Pepo Puch geht es viel besser
Ist die Rückkehr in der Sport 2010 geplant?
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Der für Kroatien startende österreichische Vielseitigkeitsreiter Pepo Puch ist nach seinem schweren Unfall 2008 in Schenefeld weiter auf dem Weg der Besserung. Im buschreiter-Interview sagte der international bekannte Eventer: "Es gibt eine gute Chance, dass ich wieder ganz gesund werde."
Pepo Puch ist nach monatelanger Behandlung und Rehabilitation in der Züricher Uni-Klinik nach Hause in die Steiermark in Österreich zurückgekehrt, wo er die Physiotherapie intensiv fortsetzt. In den eigenen vier Wänden läuft der 42-Jährige ohne Gehhilfen. Lediglich im Freien benutzt er Krücken, wie er im buschreiter-Gespräch erklärte. Sein Tagesablauf ist auch dadurch geprägt, dass er seiner Frau Michelle, vormals Schwarzenbach, ebenfalls Vielseitigkeits- und Springreiterin, bei der Arbeit mit den Pferden zusieht und manchen Tip gibt. "Training oder Unterricht wäre zu viel gesagt, sie ist ja die viel bessere Reiterin als ich", sagte Pepo Puch bescheiden.
"Ich mache mir keinen Druck"
Der ambitionierte Amateur hat in Thalheim in der Nähe von Wiendorf einen eigenen Reitstall mit zehn Boxen, einer Reithalle und zehn Hektar Grund. Pepo Puch schloss im buschreiter-Interview aus, dass er in der Saison 2009 schon wieder aufs Pferd zurückkehren werde. Aber eine solche Überlegung für die Saison 2010 gebe es schon. Puch: "Ich will mich da noch nicht festlegen und mir keinen Druck machen. Wichtig ist, dass ich wieder absolut fit bin." Viel wichtiger sei für ihn jetzt, dass er seine volle Beweglichkeit wiedererlange und mit seiner eineinhalbjährigen Tochter Lou problemlos spielen könne.
Fox-Pitt hat Stute gekauft
Pepo Puch hatte sich in Schenefeld bei einem nach eigenen Angaben eher unspektakulären Sturz von der 8-jährigen Stute Lady Voltaire eine schwere Wirbelsäulenverletzung zugezogen, die zu erheblichen Lähmungserscheinungen geführt hatte. Der Verunglückte war im vergangenen Jahr von Hamburg nach Zürich verlegt und dort am Rückgrat operiert worden. Lady Voltaire hat übrigens inzwischen der britische Championatsreiter William Fox-Pitt gekauft. Ein weiteres Pferd von Pepo Puch hat einen neuen Eigentümer in Italien gefunden.
Flut von Briefen und Mails
Sehr gerührt ist Pepo Puch von der großen Anteilnahme der Vielseitigkeits-Community daheim und im Ausland. Zahlreiche Buschreiter haben auf allen möglichen Kommunikationskanälen immer wieder nachgefragt und ihm alles Gute gewünscht. Über 100 Mails und Briefe haben ihn am Krankenbett erreicht, die er zu seinem Bedauern nicht alle beantworten konnte. Besonders beeindruckt war er von der "Genesungs"-Flagge der Teilnehmer des Herbst-Turniers im bayerischen Kreuth und von einem Brief, den die reitenden Teilnehmer des Alpenchampionates im italienischen Montelibretti an ihn geschrieben haben.
Badminton, Olympia, drei Europameisterschaften
Der Österreicher ist einer der erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter der Alpenrepublik: Er war Teilnehmer der Europameisterschaften 2001 in Pau (28. mit Grim), 2003 im irischen Punchestown (22. mit Banville d'Invoy) und 2005 in Blenheim (46. mit diesem Pferd). 2004 belegte er bei den Olympischen Spielen in Athen mit Banville den 63. Platz. 2005 schrieb er mit dem Pferd österreichische Vielseitigkeitsgeschichte und beendete den Vier-Sterne-Klassiker Badminton als 41. von 51. Paaren in der Wertung.
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