Mittwoch, 17. Oktober, 2018
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Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit (uvex-Trophy) – Ponys

Es ist das erste Mal, dass Hessen eine Siegermannschaft beim Bundesnachwuchschampionat stellt. Nach der Theorie noch Zweite, rückte das hessische Quintett – Amelie Dechert/Lauterbach mit Top Balina, Theda Knop von Schwerdtner/Bruchköbel mit Chapeau Claque, Lara-Joy Paul/Waldeck mit Griffin, Nicoletta Massmann/Bad Homburg mit Maddoxx und Maya Marie Fernandez /Weiterstadt mit Kick – bereits nach Dressur und einer geschlossenen guten Leistung beim Geländeritt auf Platz eins vor und ließ sich die Position auch nicht mehr streitig machen.

Mit insgesamt 376,7 Punkten setzten sie die fünf deutlich von den übrigen sechs Mannschaften ab. „Wir sind nicht mit der Erwartung hierher gefahren, dass wir gewinnen. Ich wusste aber, dass wir ein Team haben, das den Aufgaben hier gewachsen ist“, sagte Mannschaftsführerin Judith Sommer. „Aber es kann ja mal etwas schief gehen. Und es ist toll, dass sie das so durchgezogen haben. Man merkte, dass die meisten schon Erfahrung haben, wissen was auf sie zukommt und mit einer anderen Einstellung darangehen wie die Jüngeren, zum Beispiel noch bei der Goldenen Schärpe.“

Erfahrung machte sich auch in der Einzelwertung bemerkbar, die Maya Marie Fernandez vom Siegerteam mit 129,9 Punkten an der Spitze sah. Sie und ihr Pony Kick waren in diesem Jahr bereits Neunte beim CICP2* in Marbach, mussten allerdings beim Preis der Besten ausscheiden. Nach einer guten Dressur und einem ebensolchen Geländeritt gelang den Beiden der Sprung an die Spitze im Stilspringen am Sonntagmorgen, das sie mit der Note 9,0 als Beste beendeten. Auf dem Silberrang landete mit 127,0 Punkten Antonia Peiß (Löningen) aus Weser-Ems vor ihrer Teamkollegin Jette Lakeberg (Hude) mit Nadeshi (126,5 Punkte). Für Peiß war es bereits der dritte Start beim Bundesnachwuchschampionat, allerdings erstmals im Sattel des ehemaligen Kaderponys Diabas, den sie erst vier Wochen zuvor übernommen hat. Gemeinsam erzielte die noch junge Reiter-Pony-Kombination im Gelände das zweitbeste Ergebnis, eine 9,5. Besser war nur Silva Kelly aus Engen am Bodensee mit einer 9,7. Von Geländeritt der Baden-Württembergerin mit Mac Flurry waren nicht nur die Richter, sondern auch Kommentator Fritz Lutter angetan. „Das war überzeugend gut. Silva hat hier großes Einfühlungsvermögen in ihr Pony und einen natürlichen Instinkt, passend zum Sprung zu reiten, bewiesen“, sagte der Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter. Generell war Lutter vom Niveau der Prüfung sehr angetan. „Das Gelände war genau passend aufgebaut und das Niveau bei diesen Anforderungen überdurchschnittlich gut“, sagte er. Allerdings ist es in diesem Jahr einigen Verbänden schwer gefallen, eine komplette Pony-Mannschaft zu entsenden.

Das Rennen um Platz zwei in der Teamwertung machten zu guter Letzt die Westfalen. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Hannoveranern gab das Vormustern als letzte Teilprüfung den Ausschlag. Das mit lauter Neulingen besetzte Team von Vorjahressieger Westfalen (Katharina Schütte mit Cappuccino WE, Kim Lara Zoschke mit Danzatore Rosso, Ole Ottmann mit Dream it, Linn Zepke mit Betty Boo und Charlotte Schulze Zurmussen mit Pascal S.W.) durfte sich mit insgesamt 361,8 Punkten über Silber freuen, für das hannoversche Team (Smilla Maline Philipp mit Orly, Johannes Munk mit Morton D, Tom Meier mit Sandelano, Vogler, Hedda mit Sarasani P und Emma Wiedenhöft mit Vive being B) gab es mit 360,4 Punkten die Bronzemedaille.

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Text: fn-press