Serve Well/Andreas Dibowski
Buschweltpferd 2008 nur auf dem Viereck
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Da waren es noch 13: Die Olympia-Longlist ist bei voller Gesundheit um ein weiteres Pferd dezimiert worden: Serve Well, eines von zwei potenziellen Hongkong-Pferden von Andreas Dibowski, steht für den olympischen Wettbewerb nicht zur Verfügung.
Das ist für die Buschszene ein höchst ungewöhnlicher Vorgang (auch wenn Fans gleich wieder eine Reihe weiterer Fälle nennen können...): Serve Well soll in dieser Saison mit der Eigentümerin ausschließlich Dressuren gehen und deshalb nicht in der Vielseitigkeit eingesetzt werden. Auf der Website von Andreas Dibowski ist wörtlich nachzulesen: "Nachdem FRH Serve Well sowohl in Luhmühlen als auch jetzt in Sieversen sich mit ihrer Besitzerin, Beate Hohnfeld, in der L und in der M-Dressur hoch plazieren konnte, ist für das Qlympische Jahr in Absprache mit mir eine Entscheidung getroffen worden: FRH Serve Well wird mir in diesem Jahr nicht für die Vielseitigkeit zur Verfügung stehen. Beate möchte die Stute selber in Prüfungen vorstellen und traf diese Entscheidung aus persönlichen Gründen, die ich voll und ganz akzeptiere."
Hoffnung ruht auf Butts Leon
Allerdings dürfte diese Entscheidung ein ziemlicher Schlag für die Championatsambitionen von Andreas Dibowski sein: Die Stute hat sich inzwischen als ein Weltpferd in der Vielseitigkeit erweisen – spätestens nach dem sensationellen 2. Platz 2007 beim Klassiker der Klassiker in Badminton. Um ein Haar wäre für Dibo und Serve Well der Traum vom Sieg beim CCI**** wahr geworden. Dibo befindet sich bekanntlich mit einem zweiten Pferd auf der Olympia-Longlist, mit Euroridings Butts Leon. Und der hat erst kürzlich im portugiesischen Barroca d'Alva die Qualifikationswertung geschafft.
Jedenfalls umfasst die Longlist – falls buschreiter richtig zählen kann – im Moment noch 13 Vierbeiner, nachdem ja Ingrid Klimkes Seacookie TSF an den Sponsor des englischen Championatsreiters William Fox-Pitt verkauft worden ist. Die Devise lautet: Ab jetzt werden keine Pferde mehr verkauft, alle bleiben fit – und dem Vielseitigkeitszirkus erhalten ...
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