Interview Michael Spethmann
Luhmühlen attraktiver für internationale Szene
Michael Spethmann, als Geschäftsführer der Ostfriesischen Teegesellschaft mit der Marke Milford schon seit 27 Jahren ein Hauptsponsor in Luhmühlen und zudem als Gesellschafter der Turniergesellschaft und Vorsitzender des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) sehr stark engagiert für die deutsche Vielseitigkeitsreiterei, erklärt im Interview die Beweggründe für die Aufwertung der Milford Trophy von Zwei- auf Drei-Sterne-Niveau.
Wie kam es zu der Entscheidung, die so erfolgreiche Milford Trophy zu verändern?
Spethmann: „Wir waren mit der Situation, dass die Milford Trophy als Zwei-Sterne-Prüfung ausgetragen wurde, bisher durchaus immer sehr zufrieden. Aber es wäre einfach falsch, die Chance nicht zu nutzen, den deutschen Reiter- und Pferdenachwuchs unter den idealen Bedingungen in Luhmühlen, mit dem erstklassigen Geläuf, der guten Anlage und ausgezeichneten Organisation, an das Drei-Sterne-Niveau heranzuführen. Wir haben in Deutschland viele gute Zwei-Sterne-Turniere, aber es war durchaus Bedarf für eine weitere Drei-Sterne-Veranstaltungen. Und natürlich ist es auch mit Blick auf die internationalen Starter eine gute Chance, dass das Turnier insgesamt an Attraktivität gewinnt, wenn diese neben dem Start in der Vier-Sterne-Prüfung auch noch ihre hoffnungsvollen Drei-Sterne- Pferde mitbringen können“.
Erhöht sich mit der Schwierigkeit auch das Preisgeld?
Spethmann: „Ja, wir heben das Preisgeld für die Milford Trophy von 7.500 Euro auf 10.000 Euro an. Aber das Preisgeld ist nur ein Aspekt. Ich sehe hier die Chance, fortzusetzen, was wir über Jahre mit der Milford Trophy auf Zwei-Sterne-Niveau begonnen haben – nämlich Top-Pferde für den oberen Leistungsbereich zu entwickeln. Ein Beispiel wäre da etwa Sinjang, der sich mit Beeke Kaack hier in Luhmühlen nach und nach für höhere Aufgaben empfehlen konnte und nun mit ihr zum Olympiakader gehört.“
War vielleicht auch eine Niveauanpassung an die Hauptprüfung nötig?
Spethmann: „Natürlich ist es auch eine Art Niveau-Anpassung an die nun im vierten Jahr auf Vier-Sterne-Niveau stattfindet. Dennoch wird es da weiter eine klare Differenzierung geben. Die Milford Trophy bleibt eine Kurzprüfung, ein CIC, was sich ja auch in der kürzeren Geländestrecke manifestiert. Aber wir werden in die neue Geländestrecke natürlich auch für die Milford-Trophy die neu gemachten Teiche integrieren. Das wird auf jeden Fall eine schöne, attraktive Prüfung.“
Wie sind Sie denn mit der generellen Entwicklung zufrieden?
Spethmann: „Insgesamt sehe ich die Entwicklung, die wir in den letzten Jahren mit dem Turnierstandort Luhmühlen gemacht haben, als extrem positiv. Wir haben uns vom Status als eines von vielen guten Turnieren mit einer Prüfung zum weltweit beachteten Top-Turnier auf Vier-Sterne-Niveau mit zwei attraktiven Prüfungen entwickelt. Aber ich bin auch ganz sicher, dass wir noch keineswegs am Ende sind mit dieser Entwicklung. Neu ist in diesem Jahr ja auch, dass wir mit der Aufwertung der Milford Trophy den Zeitplan verändert haben, so dass wir wieder den reinen Geländetag am Samstag haben. Davon verspreche ich mir auch in Bezug auf den Zuschauerzuspruch sehr viel.“
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