophie Leube, hoch verdient den Titel Bundeschampion im Finale der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde, präsentiert von Selleria Equipe, sichern.

Isselhook’s First Sight- Sophie Leube / BuCha 2019 / Bild: Thomas Thiesen

Schon in der Finalqualifikation hatte der Trakehner von Lossow (MV:Hibikus) aus der Zucht von Simone Lindemeir-Trippel mit 9,2 auf sich aufmerksam gemacht. Eben dieselbe Punktzahl gab es für den typvollen Hengst, der im Besitz von Inge Weißkirchen steht, auch im Finalcross. Damit dominierte der Braune das Finale deutlich, denn die hoch gehandelte Konkurrenz konnte an die Vorleistungen nicht so ganz anknüpfen. Rittigkeit, Übersicht und Gleichmaß waren denn auch Kriterien, die besonders positiv ins Gewicht fielen und ihn letztlich überlegen siegen ließen.

Geniale aus dem Stall von Peter Thomsen wurde von der dortigen Chefbereitern Lotte Palmgren mit einer tollen Geländerunde auf den Silberrang geritten. In der Dressur noch Fast-Schlusslicht ließ die Holsteiner Stute schon im Springparcours ( 8,5) aufhorchen – und im abschließenden Gelände keine Zweifel aufkommen: Sie gehört zu den besten vielseitigen Nachwuchspferden Deutschlands. Mit 8,2 und viel Lob für energische Galoppade, Zug zum Sprung und ausreichend Ehrgeiz legte die aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft von Dörenberg/von Malaise stammende Cascadello II-Tochter (MV: Clarimo) die zweitbeste Geländerunde hin und schaffte damit noch den Sprung aufs Podest.

Mit einem eindrucksvollen Sieg in der Qualifikation (9,5) meldete Sandra Auffarth mit dem aus der Zucht ihres Vaters und Bruders stammenden, und im Besitz ihrer Mutter stehenden Bounce Titelambitionen auch in diesem Jahr an. Nach einer kleinen Schwäche im Dressurviereck (7,2) war der Oldenburger Wallach im Parcours mit 9,6 voll im Soll. Und auch im Finale ließ der springbetonte Balou de Rouet-Sohn (MV: Sevillano xx) seine überragende Qualität am Sprung erkennen. Lediglich zwischen den Hindernissen lief es nicht ganz so rund. Das ein oder andere Zögern, ein paar Zeitprobleme: Platz drei; Bronze. Immerhin! Vermögen, Geist und Technik, all das stimmt – und zeigt Perspektive.

Mit dem Hirtentanz-Sohn Polartanz (MV: Hyalit) aus der Zucht von Dr. Hans-Peter Karp schob sich ein weitere Trakehner in die Top Five bei den fünfjährigen Buschpferden. Der von Niklas Horst gerittene schwarzbraune Wallach landete auf Platz vier vor DSP Danakil Desert (V: Destano, MV: Grafenstolz, Z: Karl-Heinz Bange, B: Dr. Matilda Rattenhuber) unter Nina Schultes.

Insgesamt hatten sich 42 Teilnehmer in die Startliste der Finalqualifikation eingetragen. 15 von ihnen durften sich im spannenden Finale um die Bundeschampionats-Ehren präsentieren. „Mit Isselhook´s First Sight hat für mich der Richtige gewonnen“, attestierte Bundestrainer Hans Melzer dem frischgebackenen Bundeschampion Anerkennung. „Der ist für seine fünf Jahre einfach schon sehr reif. Besser kann man sich in diesem Alter nicht zeigen!“ Jessica Kaup

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Isselhook’s First Sight- Sophie Leube / BuCha 2019 / Bild: Thomas Thiesen

Ponys: Vielseitig – und zwar auf Top-Niveau – das ist der neue Bundeschampion bei den Buschponys: Namib W WE. Erst fünfjährig ließ der Weser-Ems-Wallach von Nutrix (MV: Kennedy) aus der Zucht von Hilde Wassmann seiner Konkurrenz keine Chance.

Namib – Hannah Weinkopf / BuCha 2019 / Bild: Thomas Thiesen

Nicht weil er im Gelände der Allerbeste war, sondern: Weil er unter dem Sattel von seiner Besitzerin Hannah Weinkopf in allen Prüfungen – angefangen von der Qualifikation (8,5) über die Teildisziplinen Dressur (8,2) und Springen (8,5) bis hin zum alles entscheidenden Cross (8,4) – keinerlei Schwächen erkennen ließ. Keine Note unter 8 also, die das komplette und schon so souverän wirkende Pony während der Warendorfer Championatstage ablieferte und sich damit zurecht die schwarz-rot-goldene Schärpe sicherte.

Die Silbermedaille ging an den sechsjährigen Holsteiner Ponyhengst SF Magic Mike (V: Mentano, MV: Cap Cennedy) unter dem Sattel von Carlotta Müller. Der aus der Zucht von Dorothea Feld stammende Fuchs (Besitzer ZG: Schmücker/Feld) präsentierte sich als typvolles Pony mit ökonomischer Galoppade, der seine Aufgabe im Cross in vorbildlichem Gleichmaß und mit der notwendigen Portion Gelassenheit absolvierte. Die Juroren attestierten ihm zudem eine tolle Balance am Sprung,

Eine gewaltigen Aufholjagd absolvierte Sietlands Catrina (V: Greylight, MV:Comte) mit ihrer Besitzerin Pita Schmid. Als Vorletzte nach Dressur und Springen gestartet, zeigte die sechsjährige hannöversche Fuchsstute aus der Zucht von Anette Slomka eine Bilderbuchrunde im finalen Cross, die von der Richtern mit der Tageshöchstnote von 9,5 bewertet wurde. Damit gelang zurecht der Sprung aufs Treppchen zur Bronzemedaille. Energische Galoppade, Zug zum Sprung und schnelles Reaktionsvermögen, waren nur einige der Vorzüge von Catrina, bei der das harmonische Zusammenspiel mit ihrer zierlichen Reiterin als weiterer und entscheidender Pluspunkt hinzu kam.

Nanchos Golden Star (V: Heidbergs Nancho Nova, MV: FS Golden Highlight, Z: Jan Lindemann, B: Judith Schaepe) galoppierte unter Freya Schaepe mit viel Übersicht und einem schnellen Vorderbein auf den vierten Rang und landete damit vor Dynamite Nobel (V: Dimension AT, MV: Maestro, Z: Hartmut Lange, B: GbR Reese Bornhorst) unter Tanja Kiesewetter.

15 Ponys waren zur Finalqualifikation angetreten, elf von ihnen schafften den Sprung ins Finale. Angetan von der diesjährigen Ponykonkurrenz zeigte sich Bundestrainer Fritz Lutter. Er sprach von zwei ausgesprochen guten Jahrgängen die sich bei den fünf- und sechsjährigen Buschponys präsentierten. Und der Blick auf die Einlauf- und die Teilprüfungen bestätigt: Ohne Ausfälle und mit vielen guten Noten gaben die 15 Final-Qualifikanten ein erfreuliches Bild. Eines aber wünscht sich Lutter für die Zukunft: „Dass die jungen Ponys noch besser ausgebildet sind.“ Zwar machten die jugendlichen Reiter einen wirklich guten Job, aber in Sachen Rittigkeit und altersgemäßer Ausbildung sei noch Luft nach oben. „Hier müssen während der Ausbildung ab und zu mal erfahrene Reiter in den Sattel, um die Ponys bestmöglich zu fördern“.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Namib – Hannah Weinkopf / BuCha 2019 / Bild: Thomas Thiesen

Text: fn-press