Schenefeld 2008: Deutsche Meisterschaft/Weltcup-Quali/Gelände
Frank Ostholt auf dem Weg zum dritten Meistertitel
In der Hauptprüfung, der Weltcup-Qualifikation (CIC3*-W) über 4075 Meter und 27 Hindernisse (38 Sprünge), behauptete Mannschaftsolympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) mit dem 13-jährigen Fuchswallach Air Jordan die Führung in der DM-Einzelwertung (41,80 Strafpunkte).
Der 33-jährige Leiter des DOKR-Ausbildungszentrums in Warendorf war einer von sechs Teilnehmern, die nicht nur ohne Hindernisfehler, sondern auch innerhalb der erlaubten Zeit von 7:10 Minuten blieben. Auch auf den nachfolgenden "Podestplätzen" gab es keine Veränderungen: Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau (43,00) und Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang (44,60) sind vor dem abschließenden Springen am Sonntag um 15 Uhr weiterhin Ostholts härteste Verfolger. Da der Abstand zwischen den Konkurrenten weniger als einen Springfehler beträgt, könnte das Finale kaum spannender sein. Auch Goldmedaillengewinner Andreas Dibowski (Egestorf) mit FRH Fantasia (51,80) als Sechster darf sich noch Chancen Titel ausrechnen.
Per Hubschrauber ins Krankenhaus
Mit einem unglücklichen Start begann der Geländetag der „Schenefelder Vielseitigkeit 2008“ am Reitstall Klövensteen. In der ersten Prüfung des Tages, einer nationalen Drei-Sterne-Prüfung mit ausländischen Gästen (CNC3*), stürzte der für Kroatien startende Österreicher Pepo Puch an Hindernis 6, einem Coffin (höhere Absprungstelle mit tieferer Landestelle). Obwohl der Reiter bewegungslos liegen blieb, reagierte er sofort auf Ansprache der Sanitäter. Weil die Situation für den herbeigerufenen Notarzt aber unübersichtlich war, ordnete der als Vorsichtsmaßnahme eine Verlegung per Hubschrauber ins Krankenhaus Boberg an, wo eine umfangreich CT-Untersuchung vorgenommen wird. Puchs neunjährige Stute Lady Voltaire, die bei der Landung gestrauchelt war, blieb unverletzt.
Am Nachmittag und auch am Abend des Samstags hieß es dann, Pepo Puch gehe es nach dem Unfall wieder besser.
Führende fehlerfrei
Vor dem abschließenden Springen am Sonntag führt die Neritzer B-Kader-Reiterin Julia Mestern (RV Floggensee), die den 3700 Meter langen Geländekurs mit 25 Hindernissen (36 Sprünge) mit Hamlett als einzige von 27 Teilnehmern ohne Fehler und in der erlaubten Zeit von 6:50 Minuten absolvierte.
Neben der Tatsache, dass über 6000 Zuschauer die Wettkämpfe rund um den Stall Klövensteen verfolgten, freute sich Turnierdirektor Hinrich Groth auch über die Nachricht aus dem Krankenhaus Boberg. Der nach einem Sturz am Morgen in der CIC2*-Prüfung per Hubschrauber eingelieferte Österreicher Pepo Puch befindet sich auf dem Wege der Besserung.
Bei einem Empfang für die Olympiareiter am Ende des Schenefelder Geländetages wurde unter anderem Bundestrainer Christopher Bartle von den Medaillengewinnern und Fans überschwänglich gefeiert. Für den Olympia-Empfang in Schenefeld hatten sich 500 Gäste angemeldet.
Weitere Informationen über: www.schenefeld-eventing.com
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