Mittwoch, 18. Juli, 2018
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Annaberger Geländetage zum ersten Mal international

Es waren bereits die 12. Geländetage auf dem Annaberger Hof in Bonn. Doch dieses Jahr hatte sich das Team des Reitclubs Annaberger Hof noch etwas mehr vorgenommen- der Schritt zur internationalen CIC2* Prüfung.

„Wir hatten ideales Wetter, nicht zu kalt und nicht zu heiß. Als Veranstalter sind wir überwältigt von der positiven Resonanz, die wir von den Reitern und Offiziellen bekommen haben. Sicherlich war es nicht ganz einfach, bei solchen Parallelveranstaltungen wie Luhmühlen und Arville auf große Starterfelder zu kommen, aber mit 30 Nennungen für die erste 2* waren wir durchaus zufrieden. Und auch die nationalen Prüfungen waren alle gut besetzt. Wir sind froh, dass nichts passiert ist, die Tierärzte und der Turnierarzt hatten ein recht entspanntes Wochenende- die wenigen Stürze, die passierten, verliefen ohne Folgen. Ich möchte dem gesamten Helferteam danken, dass sie so fleißig geholfen haben, um das Turnier so auf die Beine zu stellen.“- so das Fazit des Mitveranstalters und stellvertretenden Vorsitzenden, Jan Büsch, der neben der Organisation auch noch selber in den Sattel stieg.

Die erste 2* Siegerin vom Annaberger Hof heißt Heike Jahncke, die im Sattel der 8 jährigen Hannoveraner-Stute Mighty Spring ihrem Dressurergebnis von -31,0 keine weiteren Minuspunkte aus dem Springen und dem Gelände hinzufügte. Direkt dahinter auf Platz 2 folgt die Bundeswehrsportsoldatin Marie-Sophie Arnold mit ihrem 13 jährigen Hannoveraner Remember me, die zwar mit -28,8 die bessere Dressur ritt, aber im Springen einen Abwurf hinnehmen musste (-32,8). Dritte wird Dressursiegerin Sonja Buck, die mit Carla Bruni auf -23,1 kam, aber im Springen zwei Abwürfe hatte und im Gelände mit -2,4 Minuspunkten aus der Zeit kam (-33,5).

Auf Platz vier dann Sven Lux mit Darboven (-34,2) vor Jörg Kurbel, der nach der 4* Platzierung in Luhmühlen nun eine Woche später mit seinen Nachwuchspferden an den Start ging. -30,3 aus der Dressur, 0 im Gelände- aber ein Abwurf im Springen verhinderte den Sieg für den Bundeskaderreiter.

Sechste wird die Schweizerin Tiziana Realini vor Marie-Sophie Arnold mit Nachwuchspferd Askarina (-35,6) auf Platz 7. Die weiteren grünen Schleifen für die Plätze 8 bis 10 gehen an Jens Borgmann mit Call me maybe, Rebecca Herter bei ihrem 2* Debüt mit Vom Feinsten (-44,2) und Liv Elin Gunzenhäuser und Sewarion (-44,5).

Einen Blick auf die Geländestrecke der CIC2* liefert Rebecca Herter auf ihrer Facebookseite „3Herzen, 1Leidenschaft- Der Weg zum Buschpferd“

Stimmen der Reiter

Jörg Kurbel: „Wir sind von einem ganz tollen Turnier in Bonn wieder zuhause. Alle Prüfungen waren freundlich und einladend gebaut, das Veranstalterteam ist jedem Wunsch nachgegangen und hat das Gelände bestens präpariert, um nach der langen Trockenheit möglichst gute Bedingungen zu schaffen. Wir fühlten uns jederzeit herzlich willkommen, das familiäre Ambiente brachte schon so einen Wohlfühlfaktor. Meine Nachwuchspferde A best friend und Lord Fauntleroy zeigten sich super, sie werden beide als nächstes in Maarsbergen starten und sind durch die Prüfung gut vorbereitet. Altmeister Brookfield de Bouncer hat schonmal gezeigt, dass er ein super Lehrpferd sein wird- er gewann mit meiner Tochter Emely das E Gelände mit 9,0. Danke an das Team um Jan Büsch, wir Reiter würden uns freuen, wenn wir im nächsten Jahr wiederkommen dürften.“

Rebecca Herter: „In dieser Saison plante ich meine Turniere mit neuen Ambitionen. Ich wollte, wenn der Saisonstart gut verläuft, meine erste Zwei-Sterne-Prüfung reiten. Als bekannt wurde, dass der Annaberger Hof erstmalig eine CIC 2 Sterne ausrichten wird, liebäugelte ich sofort mit unserem dortigen Debüt. Das Gelände in Bonn ist flach, was meinem Pferd sehr entgegen kommt. Zudem ist es für uns quasi „um die Ecke“. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet und den Aufwand eines Turniers mit Übernachtung konnte und wollte ich meinem Pferd gerne ersparen. Wir wurden nicht enttäuscht. Jan Büsch und sein Team hatten eine tolle Strecke erschaffen. Die hatte durchaus ihre Herausforderungen. Zugleich war sie fair und ließ sich schön reiten. Der Boden war gut präpariert. Das Wetter passte zusätzlich. Rund herum gab es alles, was das Reiterherz begehrt. Dargeboten in einer schönen, familiären Atmosphäre. Erfreulich aus unserer ganz persönlichen Sicht: Es war nicht nur ein schönes, sondern zusätzlich ein erfolgreiches Wochenende. Zusammen mit meinem Sportpartner, „vom Feinsten“, sicherten wir uns einen schönen 9. Platz in unserer ersten gemeinsamen Zwei-Sterne-Prüfung. Ich werde das Turnier als „Rund-um-Paket“ in guter Erinnerung behalten und komme gerne nächstes Jahr wieder. Vielen Dank an Jan Büsch und sein Team für das schönen Turnier.“

Rebecca Herter – Vom Feinsten / Bild: Elke Fingerholz
So macht der Course walk Spaß- für die Kleinsten machte Jan Büsch zu Pferde eine Gruppenbesichtigung des Geländes