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Andrew Nicholson und Avebury gewinnen Burghley zum dritten Mal

Andrew Nicholson gelingt mit seinem Sieg in Burghley ein Hatrick. Noch nie hat vor ihm ein Paar dieses Turnier drei Mal in Folge gewinnen können.

Nicholson lag nach der Dressur noch auf dem vierten Platz. Hier hatte Jonathan Paget mit Clifton Promise die Nase vorn. Dieses Paar war in der vergangenen Woche noch bei den Weltmeisterschaften in der Normandie am Start, hörte dort aber nach Sprung 5 im Gelände auf. Im vergangenen Jahr gewann Jock Paget dieses Turnier vor Nicholson, wurde dann aber disqualifiziert, weil sein Pferd positiv auf die verbotene Substanz Reserpine getestet worden war. Seine Sperre wurde zwischenzeitlich aufgehoben, der Sieg blieb ihm aber aberkannt.

Nach dem Gelände, dass als eines der schwersten der Welt gilt, verschob sich die Rangierung aber etwas. Ohne Zeitfehler kam kein einziger Reiter aus dem Gelände, zehn gaben auf, elf schieden aus.Leider auch Kai Rüder auf Gryffindor. Andreas Dibowski, der ursprüngich die Starterlaubnis hatte, entschied sich bereits Anfang vergangener Woche dazu nicht nach England zu fahren, da sein Pferd und er einfach nicht in der Form waren um eine solche Aufgabe zu meistern.

Nach dem Gelände lag Andrew Nicholson mit Avebury mit -46,1 Punkte vorne, gefolgt von Sam Griffith mit Happy Times und -49,8 Punkten. Oliver Townend lag mit Armada auf Platz drei (-55,1).

Am Ende gewann Andrew Nicholson mit Avebury nach lediglich zwei Zeitfehler aus dem Springparcours. Zweiter mit einer Nullrunde im Parcours wurde Jock Paget mit Clifton Promise. Auf dem  dritten Platz kam Sam Griffith mit Happy Times und zwei Abwürfen.

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Andrew Nicholson charakteristisch mit Sonnenbrille unterwegs. Hier vor einer Woche bei der WM in der Normandie mit Nereo. Fotos: Nadine Kaiser

Alle Ergebnisse unter: www.bdwp.co.uk/bur/14/

Leider wurde auch diese Veranstaltung wieder von einem tragischen Unfall überschattet. Es ist das zweite Pferd innerhalb einer Woche, dass bei einer Vielseitigkeitsveranstaltung verstirbt.

Es handelt sich um das Pferd Orto der Britin Sara Squires. Für die beiden war es der erste Vier-Sterne-Start. Berichten des Veranstalters zufolge, stieß der 13-jährige Wallach sich am ersten Element des 19. Hindernisses hart an. Es kam zu keinem Sturz, trotzdem war das Ereignis fatal. Orto wurde vom Tierarzt vor Ort untersucht, dabei stellte sich heraus, dass Orto ernsthafte Verletzungen am rechten Knie davon getragen haben musste. Die weiteren Untersuchungen in der Klinik bestätigten dies. Die Ärzte sahen keine Hoffnung mehr, daher wurde der Wallach eingeschläfert.