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EM-Test Pratoni del Vivaro
Drei Sterne ohne Strafpunkte
Beim Europameisterschaftstest der Vielseitigkeitsreiter im italienischen Pratoni del Vivaro in der Nähe Roms hat Dirk Schrade (Warendorf) den vierten Platz belegt. Mit der Stute Be My Guest blieb er als Einziger der insgesamt 51 Teilnehmer auf der Geländestrecke der internationalen Drei-Sterne-Prüfung (CCI3*) ohne Strafpunkte.
Während sich Schrade mit seiner Nullrunde durch das knapp 6.000 Meter lange Gelände vom 15.Platz nach Dressur auf den vorläufig dritten Rang verbessern konnte, endete der Ritt des zweiten deutschen Paares, Ingrid Klimke (Münster) mit ihrem Nachwuchspferd FRH Butts Abraxxas, vorzeitig am letzten Wasserhindernis - kurz vor Erreichen des Zieles. Ross und Reiter hatten einen Sturz, der glimpflich verlief, aber laut Reglement zum Ausschluss führte. "Das war ausgesprochen schade, denn Ingrid und Abraxxas lagen nach Dressur auf Platz zwei und auch im Gelände lief es bis dahin sehr gut. Die beiden nahmen überall den direkten Weg und wären wahrscheinlich auch innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel gekommen", bedauerte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) das Malheur der deutschen Topreiterin. Für die Mannschaftsweltmeisterin endete die Prüfung somit vorzeitig, während Schrade am 1. Mai noch zur abschließenden Springprüfung antreten musste. Hier schlugen zwei Abwürfe - acht Strafpunkte - für den gebürtigen Schwaben zu Buche, der damit mit einem Endstand von 61,10 Minuspunkten auf Platz vier landete. Der Sieg ging an den französischen Mannschafts-Olympiasieger Nicolas Touzaint mit Galan de Sauvagère, Zweiter wurde sein Landsmann Arnaud Boiteau mit Expo du Moulin. Auf dem dritten Platz landete der Italiener Fabio Magni mit Loro Piana Southern King.
Pratoni del Vivaro, unter anderem Austragungsort der Vielseitigkeits-WM 1998, ist vom 13. bis 16. September Schauplatz der Europameisterschaften Vielseitigkeit. Insofern bot das CCI3* einen Vorgeschmack auf das, was die europäischen Topreiter im Herbst erwartet. "Die Geländeprüfung war ausgesprochen anspruchsvoll", sagte Hans Melzer. "Bekannt ist, dass das hügelige Gelände konditionell einiges abverlangt. Aber auch von den Hindernissen und technischen Aufgaben her, bewegte sich der Kurs eher auf Dreieinhalb-Sterne- als auf Drei-Sterne-Niveau." Von ursprünglich 51 Teilnehmern traten 29 zum Springen an. (Uta Helkenberg/fn-press)
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