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Countdown Saison 2015 – #3 Ingrid Klimke

Noch 2 Tage bis zum Saisonstart!

Ingrid Klimke betreibt ihren Turnierstall in Münster auf dem Hof Schulze Brüning.

Sie ist gelernte Bankkauffrau und hat das 1. Staatsexamen im Lehramtsstudium der Primarstufe. Zudem ist sie Pferdewirtschaftsmeisterin. Im Januar 2012 wurde ihr der Titel „Reitmeisterin“ verliehen. Neben den Erfolgen in der Vielseitigkeit konnte Ingrid Klimke bis zur Klasse S im Springsattel und bis zum Grand Prix im Dressursattel erreiten.

Sage und schreibe 90 Siege und 271 Platzierungen konnte sie in S Dressuren feiern. In der Vielseitigkeit ging sie 1999 mit dem Vollblüter Sleep Late bei den Europameisterschaften in Luhmühlen an den Start, nachdem sie in diesem Jahr das erste Mal den Titel „Deutscher Meister“ gewinnen konnte (drei Titel folgten). Sleep Late sollte auch Partner sein, der 2000 mit zu den Olympischen Spielen nach Sydney flog. Sie reisten als Mannschaftsreiter an und sicherten mit dem besten deutschen Ergebnis den 4. Platz der Mannschaft. Im alten (und nun auch wieder aktuellen) Austragungsmodus hätte Ingrid Einzelsilber gewonnen. Doch Mannschaft- und Einzelmedaillen wurden in einzelnen Prüfungen vergeben.

Mit Robinson’s Concord reiste Ingrid nach Pau (FRA) zu den Europameisterschaften 2001. Nach der Dressur lag das Paar in Führung, doch durch plötzliche Lahmheit von Robinson‘ s Concord nach der Rennbahn musste Ingrid Klimke aufgeben. Für Athen 2004 gehörte Ingrid Klimke wieder mit Sleep Late zum deutschen Olympiateam. Der Ausgang dieser Olympischen Spiele ist wohl leider jedem bekannt: Durch eine Entscheidung am grünen Tisch verloren die deutschen ihr Mannschaftsgold. Auch für Ingrid war es ein sehr bitterer Tag: Sleep Late war im Gelände weggerutscht und hatte sich wohl etwas weh getan. Durch tierärztliche Maßnahmen schien gut, bis er mitten in den letzten Vorbereitungen für das Springen doch wieder Schmerzen zeigte: Ingrid zog ihr Pferd zurück.

Doch die Stunde der beiden war bei der EM in Blenheim 2005 gekommen, sie gewannen Bronze in der Einzelwertung. Auch 2006 bei Heim-WM in Aachen gehörte Ingrid mit dem Schimmelwallach zum deutschen Gold-Team. 2007 reiste FRH Butts Abraxxas das erste Mal als Championatspferd mit zur EM nach Pratoni del Vivaro und kehrte mit dem 10. Platz heim. Von den Olympischen Spielen in Hongkong kehrte „Braxxi“ 2008 dann als Mannschafts-Olympiasieger heim, die beiden wurden 5. im Einzel. 2009 bei der EM in Fontainebleau gab Ingrid Klimke nach 2 Verweigerungen im Gelände auf.

2010 ging sie bei der WM in Kentucky wieder mit dem flinken FRH Butts Abraxxas an den Start und konnte die Prüfung auf dem 13. Platz beenden. Ab der heimischen EM 2011 in Luhmühlen hatte Ingrid bei jedem Championat mindestens eine Medaille im Gepäck: 11. In der Einzelwertung, Mannschaftsgold. Olympia 2012 in London: 25. der Einzelwertung (nach einem gelungenen Springen für die Mannschaft zog sie FRH Butts Abraxxas vom 2. Springen zurück, um für Mannschaftskollege Dirk Schrade Platz zu machen- dies war aber schlussendlich formell nicht möglich) und Mannschaftsgold.

2013 EM in Malmö mit FRH Escada JS: Einzelsilber und Mannschaftsgold. 2014 Weltmeisterschaften in der Normandie: 14. und Mannschaftsgold mit FRH Escada JS. Neben dieser WM-Medaille war Ingrid Klimke im letzten Jahr hocherfolgreich in 1* bis 4* Prüfungen. Die CIC3* in Marbach konnte sie mit FRH Escada JS gewinnen. Zilia D konnte die CCI1* in Sahrendorf für sich entscheiden. Und Horseware Hale Bob gewann gleich zwei Prüfungen: CIC2* in Maarsbergen (NL) und zum krönenden Abschluss der Saison die CCI4* Prüfung in Pau. Das Portät von Ingrid Klimke können Sie unter folgendem Link finden: http://www.vielseitigkeitssport-deutschland.de/ingrid-klimke/

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Impression von den WEG 2014 (Foto: Nadine Kaiser)