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Dibo in Hambach nicht zu toppen

Beim CIC2* im Unterfränkischen Hambach war Andreas Dibowski einfach nicht zu schlagen. Er belegte die Plätze 1-3. In der Ein-Sterne-Prüfung siegt Julia Mestern.

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Das war ganz klar Dibos Wochenende. Er setzte sich in dem 52 Starter großen Feld bereits nach der Dressur mit Eskadia nach einer 42,2er Dressur mit drei weiteren Reitern mit identischer Wertung an die Spitze. Mit Eskadia hatte er dann einen Abwurf im Springen und 4 Zeitfehler im abschließenden Cross, sodass es hier für den dritten Platz mit der Gesamtpunktzahl von – 50,2 reichte. Mit Butts Avedon, der bereits bei seinem letzten Einsatz beim Nationenpreis in Malmö seine gute Form gezeigt hat, belegte er nach fehlerfreiem Springen und 2,4 Zeitfehlern mit -50 Punkten Platz zwei. Ebenfalls 50 Minuspunkte, aber das bessere Geländeergebnis führten dann zum Sieg mit dem erst 7-jährigen Chardonnay de L’Ocean, einem Mecklenburger von Alfina aus einer Aarking xx Mutter. 11 Paare haben diese Prüfung nicht beendet, die sich in dem hügeligen Gelände als sehr technisch erwiesen hat, was beim ersten Anschein nicht so offensichtlichtlich war.

Die CIC1* gewann Julia Metsern auf Grand Prix iWest, einem ebenfalls erst 7-jährigen Wallach. Das Dressurergebnis wurde lediglich durch zwei Zeitfehler aus dem Gelände belastet und konnte mit 42,4 Minuspunkten beendet werden. Vanessa Bölting und After Eight kamen mit Ihrem Dressur- und Endergebnis auf Platz 2 (-44,30). Julia Mestern dann nochmal an dritter Stelle mit dem ebenfalls erst 7-jährigen Phips (Primeur’s As  x Rivellino xx) aus der Zucht von Helmut Korte, der ja schon einige erfolgreiche Eventer hervorgebracht hat.

Alle Ergebnisse sind abgelegt unter: fn-neon.de

Die Veranstaltung
Für die Hambacher Pferdefreunde war es nach zwei Fränkischen- und zwei Bayerischen Juniorenmeisterschaften die vierte internationale Vielseitigkeitsprüfung und das erste Mal, dass die Bayerischen Meisterschaften der Reiter ausgetragen wurde. Es zieht aber schon lange nicht mehr nur die Buschreiter aus dem Süden der Republik nach Hambach. Nachdem Kai-Steffen Meier bereits beim ersten CIC Turnier vor Ort war, hat es sich in der Szene schnell herumgesprochen, das hier einfach alles passt.

„Was das Team rund um Gerold Ort hier auf die Beine stellt ist einfach super“ weiß Jörg Kurbel zu berichten, der in diesem Jahr das erste mal hier am Start war. „Es wird einfach alles versucht, damit Reiter und Pferde gut versorgt sind und selbst bei den widrigen Wetterverhältnissen werden einfach mal schnell ein paar Ladungen Sand vor die Wohnwagen gekippt um diese wieder zugänglich zu machen.“ Die Böden der Geländestrecke sind alle gelocht und gesandet, die Plätze für Dressur und Springen erfüllen alle Voraussetzungen.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass im letzten Jahr Michael Jung mit seinen Nachwuchspferden am Start war. Er und auch Ingrid Klimke konnten in diesem Jahr nicht kommen, da sie sich ja bereits im Trainingslager zu den Weltreiterspielen befinden. Letztere wurde im Januar bei einem Treffen in Warendorf von Gerold Ort direkt eingeladen und ihr war Hambach bereits als absolutes Muss empfohlen worden. Allen anderen passt der Termin gut in den Kalender. Für das kommende Jahr steht dieser auch bereits fest. Eine Woche später als in diesem Jahr, aber das Wochenende 21. – 23. August 2015 kann man sich schon einmal vormerken.

Das so eine Leistung und dieser Zuspruch nur durch die Unterstützung eines tollen Teams in der Organisation und der gesamten Helfermannschaft zu schaffen ist, weiß Ort zu schätzen. Aber die Hambacher Erfolgsstory ist noch nicht zu Ende. Beim Abbau der Stallzelte am Montag nach dem Turnier wurde bereits der Platz für das vierte Stallzelt im kommenden Jahr ausgemacht, um unter anderem die vermehrte Anfrage der Reiter aus Österrerich und der Schweiz bedienen zu können.

Wir sind gespannt, ob hier in den nächsten Jahren auch nochmal ein Stern bei den Prüfungen drangehängt wird. Die Voraussetzungen sind erfüllt.

 

(Fotos: Veranstalter / Stefan Eisenmann / foto-mobil.fotograf.de)