Kai Rüder/Olympia-Qualifikation
Katmandu blickt Richtung Hongkong
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Spezialauftrag von den Bundestrainern: Kai Rüder ist am am letzten April-Wochenende dabei, im polnischen Bialy Bor die fehlende Olympia-Qualifikation für Katmandu zu erwerben. Der Auftakt am Freitag mit einer 47er Dressur war ordentlich.
Kai Rüder ist zwar nicht auf der Longlist für Hongkong aufgeführt, aber er hat von Hans Melzer und von Christopher Bartle den Auftrag erhalten, "sich ins Zeug zu legen" und als möglicher Reservist für Olympia bereit zu stehen – falls der Kreis der Championatspaare dezimiert werden sollte. Die förmliche Akkreditierung ist nach buschreiter-Informationen bereits erfolgt. Rüder hat bereits Reservisten- und Olympiaerfahrung: Er war Ersatzreiter der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona und nahm an den Olympischen Spielen in Sydney 2000 und den Weltreiterspielen in Jerez de la Frontera 2002 teil.
Der Eventer aus Fehmarn hat sich nun einige Wochen in England aufgehalten, um sich optimal für die mögliche Olympia-Aufgabe vorzubereiten. Die Intensivbetreuung auf der Insel lag in den Händen von Christopher Bartle. Burnham Market war als Einlaufprüfung für Katmandu gedacht, doch es lief nicht alles nach Plan: Das Pferd hatte sich einen Infekt eingefangen und war nicht topfit. Bei einer Drei-Sterne-Kurzprüfung in Belton Park gelang Kai Rüder in einem Weltklasse-Feld der Platz 8 im Sattel von Katmandu. Sein zweites Pferd Le Prince des Bois ritt er an die 16. Stelle. Letzterer kann dem Quali-Treiben recht gelassen zusehen: Der Vierbeiner hat seit Kreuth 2007 bereits die Olymia-Option erworben. Das Pferd wird am Wochenende in Bialy Bor in der Zwei-Sterne-Prüfung am Start sein, um so optimal für den CIC*** in Marbach vorbereitet zu sein.
Katmandu dagegen soll im CCI*** in Polen rechtzeitig vor dem Stichtag die formalen Voraussetzungen für einen möglichen Start im Schatten der Skyline von Hongkong erfüllen.
Bialy Bor im Internet
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