Start / Allgemein / FEI Zahlenwerk zum Vielseitigkeitssport

FEI Zahlenwerk zum Vielseitigkeitssport

index

Heute kommen einmal blanke Zahlen auf den Tisch. buschreiter.de hat sich für die Leser die aktuellen Zahlen und Auswertungen aus dem FEI Eventing Risk Management Program angeschaut und für unsere Leser aufbereitet. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 2004-2013.

Veranstaltungen:
Die Anzahl der 1* – 4* Veranstaltungen ist von 318 in 2004 auf 563 in 2013 gestiegen, wobei die 4* Prüfungen relativ konstant zwischen fünf und sechs schwankt. Über den Zeitraum der letzten zehn Jahre gesehen liegt der Durchschnitt bei 64% CIC’s und 36% CIC’s.

Starter:
Die Anzahl der Starter ist ebenfalls seit 2004 stark angestiegen. Waren es in 2004 noch 11.644 verzeichnete die FEI  im vergangenen Jahr immerhin 17.808 Starter bei durchschnittlich 32 Starts pro Prüfung (wobei bei  4* Prüfungen in der Regel 50 Starter hatten).

Über die letzten zehn Jahre repräsentieren die 1* Starts knapp die Hälfte aller Teilnehmer. Nimmt man die 2+ Prüfungen dazu sprechen wir sogar über 80%. An der Starterzahl hochgerechnet verteilen sich 62% auf CIC’s und 38% auf CCI’s. Die jeweilige Anzahl der Starter pro Prüfung in CIC’s und CCI’s verteilt sich hingegen gleichmäßig.

Stürze:
In 2013 ist die durchschnittliche Anzahl der Stürze im Vergleich zu 2012 gesunken und bleibt damit unter dem Durchschnitt der Jahre 2009-2013, liegt aber über dem der FEI gesetzten Ziel von 5,4%. Bei den 2*- 4* Prüfungen allerdings darunter.

Die Verteilung der Stürze nach Durchführungsart der Prüfung zeigt einen klaren Trend mit höherer Prozentzahl bei CCI’s bei einem Schnitt von 4,89% für CIS’s und 6,86% bei CCI’s. Die Anzahl der Stüze auf der Strecke ist in 2013 angestiegen und zwar von 5,01% in 2012 auf 9,29% in 2013. Im Schnitt liegt hier die Zahl bei 5,5% über die letzten zehn Jahre.

Das Zahlenmaterial für 2013 zeigt einen Rückgang der Reiterstürze und auch der Stürze bei den Pferden im Vergleich zu 2012. Der Schnitt der letzten zehn Jahre zeigt 3,89 Reiterstürze auf 100 Starter und 1,75 gestürzte Pferde bei 100 Starts (1 gestürztes Pferd alle  57 Starts). Die Anzahl der gestürzten Pferde ist grundsätzlich zurückgegangen. Vor allem sind die Stürze mit Überschlag, bei denen die Verletzungsgefahr für Reiter und Pferd besonders hoch ist von 0,51% (1 Sturz mit Überschlag alle 197 Starts) auf 0,22% 1 Sturz mit Überschlag alle 445 Starts) in 2013 gesunken.

Verletzungen:
Die Verletzungsstatistik ist mit Vorsicht zu bewerten. Sie beruht auf Aufzeichnungen der Hindernisrichter, die nur einen ersten Eindruck festhalten können. Erst seit 2010 werden die Verletzungen auch weitergehend nachverfolgt.

Wie auch immer, die Durchschnittswerte für den betrachteten Zeitraum indizieren 4,95 Stürze ohne Verletzung auf 100 Starts, 0,47% Stürze mit leichten Verletzungen. 0,21% schwere Verletzungen und 0,0062 Verletzungen mit Todesfolge (1 Todesfall je 16.139 Starts).

Das Verhältnis der Verletzungen zu den überwundenen Hindernissen zeigt ein Risiko einer schweren Verletzung von 15.442 überwundenen Hindernissen pro schwere Verletzung.

9 Reiter starben bei internationalen Vielseitigkeitsveranstaltungen der FEI in den letzten zehn Jahren bei mehr als 4,6 Millionen überwundenen Hindernissen.

Quelle: fei.org

Wir lassen die Zahlen an dieser Stelle unkommentiert, aber vielleicht möchten Sie ja mitdiskutieren. Sagen Sie uns Ihre Meinung.