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Pepo Puch zusammen mit Dirk Schrade (Archivfoto Julia Rau)

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Pepo Puch

Wirbelsäulenoperation gut überstanden

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Pepo Puch hat nach seiner Verlegung in die Züricher Schulthess-Klinik eine Wirbelsäulenoperation gut überstanden. Sein Allgemeinzustand hat sich nach Informationen von buschreiter.de gebessert. Die Ärzte haben die Hoffnung, dass der Genesungsprozess weiter voranschreitet.

Der österreichische Vielseitigkeitsreiter hatte in Schenefeld beim Sturz von der Stute Lady Voltaire schwere Wirbelsäulenverletzungen und einen "inkompletten Querschnitt" erlitten. In der Züricher Schulthess-Klinik wurde der 42-Jährige von Rückgrat-Spezialisten am dritten und vierten Halswirbel operiert. Ziel war es, die "instabilen" Wirbelsegmente zu stabilisieren. "Das ist gut gelungen", berichtete der Unfallchirurg Dr. Peter Panzenböck, Bekannter und Hausarzt von Pepo Puch, im buschreiter-Gespräch.

"Man muss sehr geduldig sein"

Nerventests hätten außerdem ergeben, dass Nervenfasern "durchgängig" seien. Der Operateur habe sich positiv im Hinblick auf einen Heilungsfortschritt geäußert so Panzenböck. Der Mediziner berichtete buschreiter.de, dass Pepo Puch inzwischen "viel besserer Dinge" sei und sich genau an den Unfallhergang erinnern könne. Allerdings leidet der Championatsreiter nach wie vor an Läumungserscheinungen, insbesondere an den Armen. "Er kann die Beine etwas bewegen", berichtet Dr. Panzenböck. Inwieweit diese Lähmungen abklingen, lässt sich nach Angaben des Arztes im Moment schwer einschätzen. "Das wird sich in drei bis sechs Monaten herausstellen, jetzt muss man sehr geduldig sein."

2000 Eingriffe pro Jahr

Pepo Puch hatte offensichtlich von Anfang an die allerbeste medizinische Versorgung. Die Hamburger Klinik Boberg hat einen ausgezeichneten internationalen Ruf. Und auch die Züricher Schulthess-Klinik zählt zu den besten Adressen vor allem bei Verletzungen der Wirbelsäule. Das Krankenhaus bietet das volle Leistungsspektrum der Wirbelsäulenchirurgie an. Das Wirbelsäulenzentrum der Schulthess-Klinik führt jährlich über 2000 Eingriffe an der Wirbelsäule durch.

Kontaktadresse für Genesungswünsche: Schulthess- Klinik, Lengghalde 2, CH-8008 Zürich, Tel. +41 44 385 71 71, Fax +41 44 385 75 07, info@kws.ch

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Pepo Puch

Weiter auf dem Weg der Besserung

Nach Informationen des Schenefelder Turnierveranstalters ist Pepo Puch aus der Hamburger Klinik Boberg in ein Krankenhaus nach Zürich verlegt worden.

Hier die Pressemitteilung des Veranstalters im Wortlaut:

"Der am vergangenen Sonnabend bei der „Schenefeldelder Vielseitigkeit“ im Gelände schwer gestürzte Österreicher Pepo Puch wird auf Wunsch seiner Familie in eine Klinik nach Zürich verlegt, die auch auf Wirbelsäulenverletzungen spezialisiert ist. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte einer Hamburger Spezialklinik, in die der 42-Jährige am Sonnabend gebracht worden war und in der umfangreiche diagnostische und therapeutische Maßnahmen durchgeführt wurden, befindet sich der Patient weiter auf dem Wege der Besserung.

„Wir sind froh, dass es diese positiven Nachrichten gibt“, sagte der Schenefelder Turnierleiter Hinrich Groth, der tags zuvor im Namen des Elbdörfer- und Schenefelder Reitervereins und der Reiter, die am Turnier teilgenommen hatten, Pepo Puch einen Blumenstrauß mit Glücksschwein ans Krankenbett geschickt hatte."

Unten der Bericht von buschreiter.de vom Montag, 1. September, mit Details der Unfallfolgen, die auf Veranlassung von Pepo Puch selbst durch dessen Hausarzt der Redaktion mitgeteilt worden sind:

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Unfall Pepo Puch

Trotz massiver Lähmungser-scheinungen gibt es Hoffnung

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Einen Tag nach den Deutschen Meisterschaften in Schenefeld gibt es keine guten Nachrichten: Pepo Puch hat bei dem Sturz am Samstag sehr viel schwerere Verletzungen erlitten, als die bisher bekanntgewordenen Informationen vermuten lassen. Wie buschreiter.de aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, zog sich der 42-jährige Österreicher Brüche im Bereich der Halswirbelsäule zu und leidet im Moment an massiven Lähmungen.

