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Mehr Sicherheit durch Frangible Pins?

In Großbritannien setzen sich Frangible Pins als Sicherungsmaßnahme für Geländehindernisse immer mehr durch. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Turnierorganisatoren von nationalen und internationalen Events die Pins von British Eventing kostenfrei gestellt bekommen.

Zweiter Gesichtspunkt ist sicher die seit dem letzten Jahr offizielle Zertifizierung der FEI für die in Großbritannien verwendeten Frangible Pins und das aus Schweden stammende MIM System.

Die Wirkungsweise von Frangible Pins bei Geländehindernissen ist anhand der beigefügten Videos leicht zu erklären, auch wenn die Reverse Frangible Pins wesentlich komplexer im Aufbau sind, sollen beide Varianten einen rollierenden Sturz des Pferdes am Hindernis verhindern.

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Ein Edelstahlband, oder ein Strick , der mit einer gewissen Spannung befestigt wird und bei bestimmter Krafteinwirkung einen Drehmoment auslöst soll sicherstellen, dass die Halterung nur dann nachgibt, wenn ein gewisses Gewicht auf sie einwirkt. Bei dicken Stämmen wirkt die Konstruktion aber dennoch sehr träge. Wird ein Pin ausgelöst zieht das eine längere Aufbaupause nach sich.

Nach den für 2014 geltenden Eventing Rules der FEI sind für einen Hinderinsfehler an einem nachgebenden Hindernis 21 Strafpunkte zu vergeben. Allerding obliegt es den Hindernisrichtern zu entscheiden, ob die durch den Course Designer gestellte Aufgabe gelöst wurde und warum die Sollbruchstelle ausgelöst wurde. Es muss also von Fall zu Fall geprüft werden, ob die Strafpunkte vergeben werden. Auf nationaler Ebene ist das noch nicht geklärt.

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In Luhmühlen bereits seit einigen Jahren im Einsatz: Frangible Pins mit Sollbruchstelle. (Foto: Julia Rau)

Die Frage, die sich uns bei der Recherche zu diesem Artikel eher bewegte ist, welche Maßnahmen alternativ dazu ergriffen werden sollten.

  • Ist es künftig gegebenenfalls notwendig Reiter und Pferde, die überdurchschnittlich oft stürzen zu sanktionieren, oder bereits bei Auffälligkeiten auf den Vorbereitungsplätzen besser zu kontrollieren und diese Reiter besser zu beobachten und, sollte es sich als notwendig erweisen, zu verwarnen?
  • Reicht es aus, Hindernisse einfach fairer zu bauen und die Profile im oberen Drittel fliehend zu gestalten?
  • Können die Bodenverhältnisse so optimal geschaffen werden, dass es auch ohne direkten Sturz zu keinen Verletzungen kommt?

Wie ist Ihre Meinung als Reiter, Veranstalter oder Course Designer? Schreiben Sie uns und diskutieren Sie mit:

ein Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Kaiser,

    bitte beachten Sie doch zu der Überlegung der Sanktionen den Artikel 522 der Eventing Rules der FEI . Hier wird bereits die Reserve Qualification angesprochen. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, dass Veranstalter möglichst zeitnah
    a) die vollständigen Ergebnisse der internationalen Prüfung und
    b) die korrekte „Buchführung“ der Ergebnisse für die Geländeprüfung sicher stellen und
    an die FEI zu senden.
    Diese prüft gegebenenfalls die mögliche „Reverse Qualification“, also die Zurückstufung der Startzulassung in eine niedrigere Klasse für die laufende Saison.
    Mit herzlichen Grüßen
    Nathaly Fulda
    (VS-Meldestelle Marbach,FEI-Steward)