Ingrid Klimkes Nachwuchspferde
Erfolgreiche Rasterfahndung nach einem Heraldik
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke wählte den ungewöhnlichen Weg bei der Suche nach einem Nachwuchspferd: Sie startete eine regelrechte Rasterfahdnung nach einem Heraldik xx-Nachkommen – und ist jetzt fündig geworden: Mit dem 9-jährigen Wallach Tabasco.
Ingrid Klimke war während des exklusiven buschreiter-Interviews gerade auf dem Weg zum Lehrgang in Warendorf, den 9-jährigen Dunklen im Reisegepäck.Tabasco hat mit seiner Reiterin und Vorbesitzerin bereits L- und M-Springen absolviert und bei einer VL einen 3. Platz erreicht. Der 1,75 Meter große Trakehner hat eigentlich nicht die typischen Abmessungen eines Klimke-Pferdes, aber der Wallach erweist sich nach Einschätzung der neuen Eigentümern als "sehr beweglich und flink". Ingrid Klimke: "Ein sehr sympathisches Pferd mit viel Vermögen, das sehr gut springt." Doch ob Tabasco letztlich Championatsqualität hat, lasse sich im Moment noch nicht abschätzen. "Wir werden in der neuen Saison klein anfangen und nichts übertreiben." Mitte März ist erst einmal eine Hallenvielseitigkeit im Rahmen der Equitana geplant.
FN-Listen gewälzt
Ingrid Klimke hat einige Zeit intensiv nach einem Heraldik gefahndet, Kontaktpersonen befragt, die FN-Listen gewälzt und letztlich Tabasco entdeckt. Mehrere Heraldik-Nachkommen hatte die Amazone im Auge, um sich dann für den 9-Jährigen zu entscheiden.
Der neue Nachwuchs hat außerdem Gesellschaft durch den 6-jährigen Feenzauber, ein Trakehner Hengst, der bisher von Michael Jung geritten wurde, von ihm seine Grundausbildung erhalten hat und es im vergangenen Jahr bis zur Bundeschampionatsteilnahme gebracht hat. Dort soll er nach den Planungen von Ingrid Klimke auch in diesem Jahr vorgestellt werden. "Ein Pferd mit schönen Bewegungen und einer tollen Einstellung, Feenzauber hat Potenzial." Außerdem zählen noch zwei 5-jährige Eventer zum Pool. Diese waren bereits bei Springpferde-L- und Geländepferde-A-Prüfungen erfolgreich unterwegs.
"Den Winter genutzt"
"Für mich kann die Saison beginnen, ich bin froh, dass ich den Winter genutzt habe", sagte Ingrid Klimke im buschreiter-Interview. Ihre Wünsche hätten sich mit den vier "richtig guten Nachwuchspferden" erfüllt. In der Saisonpause habe sie viele Pferde im Inland ausprobiert. Einige in der engeren Wahl seien leider nicht durch den TÜV gegangen. Ins Ausland habe es wohl Kontakte und Angebote per Mail und Video gegeben, doch es sei kein wirklich interessantes Pferd unter diesen Offerten gewesen. Die Suche jenseits der Grenzen sei ohnehin nicht sehr effektiv: "Wir haben in Deutschland im Moment richtig gute Pferde."
Verhandlungen laufen
Ingrid Klimke hat ja vor gut einem Jahr den hoffnungsvollen Seacookie an William Fox-Pitt verkauft. Die Zukunft des Olympiapferdes FRH Butts Abraxxas, den sich Ingrid Klimke noch mit einem Miteigentümer teilt, ist auch noch offen. Wie auch immer die Verhandlungen ausgehen: "Ich kann mit dem Nachwuchs unbeschwert in die Saison starten."
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Dieses Pferd hat auch eine Mutter mit reichlich VS- Qualitäten von der Abstammung über den Hengst Heling v. Bucephalos und dann noch über Parforce, wer die beiden gezüchtet hat, brauch ich Ihnen ja wohl nicht zu sagen...
Hans Magers
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