Wiesbaden 2010
Wer schlägt Michael Jung?
Ein Reiter, der sich nur sich selbst geschlagen geben muss: Michael Jung belegte im CIC*** beim Pfingsturnier in Wiesbaden mit Weiderzaunprofi's River of Joy und Leopin die Plätze 1 und 2. Bilderbuch vom ersten Tag
Der dritte Treppchenplatz ging an Benjamin Winter/Wild Thing Z. Badminton-Reiterin Simone Deitermann ließ ihren Senior Flambeau H an Platz 4 sehr gut aussehen. Und Ingrid Klimke ließ im Sattel von FRH Butts Abraxxas (5.) die Babypause endgültig hinter sich. Drei Abwürfe und zwei Zeitfehler im Springen vereitelten einen noch viel besseren Platz der Mannschaftsolympiasiegerin mit ihrem Heraldik xx-Nachkommen.
Nur zwei Eventer in der Zeit
Bei herrlichem Wetter, eindrucksvoller Kulisse und ausgezeichneten Bodenverhältnissen war in der Drei-Sterne-Prüfung das Cross durchaus selektiv im besten Sinne: Außer Jung (mit beiden Pferden) und Winter schaffte kein Paar die Optimum Time. "Gelände ist Leopins Paradedisziplin, er denkt mit, hat gute Reflexe. Ich hatte schon gehofft, nach der Dressur (Platz 16) weiter nach vorne zu kommen. Aber mit dem zweiten Platz habe ich nicht gerechnet", sagte Jung später.
Der gebürtige Dortmunder Winter gab in Wiesbaden mit Wild Thing Z sein Drei-Sterne-Debüt und war neben Jung mit Leopin der Einzige, der die dreiteilige Prüfung mit dem Dressurergebnis (52,4) beenden konnte. "Als ich am Donnerstag hierher gefahren bin, war es mein einziges Ziel, mein erstes CIC*** gut zu beenden", sagte Winter. "Dass ich hier Dritter werden würde, hätte ich nie im Leben gedacht."
Spektakulärer Auftritt
Dirk Schrade hatte diesmal das Glück des Tüchtigen, indem er mit King Artus den 6. Platz sicherte – und das bei einer durchaus spektakulären, aber folgenlosen Situation (siehe dazu die exklusive Bilderserie von Julia Rau hier!).
Badminton-Eventer Kai Rüder mischte auch in Wiesbaden auf Drei-Sterne-Niveau erfolgreich mit und ritt Saaten-Union's Libero, vor Franziska Roth/Dictus J. Marina Köhncke bewies die Top-Qualitäten von Calma Schelly (10.). Nicolas von Wolff aus Bayern, wegen ernsthafter Championatsambitionen seit dieser Saison unter österreichischer Flagge segelnd, fiel mit Arabelle nur ganz knapp aus den Platzierungsrängen.
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