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Damit hat er nicht gerechnet – Jerome Robiné im Gespräch mit buschreiter.de

Silber mit der Mannschaft und Bronze in der Einzelwertung bei den Europameisterschaften der Junioren im nordenglischen Bishop Burton. Mit dieser Ausbeute hat der 16-jährige Jerome Robiné ganz und gar nicht gerechnet, zumal bereits vor dem eigentlichen Start die Ursprungsmannschaft ziemlich dezimiert wurde. Nacheinander fielen die Preis-der-Besten-Siegerin Anna-Katharina Vogel, Johanna Fahle und zuletzt Charlotte Whittaker für den Einsatz in Großbritannien aus. Für sie rückten die Reservisten Kai Ruggaber mit Carnamoyle, Hanna Knüppel mit Carismo und Tina Krüger mit Dolce Mia nach.

Zu groß war der Respekt vor der bereits sehr erfahrenen Konkurrenz aus Großbritannien, die schon die ein oder andere Zwei- oder auch Dreisterneerfahrung gesammelt hat. Aber die Führung nach der Dressur und eine Geländerunde mit nur wenigen Zeitfehlern stärkten dann das Selbstvertrauen für das abschließende Springen.

Gut vorbereitet
Zuhause trainiert Jerome während der Saison einmal wöchentlich bei Jörg Kurbel. Der kommt entweder auf die heimische Anlage um dort Dressur- und Springstunde zu geben, oder Jerome fährt zu ihm um mit den dort zur Verfügung stehenden Geländesprüngen zu üben.
Den letzten Schliff gab es dann in der Vorbereitungswoche in Warendorf beim Bundestrainer Rüdiger Schwarz und Julia Krajewski, die sich auch nochmal intensiv der Dressur angenommen haben. „Es war wirklich toll von diesen beiden Top Trainern begleitet zu werden“ berichtet Jerome.
Nach Renswoude in den Niederlanden war die Euro erst das zweite Turnier außerhalb Deutschlands für Jerome, es wird aber sicher nicht das letzte gewesen sein.

Gut beritten
Neben dem 9-jährigen Quaddeldou R (Quattro B x Carnando), den Familie Robiné selbst gezogen hat, steht Jerome noch die 12-jährige Ungarische Stute Csillag zur Verfügung, die sich beim Preis der Besten in diesem Jahr einen Kreuzverschlag zugezogen hat, so mussten die weiteren Qualifikationen mit Quaddeldou geritten werden. Die Stute, die in der Zwischenzeit wieder fit ist, ist im Gelände sicherlich das schnellere Pferd, dafür ist Quaddeldou stark in der Dressur, was sich jetzt ausgezahlt hat. Da die Strecke auch nicht zu lange war und Rüdiger Schwarz bei einem Sprung die Stallorder gegeben hatte die Alternative zu reiten, kam das seinem Pferd sehr entgegen.

Gute Stimmung
Der Zusammenhalt im deutschen Team, die sich nachdem die Pferde per Spedition nach England unterwegs waren, mit den Trainern im VW Bus aufmachten, war übrigens durchweg gut. Die Junioren kannten sich bisher nur flüchtig, es sind aber echte Freundschaften entstanden. Auch über die Landesgrenzen hinweg.

Für die Zukunft
Mit Quaddeldou ist als Saisonabschluss noch eine Zwei-Sterne-Prüfung in Varsseveld oder Langenhagen geplant. Csillag steigt jetzt noch einmal bei einer Ein-Sterne ein und soll auch noch einmal Zwei-Sterne gehen.

Ein Traum für Jerome wäre einmal in Aachen an den Start zu gehen und natürlich in Badminton. Was ihm aber besonders am Herzen liegt ist im hessischen Lauterbach zu starten. „Da bin ich als kleiner Junge mit meinem Vater auf die hessischen Meisterschaften gefahren und seitdem ich da selbst mitmachen könnte, ist immer etwas dazwischen gekommen“ (Anm. d. Redaktion: in diesem Jahr musste das Turnier leider wegen schlechtem Wetter abgesagt werden)

2016 Steht dann das Abitur an und danach würde Jerome gerne erst mal zwei Jahre Reiten. In einem großen Stall, oder beim DOKR.

Wir wünschen auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für das nette Gespräch!

Fotos: Katharina Sonntag