Montag, 20. August, 2018
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Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit (uvex-Trophy) – Pferde

Die Sieger im Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit (uvex-Trophy) kommen aus Schleswig-Holstein (Pferde) und Hessen (Ponys). Im kombinierten Wettkampf aus Dressur, Stilspringen, Stilgeländeritt, Vormustern und Theorie am DOKR-Bundesleistungszentrum in Warendorf waren die U16-Teams der beiden Landesverbände nicht zu schlagen und stellten darüber hinaus mit Ben Philipp Knaak beziehungsweise Maya Marie Fernandez auch die Sieger in der Einzelwertung.

Erfahrung siegte auch in der Abteilung Pferde, die in diesem Jahr mit 66 Paaren wieder gut besetzt war. Hier setzte sich nach 2013 wieder eine Mannschaft aus Schleswig-Holstein durch. „Man muss sie früh abholen und daran glauben“, fasste Mannschaftsführer Detlef Peper sein Erfolgskonzept zusammen. Sein Landesverband gehörte zu denjenigen, die zwar ohne Ponyreiter antraten, die neue Ausschreibung jedoch dazu nutzten, um in der Abteilung Pferde neben der Mannschaft weitere vier Einzelreiter an den Start zu bringen.

Für das siegreiche Team gingen Helene Stoltenberg/Nehms mit Ebygale, Nane Nikolaus Dehn/Schwesing mit Zilia D, Hanna Jensen/Tetenhusen mit Luzi – Caro, Berenike Lucius/Molfsee mit Wineta sowie Ben Philipp Knaak an den Start. Auch der Norderstedter gehörte als DJM-Teilnehmer zu den erfahrensten Reitern im Starterfeld. In Warendorf hatte er allerdings sein erst sechsjähriges Nachwuchspferd, das sechsjährige Oldenburger Springpferd Cocolares (v. Califax) gesattelt. An Geländevorstellung des Paares gab es laut Lutters Kommentar „nur wenig auszusetzen, hier hat von A bis Z alles gepasst“. In Zahlen hieß das auch in dieser Abteilung eine 9,7 als Spitzennote und damit zugleich den Sieg in der Einzelwertung für Knaak (131,1 Punkte). Für das Team aus dem hohen Norden sammelten sich insgesamt 380,9 Punkte an.

Die überzeugendste Gesamtleistung im Gelände gelang allerdings dem Team Reinland, das nur zu dritt und damit ohne „Streichergebnis“ in Warendort antrat. Alle drei – Carina Koch/Duisburg mit Lord Levistano, Jana Lehmkuhl/Voerde mit der erste fünfjährigen Westfalenstute Chiara d’Amour (v. Cascadello) und Helena Bottermann/Voerde mit Lena – erzielten 9er Noten für ihren Ritt. Da das Geländeergebnis fünffach ins Gesamtergebnis einfließt, bedeutete das nicht nur den Silberrang für das Trio mit 369,5 Punkten, sondern auch für Helena Bottermann in der Einzelwertung (129,4 Punkte). Die Bronzemedaille ging mit 128,4 Punkten wiederum nach Schleswig-Holstein, an Hanna Jensen mit der Trakehner Stute Luzi – Caro, mit der ihre Schwester Hella Jensen bereits beim Preis der Besten auf dem Treppchen stand.

Eine zweite Teammedaille gab es zudem für die Reiter vom gastgebenden Landesverband Westfalen. Mit einem Endstand von 366,8 Punkten sicherten sich Johann Scharffetter/Telgte mit Romy Darling, Gina Müller/Soest mit Braveheart, Julia Schenkmann/Unna mit Ginger Gold, Laurenz Terbrack/Nottuln mit Cayman und Lea-Sophie Denker/Bocholt mit Cantapper die Bronzemedaille.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Wir haben sehr gute Leistungen gesehen, was sich auch in vielen guten und sehr guten Noten widergespiegelt hat. In den letzten Jahren haben wir uns etwas Sorgen um den Nachwuchs gemacht, aber mit der Öffnung der Ausschreibung auch für Einzelreiter aus den Landesverbänden hatten wir gerade bei den Pferden wieder ein sehr erfreuliches Starterfeld. Lediglich am Freitag mussten wir wegen der großen Hitze den Fitnesstest für die Reiter ausfallen. Am Wochenende selbst hatten wir dann nahezu ideales Reitwetter – also alles insgesamt sehr positiv“, so das Fazit von Turnierleiter Carsten Rotermund.

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Text: fn-press

Der Siegesritt von Ben Knaak und Cocolares (Wertnote 9,7!!):

Ben Knaak: „Eigentlich bin ich nach Warendorf „nur“ mit dem Ziel gefahren, in allen drei Prüfungen konzentrierte und souveräne Runden abzuliefern. Da Cocolares ja erst 6 ist, musste das ja erstmal so klappen. Dass wir dann am Ende gewinnen konnten und alle drei Prüfungen so gut liefen, damit habe ich so nicht gerechnet. Clark hat sich super viel Mühe gegeben und war sehr konzentriert, das hat echt Spaß gemacht. Beim Abreiten für das Gelände war er so an und buckelte herum, als hätte er gewusst, dass es jetzt um was geht. Nach Dressur und Springen lagen wir an zweiter Stelle, das hat er scheinbar gemerkt. Im Gelände hat er dann alles gegeben. Der Geländekurs war schön, aber auch schwer genug. Es ließ sich alles gut reiten und war sehr fair auch für die jüngeren Pferde gebaut. Danken möchte ich vor allem meinen Eltern, die mir den nötigen Rückhalt geben und all das ermöglichen. Karen und Detlef Peper danke ich vielmals für die tolle Unterstützung vor Ort und Pauline Knorr, der Ausbilderin meines Pferdes, für die telefonischen letzten Tipps. Und natürlich danke an mein Pferd!“

Sieger Ben Knaak mit Cocolares / Bild: privat