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Titel Nummer drei für Frank Ostholt, dem Beeke Kaack (links) oder Simone Deitermann die Goldmedaille beinahe abgejagt hätten. Ostholt machte es im Springen mit zwei Zeitfehlern noch einmal richtig spannend (alle Fotos: Julia Rau) |
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Schenefeld 2008 Beispiellose Erfolgsserie: Noch ein Titel für Frank Ostholt Mit dem Sieg von Frank Ostholt (33) und Air Jordan ging die „Schenefelder Vielseitigkeit 2008“ im Reitstall Klövensteen am Westrand Hamburg zu Ende. Der Mannschaftsolympiasieger von Hongkong (mit Mr. Medicott), der mit dem Fuchswallach schon 2003 und 2005 den Einzeltitel gewonnen hatte, wurde in Abwesenheit seiner Goldkameraden Hinrich Romeike (Nübbel) und Ingrid Klimke (Münster), die kein adäquates Zweitpferd zur Verfügung haben, seiner Favoritenrolle gerecht. Mit dem besten Dressurergebnis des Teilnehmerfeldes von 41,8 Minuspunkten übernahm Frank Ostholt bereits nach der ersten Teilprüfung die Führung und gab diese weder im Gelände noch im Springen ab. Finale zum Atemanhalten Allerdings machte es der Pferdewirtschaftsmeister spannend. Im anspruchsvollen, 500 Meter langen Springparcours (12 Hindernisse/15 Sprünge), war Ostholt mit 81,27 Sekunden 1,27 Sekunden zu langsam und kassierte zwei Zeitfehler. Letztlich blieb ihm bei 43,80 Punkten aber ein Vorsprung von 0,8 Punkten gegenüber Beeke Kaack (Schmalensee), die den Stangenwald mit Sinjang makellos bewältigt hatte und mit 44,60 Punkten noch an der nach Dressur und Gelände Zweiten, Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau (47,00), vorbeizog. "Ganz kontrolliert geritten" "Ich hatte mit meinen zweiten Pferd Little Paint zwei Abwürfe und bin daher mit Air Jordan ganz kontrolliert geritten. Ich war mir auch nicht ganz sicher, ob es mit der Zeit reicht. Als durch den Lautsprecher kam: 'Kein Abwurf, aber...', da dachte ich schon, das war's", so Ostholt. Das wäre es auch gewesen, wenn sich seine bis dahin engste Verfolgerin Simone Deitermann nicht einen Abwurf geleistet hätte. Kai Rüder (Blieschendorf) wäre mit Leprince de Bois dank einer Nullrunde im Springen fast noch der Sprung aufs Treppchen gelungen (49,1). Olympiasieger Andreas Dibowski (Egestorf) landete mit FRH Fantasia (57,80) auf Rang fünf. Frank Ostholt wurde mit Little Paint, mit dem er beim CCI4*-Event von Luhmühlen Zweiter geworden war, Sechster (57,80). Gute Tat durch fehlerfreien Ritt Die CIC2*-Prüfung ging an die deutsche Meisterin der Jungen Reiter, Julia Krajewski (Warendorf) mit Lost Prophecy. Das Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit gewann damit auch den Ehrenpreis des Prüfungssponsors Maritim Invest über einen zweiwöchigen Lehrgang bei einem renommierten Vielseitigkeitsreiter. Überdies kam durch die Charity-Aktion des Sponsors, der für jeden fehlerfreien Ritt im Gelände und im Springparcours 100 Euro stiftete, 8300 Euro zusammen, die das Unternehmen auf 10000 Euro aufstockte und bei der Siegerehrung Michael Stich einen entsprechenden Scheck für dessen Stiftung übergab. 2009 EM-Sichtung Die Schenefelder Vielseitigkeit 2009 soll wieder früher stattfinden und die letzte Sichtung der deutschen Reiter vor der EM in Fontainebleau (Mitte September 2009) sein. Das bestätigte Michael Spethmann, der Vorsitzende des DOKR-Vielseitigkeitsausschusses. Als erste Siegerin des Tages wurde Sandra Auffarth (21) aus Warendorf gefeiert. Die deutsche Meisterin der Jungen Reiter (2005/2007) setzte sich in der nationalen Drei-Sterne-Prüfung (CNC3*) mit ihrem elfjährigen Oldenburger Wallach Carlos durch (46,70 Minuspunkte). Das Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit in Warendorf hatte die Führung Start-Ziel inne, also von der Dressuraufgabe an, und baute den Vorsprung durch eine Nullrunde im abschließenden Springen gegenüber Tim Lips (Niederlande) mit Van Schijndel's Owaola (55,70) und Julia Mestern (Neritz) mit Hamlett (56,50) noch aus, weil sich beide Konkurrenten je einen Abwurf leisteten. Nur Horst Karsten hat mehr Titel Mit seinem Sieg steht Frank Ostholt nun in einer Reihe mit Otto Ammermann, Dr. Matthias Baumann, Ingrid Klimke und Bettina Hoy, die den Meistertitel in der Vielseitigkeit ebenfalls drei Mal erringen konnten. Unangefochtene Nummer eins der Titeljäger bleibt allerdings Horst Karsten (Delmenhorst), der im Laufe seiner Karriere fünf Mal ganz oben auf dem Treppchen stand. "Ich habe einen unglaublichen Lauf in diesem Jahr", strahlte Ostholt nach seinem Sieg. Diese begann im Frühjahr mit dem Sieg im Berufsreiterchampionat Vielseitigkeit und führte über Goldmedaillen bei den Westfälischen Meisterschaften, bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Hünxe und den Olympischen Spielen und nun zur Deutschen Meisterschaft. Drei Prüfungen in Frankreich Und noch ist die Saison für den Warendorfer nicht zu Ende. So stehen für ihn unter anderem noch drei bedeutende Turniere in Frankreich auf dem Programm: das Weltcupfinale in Deauville, die Vier-Sterne-Prüfung in Pau sowie die Weltmeisterschaften des Jungen Vielseitigkeitspferdes in Lion d'Angers. Insgesamt gingen in Schenefeld 21 Paare in der Weltcupqualifikationsprüfung an den Start, 17 Paare bewarben sich um den Meistertitel. "Sicher fehlten durch die Olympischen Spiele einige gute Paare in Schenefeld, auch die Weltcupprüfung im französischen Cherbourg am vergangenen Wochenende hat uns einige Starter gekostet. Aber gerade in der Deutschen Meisterschaft hatten wir ein sehr gutes Starterfeld. Dazu kommen ja noch die Teilnehmer an der nationalen S-Prüfung, die speziell für jüngere Reiter und Pferde ausgeschrieben war und in der wir einige sehr vielversprechende Kombinationen gesehen haben", sagte dazu Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). Rätselraten über Gesundheitszustand Überschattet worden war diese Prüfung durch den Sturz des für Kroatien reitenden Pepo Puch am Geländetag. Der Reiter war an Hindernis fünf unglücklich von seinem Pferd Lady Voltaire gestürzt und daraufhin zur weiteren Untersuchung in eine Hamburger Spezialklinik gebracht worden. Wie von dort zu hören war, hat sich sein Zustand inzwischen minimal gebessert. In einer entsprechenden Pressemitteilung wurde von einer positiven Tendenz gesprochen. Verlässliche Informationen über die Art und Schwere der Verletzung waren am Sonntag weder von Veranstalterseite noch aus Teilnehmerkreisen zu erhalten. Aktive hofften bei Turnierschluss, dass Pepo Puch schon bald das Krankenhaus wieder verlassen könnte. Von einer Wirbelsäulenstauchung und Schwellungen war die Rede. Bei dem verunglückten Reiter waren in der Klinik ausführliche Computer-Tomogramm-Untersuchungen gemacht worden. Die Nachricht von dem Sturz von Puch veranlasste seine Partnerin Michele Schwarzenbach, von einem Springturnier im Ausland direkt nach Schenefeld zu reisen. Zehn EM-Teilnehmer benannt Im Anschluss an die internationale Zwei-Sterne-Sichtungsprüfung (CIC**) hat der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) zehn Paare für die Teilnehmer an den Europameisterschaften der Jungen Reiter in Kreuth (25. bis 28. September) benannt. Im Einzelnen sind dies (alphabetisch): Sonja Buck (Pfalzgrafenweiler) mit Ohio; Antje Deparade (Engersen) mit Komtess; Johanna Dörner (Bocholt) mit Eden Rock; Bettina von Fallois (Lensahn) mit Little Milford; Julia Krajewski (Warendorf) mit Lost Prophecy; Sabrina Mertens (Sassenberg) mit Divolo; Charlotte Offeney (Burgwedel) mit Killossery Kobra; Franziska Roth (Dörpen) mit Dictus J; Julia Weiser (Dorstadt) mit Abendflirt FRH; Benjamin Winter (Dortmund) mit Wild Thing Z. Weitere Informationen unter www.schenefeld-eventing.de |
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