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Michael Jung und fischerRocana FST führen CCI4* an

Zwei deutsche Paare führen nach der Geländeprüfung im CCI4*

Die Letzten werden die Ersten sein, könnte man sagen. Michael Jung zeigt mal wieder seine unbestechlich gute Form und steuerte die erst 9-jährige Ituango xx Stute Rocana durch den technisch anspruchsvollen Kurs in der Zeit und geht mit 41,5 Punkten ins abschließende Springen. Er zog damit an Lucinda Fredericks vorbei, die an Sprung 22a ins Straucheln kam und sich überschlug. Pferd und Reiter blieben unverletzt.

Eine nicht weniger tolle Runde legte Bettina Hoy mit ihrem 10-jährigen Designer hin. Mit lediglich 1,2 Fehlern für Zeitüberschreitung steht sie jetzt auf Platz zwei mit 44,5 in der laufenden Wertung. Auf Platz drei jetzt Oliver Townend mit Black Tie, der ebenfalls Null durchs Gelände kam. Mit 45 Punkten also ebenfalls keinen ganzen Springfehler von der Führung entfernt.

Andreas Ostholt und der 11-jährige So Is Et haben ihr Vier-Sterne-Debüt ebenso gut gemeistert. Mit 50,5 Punkten arbeiten Sie sich um sieben Punkte nach Vorne und liegen nun auf Platz 10.

Benjamin Winter verletzt

Von 19 auf elf kommt Benjamin Winter und Wild Thing Z, die den ersten Vier-Sterne-Einsatz des Pferdes mit jetzt 16 Jahren gut meisterten. Mit seinem zweiten Pferd Ispo stürzte Benjamin an Sprung 20, dem ARIAT Table. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Informationen liegen uns aktuell noch nicht vor.

Anna Warnecke und Twinkle Bee kamen fehlerfrei durch das Cross und müssen lediglich 7,6 Punkte für Zeitüberschreitung hinzuaddieren. Sichtlich gerührt sagte Sie nach dem Zieleinritt, der gezielte Einsatz von maximal zwei großen Prüfungen im Jahr und viel Liebe sorgten dafür, das der jetzt 19-jährige immer noch so fit ist.

Ingrid Klimke, die ihren Hale Bob heute auch zum ersten Mal durch einen Vier-Sterne-Kurs steuerte musste leider zwei Verweigerungen hinnehmen. Sie sagte aber, das Pferd habe heute sehr viel gelernt und verbucht das ganze als Übungsrunde.

Aorta Abriss bei Liberal von Tom Crisp

Liberal überwand noch das Hindernis sieben, danach ging das Pferd zu Boden und rührte sich nicht mehr. Die Tierärzte vermuten einen Aorta-Abriss als Todesursache. Turniertierarzt Dr. Olaf Neuberg: „Die Schleimhäute waren weiß, der Kreislauf war zusammen gebrochen, das ist ein sicheres Zeichen für eine innere Blutung“. Um die erste Diagnose zu untermauern wird es eine Obduktion geben, die jetzt in der tierärztlichen Hochschule Hannover vorgenommen wird. Aorta-Abrisse zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Pferden, nicht nur im Leistungssport. „Das kann auch beim Ausritt oder auf der Weide passieren“, so Neuberg.

Tom Crisp, gilt als erfahrener Reiter, der Liberal seit neun Jahren reitet und keine Anzeichen hatte, dass es dem Pferd nicht gut ginge.

Das Gelände forderte alles in allem seien Tribute. Von den ursprünglich 52 Startern haben fünf bereits vor dem Gelände zurückgezogen, sieben gaben auf und acht Paare schieden aus.

Die ersten Drei im Bild (Foto: Julia Rau)