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CIC3* Marbach – Damen-Trio aus dem Norden führt

Klar, dass die drei Reiterinnen, die vor dem abschließenden Springen in Führung liegen, voll des Lobes sind.

Sie hatten „einfach Spaß“, wie die aktuell Dritte Linda Andersen aus Schweden nach ihrem Ritt sagte. An der Spitze hat sich nichts verändert: Die in Warendorf lebende Schwedin Sara Algotsson-Ostholt führt mit Reality mit 36,3 Punkten vor Karin Dockers aus Belgien und ihrem Fletcha van’t Verahof (36,5 Punkten) und Frida Andersen aus Schweden mit Herta (40,2 Punkte). Von den 58 Drei-Sterne-Reitern galoppierten 53 ins Ziel, zwei gaben auf, drei schieden aus. Auch die deutschen Championatskader-Reiter Peter Thomsen, der mit Horseware’s Barny mit nur 0,8 Zeitstrafpunkten ins Ziel galoppierte, und Dirk Schrade, der mit Hop and Skip 1,2 Punkte für Zeitüberschreitung in Kauf nahm, liegen noch gut im Rennen: Thomsen derzeit auf Rang zehn, Schrade auf Platz 14.

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Die Führende Sara Algotsson-Ostholt mit Reality. Foto: Thomas Hartig, Equistock

Gut übrigens, dass Gerd Haiber ein Typ ist, der die Bodenhaftung nie verliert. Denn so viele Komplimente, wie der Marbacher Kursdesigner heute bekam – so mancher würde da abheben. „Phantastisch“ schwärmte Frida Andersen nicht nur vom Wettbewerb, sondern auch vom Kurs. „Perfekte Verhältnisse“ sagte Sara Algotsson-Ostholt, die Silbermedaillengewinnerin von London, und Karin Donckers, die schon 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona Achte war und für die die Spiele im August in Brasilien voraussichtlich ihre fünften sein werden, nannte die Drei-Sterne-Strecke eine „tolle Vorbereitung auf Rio, wo die Strecke auch hügelig sein wird“.

Hans Melzer: „Spaß haben und lernen“

Einer, der die Strecke seit vielen Jahren kennt, ist Bundestrainer Hans Melzer. Und er kennt sie bei allen möglichen Wetterverhältnissen. „Solche Bedingungen hatten wir noch nie“, erklärte er, „während der Aufbau hier einfach immer toll ist. Die Strecken sind nicht am Limit, aber die Aufgaben der jeweiligen Klasse entsprechend. Das bringt den Pferden nicht nur konditionell etwas, sondern gibt ihnen auch mental einen Schub. Ein älteres Pferd kann hier eine Menge Spaß haben, ein jüngeres viel lernen.“ Und welches Wetter der Bundestrainer bevorzugt und warum, wissen wir jetzt auch: „Wir haben lieber Sonnenbrand als Fußpilz von den Gummistiefeln.“

„Sonnenbrand statt Fußpilz“ ist auch morgen angesagt. Und wer einen fast schon sommerlichen Nachmittag auf der Schwäbischen Alb genießen will – das CIC3*-Springen beginnt um 14 Uhr.

Aktuelle Infos immer unter: www.eventing-marbach.de

Bericht: PM Veranstalter