Pepo Puch liegt nach wie vor im Hamburger Krankenhaus Boberg, welches als eine der renommiertesten Kliniken für Wirbelsäulenverletzungen in Europa gilt. Der Reiter selbst hat den Wunsch geäußert, dass die Vielseitigkeitsszene über seinen wahren Gesundheitszustand informiert wird. Puchs Reiterfreund Dr. Peter Panzenböck, Unfallchirurg und selbst Vielseitigkeitsreiter aus Österreich, informierte buschreiter.de am Montag darüber, dass bei dem Verunglückten Brüche im Bereich des 3. und 4. Halswirbels sowie ein "inkompletter Querschnitt" festgestellt worden sind. Offensichtlich kam es bei dem Sturz von der 9-jährigen Stute Lady Voltaire im CNC*** in Schenefeld zu Verletzungen des Rückenmarks. Allerdings sind aber auch Teile des Rückenmarks intakt. "Es ist im Moment schwer abzuschätzen, wie stark die Nervenfasern beeinträchtigt sind und was zurückbleibt", sagte Dr. Panzenböck im Interview mit buschreiter.de. Pepo Puch kann ein Bein etwas bewegen, und das sogar gegen Widerstand. "Das ist ein gutes Zeichen", so der Unfallchirurg erleichtert.

Ärzte erwägen Operation

Welche Heilungsaussichten der 42-jährige österreichische Top-Reiter (er startet seit Jahren unter kroatischer Flagge) hat, lässt sich aus Medizinersicht im Moment nicht sagen. Eine verlässliche Prognose erscheint Dr. Panzenböck erst in einigen Wochen möglich zu sein. Am Montag diskutierten die Mediziner in Hamburg dem Vernehmen nach darüber, ob mit einer Operation versucht werden soll, die Brüche an den Wirbelkörpern zu stabilisieren, um so weitere Verletzungen der Nerven zu verhindern und therapeutische Maßnahmen zu ermöglichen.

Airbag-Sicherheitsweste lebensrettend?

Nach Informationen von Dr. Panzenböck hat Pepo Puch bei dem Unfall eine sogenannte Airbag-Sicherheitsweste getragen, die bei dem Sturz ausgelöst hat. Die Jacke ist per Reißleine mit dem Sattel verbunden. Bei einem Zug von 30 Kilogramm wird in der Weste eine Kohlendioxid-Patrone ausgelöst, die in Bruchteilen von Sekunden die Airbag-Elemente aufpumpt. Vermutlich war die Weste mit einem Airbag für den Nackenbereich ausgestattet. "Anscheinend hat ihm dies das Leben gerettet", sagte Panzenböck im buschreiter.de-Interview.

Pferd unverletzt

Pepo Puch war in Schenefeld an Hindernis 6, einem Coffin (höhere Absprungstelle mit tieferer Landestelle), in der nationalen Drei-Sterne-Prüfung mit ausländischer Beteiligung von der 9-jährigen Stute Lady Voltaire gestürzt. Obwohl der Reiter bewegungslos liegen blieb, reagierte er sofort auf Ansprache der Sanitäter. Der Verunglückte wurde sofort per Hubschrauber ins Krankenhaus Boberg gebracht, wo eine umfangreich CT-Untersuchung vorgenommen wurde. Puchs neunjährige Stute Lady Voltaire, die bei der Landung gestrauchelt war, blieb unverletzt.

Pepo Puch ist mit der Schweizer Vielseitigkeits- und Springreiterin Michelle Puch, vormals Schwarzenbach, verheiratet. Sie war am Wochenende von einem Springturnier im Ausland abgereist und nach Hamburg gefahren, um sich um ihren verletzten Mann zu kümmern.

Badminton, Olympia, drei Europameisterschaften

Der Österreicher ist einer der erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter der Alpenrepublik: Er war Teilnehmer der Europameisterschaften 2001 in Pau (28. mit Grim), 2003 im irischen Punchestown (22. mit Banville d'Invoy) und 2005 in Blenheim (46. mit diesem Pferd). 2004 belegte er bei den Olympischen Spielen in Athen mit Banville den 63. Platz. 2005 schrieb er mit dem Pferd österreichische Vielseitigkeitsgeschichte und beendete den Vier-Sterne-Klassiker Badminton als 41. von 51. Paaren in der Wertung.

Über Schenefeld steht kein guter Stern: 2007 war die deutsche Vielseitigkeitsreiterin Tina Richter-Vietor dort bei einem Sturz im Gelände tödlich verunglückt.

Kontakt zur Redaktion

Lesermeinungen

Absolutes "Bild"-Niveau

In ihrem Artikel über den Unfall von Herrn Puch nehme ich zum letzten Absatz Stellung: "Über Schenefeld...." Mit so einem Satz erreicht "Buschreiter.de" absolutes "Bild"-Niveau.

Erstens verunsichert es die Reiter und zweitens ist es unfair dem Veranstalter gegenüber. Vielleicht sollten die Redakteure einmal mehr ihre Artikel gegenlesen und auf solche Aussagen verzichten, davon hat niemand etwas.

Annette Pröpper

P.S. Auf diesem Wege beste Genesungswünsche an Pepo Puch!

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