Serve Wells Sohn
Jährling hat schon eine Schleife aus Luhmühlen
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Es war keine Baby-Pause, sondern eine Dressur-Pause vom Vielseitigkeitssport: FRH Serve Well hat sich am Wochenende beim CIC*** in Wiesbaden mit Andreas Dibowski im Busch mit einem 4. Platz zurückgemeldet – und sie ist Mutter eines hoffnungsvollen Hengst-Jährlings, der nach dem Pedigree alles für eine tolle Karriere mitbringt.
Aus dem kleinen Fuchs, am 1. Mai 2009 genau ein Jahr alt, ist inzwischen ein Schimmel geworden. Und der Serve-Well-Sohn hat bereits eine Luhmühlen-Platzierung im Schleifenkasten: Bei der Fohlenschau am Ort der großen Vielseitigkeiten belegte der jetzt 1,55 Meter große Nachwuchs den 3. Platz. Besitzerin Beate Hohnfeldt ist ganz stolz auf den ersten Erfolg.
S-Dressur-Platzierungen
Die Eigentümerin der Stute hatte sich 2008 – wie von buschreiter.de ausführlich berichtet – wohlbegründet gegen einen Olympia-Einsatz entschieden, nachdem Serve Well 2007 in Badminton mit Andreas Dibowski ihre Weltklasse im wahrsten Sinn eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. Trotzdem mischte die Stute dann 2008 im Top-Sport mit, wenn auch "nur" auf dem Dressurviereck: Beate Hohnfeldt war mit Serve Well bis S-Dressur platziert.
Hannoveraner-Stute als Leihmutter
Außerdem wurde die Stute (von Sherlock Holmes, MV: Warkant) von dem Halbblüter Newcomer (siehe Klostergut Mönchehof) gedeckt, hat aber das Fohlen nicht selbst ausgetragen: Nach einer Woche wurde der Embryone ausgespült und einer Leihmutter eingesetzt. Dabei handelte es sich quasi um eine prominente Stute, die Hannoveranerin Gina von Manfred Schäfer, Vorsitzender des Hannoveraner-Verbandes.
"Ein optimales Geländepferd"
Am 1. Mai 2008 erblickte der Serve-Well-Sohn das Licht der Welt. Beate Hohnfeldt hat ihn, wie die Mutter, "gezielt als Buschpferd gezüchtet". Immerhin hat die reitende Tierärztin die Stute selbst bis Ein-Sterne platziert, bevor Andreas Dibowski die Top-Erfolge hinzufügte. Beate Hohnfeldt im buschreiter-Interview: "Ich wollte einen Newcomer haben, er ist Klasse, rittig, mutig im Gelände, gut im Springen, ein optimales Geländepferd."
Dressur-Vizeweltmeister als Vater
Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Serve Well ihre überragenden Veranlagungen weitergibt: Geplant ist, dass die Stute nochmals per Embryonentransfer ein Fohlen hervorbringt. Die Eigentümerin verrät auch, wer diesmal der Vater sein soll: der Vizeweltmeister der Dressurpferde, der Trakehner-Halbblüter Imperio.
www.klostergut-moenchehof.de
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