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Ein großer Mann des Vielseitigkeitssports wird 80 – wir gratulieren herzlichst Dr. Bernd Springorum!

Am 1. Februar 1935 wurde er geboren- ein Mann, der den Vielseitigkeitssport prägte, wie nur wenige andere es von sich behaupten können: Dr. Bernd Springorum.

Als promovierter Jurist, der in der westfälischen Landwirtschaft mit Pferden aufwuchs engagierte sich außerordentlich um den Pferdesport.
In seiner reiterlichen Karriere konnte er Erfolge bis zu internationalen S Prüfungen feiern, und das zumeist mit selbst ausgebildeten Pferden. 1975 konnte er die deutschen Farben bei den Europameisterschaften der Military in Luhmühlen vertreten. Er fungierte von 1976-1980 bereits als Aktivensprecher des DOKR-Vielseitigkeitsausschusses. 1977 wurde er zudem Mitglied des Vielseitigkeitsbeirates der rheinischen Kommission für Pferdeleistungsprüfungen.

Ein Reitunfall brachte ihn dazu, die eigene reiterliche Karriere zu beenden- doch sein Engagement galt glücklicherweise weiterhin dem Reitsport. 1980 übernahm er für fünf Jahre das Amt des Bundestrainers als Nachfolge von Max Habel. Von 1981- 1985 übernahm er bereits das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des internationalen Vielseitigkeitsausschusses der FEI. Auf dieses Amt folgte 1985 die Wahl zum Ausschussvorsitzenden der Vielseitigkeit – für einen Zeitraum von 12 Jahren. Als technischer Delegierter und international amtierender Richter konnte er die Olympischen Spiele der Vielseitigkeit vier Mal begleiten- ein Zeitraum von 16 Jahren!

Neben Auszeichnungen des rheinischen und westfälischen Pferdesportverbandes wurde ihm das Deutsche Reiterkreuz in Gold und das FN-Ehrenabzeichen in Gold mit olympischen Ringen verliehen.

„Ein sehr aufrichtiger, geradliniger Mensch“, so sein langjähriger Reiterkollege und Weggefährte Horst Karsten über Dr. Bernd Springorum. Horst Karsten sieht ihn bis heute vor allem aufgrund seiner Menschlichkeit als ein Vorbild an. „Seine lebensbejahende Art, sein Mitgefühl und dabei seine ganz besondere humorvolle Art“ machen ihn zu einem einzigartig tollen Menschen, dessen Umgang mit Menschen er bewundert.

Seit 60 Jahren verbindet Dr. Bernd Springorum und Horst Karsten vor allem eines: Die Reiterei. Von gemeinsamen Bundeswettkämpfen bis hin zu den Trainingslagern für bevorstehende Championate. Dabei ist eine Anekdote bis heute noch in beider Munde: Zwischen Weihnachten und Neujahr befanden sich beide auf Norderney zum Basistraining im Trainingslager. Horst Karsten als aktiver Reiter, Dr. Bernd Springorum als Bundestrainer. Nach einem morgendlichen Ausritt bei frostigen Temperaturen, den der Bundestrainer begleitete, sollten die Reiter nachmittags noch einmal reiten. Er würde mal nach Fohlen schauen, so Springorum. Verwundert über die Uhrzeit dieses Vorhabens fand Horst Karsten heraus, dass Springorum sich in einem nahegelegenen Café einen Cognac mit Kaffee genehmigte, um sich aufzuwärmen. Darauf angesprochen, zogen die Beiden von nun an zusammen los, „um Fohlen zu gucken“. Und noch heute fragt Springorum „Wollen wir beide mal nach den Fohlen schauen?“.

Wir gratulieren herzlichst zum 80. Geburtstag!

Bericht: Wiebke Struck