CIC*** Wiesbaden 2009
"Das Gelände ist Sams Paradedisziplin"
Eigentlich hätte man es schon vorher wissen können: Der Sieg im CIC*** beim Wiesbadener Pfingsturnier gehörte Michael Jung mit La Biosthetique Sam, dem Stan-the-Man-xx-Sohn, der offensichtlich das Zeug zu Topleistungen im Spitzensport hat.
Über 10.000 Zuschauer strömten zum 73. Internationalen Pfingstturnier in den Schlosspark von Wiesbaden, um das Finale der Vielseitigkeit, das Gelände, mitzuerleben. Drei Kilometer war die Strecke lang, 30 Hindernisse galt es zu überwinden. Nach Dressur und Springen lagen Michael Jung und La Biosthetique Sam FBW in Führung. Und ihnen war der Siegeswille anzusehen, als sie als letztes Paar ins Gelände starteten.
"Ruhig und konzentriert"
Wieselflink und athletisch sausten die beiden durch die Aufgaben. Endergebnis: Platz eins im Welfenhofpreis, Sonderwertung zum Derby-Dynamic-Cup. „Sam hat sich in allen Teilprüfungen sehr gut gezeigt“, so der sichtlich zufriedene 26-Jährige. „In der Dressur war er ruhig und konzentriert, das Springen mit null Fehlern war natürlich Klasse und im Gelände lief es ganz hervorragend. Das ist einfach seine Parade-Disziplin.“
"Ich bin überglücklich"
Auf dem zweiten Rang postierte sich der niederländische Shooting-Star Tim Lips mit Van Schijndel`s Owaola vor Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas. Die deutsche Top-Reiterin, die wenige Stunden später schon wieder im Medien-Cup, einer Dressur-Serie für sieben- bis neunjährige Nachwuchspferde, im Einsatz war, strahlte: „Ich bin überglücklich. Das war Braxxis erster Einsatz nach Hongkong und er hat sich super präsentiert. Die Bedingungen hier sind Spitze. Das Springen in dem großen Stadion ist vielleicht etwas schwerer, aber genau das wollen wir ja auch!“
Zweite Drei-Sterne-Platzierung
An Platz 4 des CIC*** hat sich FRH Serve Well, Andreas Dibowskis Badminton-Pferd, wieder zurückgemeldet (siehe Bericht über Serve Wells Sohn). Jung nahm mit Weidezaunprofis River of Joy (6.) noch eine Drei-Sterne-Schleife mit nach Hause. In den Platzierungsrängen außerdem unter anderem: Simone Deitermann/Free Easy NRW (5.), Dirk Schrade/King Artus (7.), der Österreicher Harald Ambros/Quick (9.), "Working Rider" Robert Sirch/Ballymakenny (10.) und – mit vier Sternen in Luhmühlen im Auge – Janet Wiesner und Horstfeldes Libero (11.).
Drei Sterne als Publikumsmagnet
Albert Schäfer vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e. V. (WRFC), Turnierleiter der Vielseitigkeit, zieht ein positives Fazit: „Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres war die Entscheidung, die Vielseitigkeit mit drei Sternen auszuschreiben, genau der richtige Schritt. Der sportliche Anspruch hat sich erhöht, das hat noch mehr Zuschauer in den Schlosspark gelockt, und auch die Reiter haben mir nur positives Feedback gegeben.“
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