Preis der Besten 2008:
Overnight-Sieger: Winter und Wild Thing
Schon zu Beginn der Saison hat es sich bei mehreren Events abgezeichnet, der Preis der Besten in Warendorf hat es am Wochenende bestätigt: Benjamin Winter ist der Beste der besten Nachwuchsvielseitigkeitsreiter in Deutschland.
Beim "Preis der Besten" in Warendorf landete der 19-jährige Dortmunder mit seinem zehnjährigen Westfalen Wild Thing Z v. Wessex einen Start-Ziel-Sieg und verwies damit die Junioreneuropameisterin und Deutsche Meisterin Franziska Roth (Dörpen) mit Dictus J und Julia Krajewski (Warendorf), Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit, mit Lost Prophecy auf die Plätze. Dies hat buschreiter.de einer Pressemitteilung der FN entnommen.
Start um vier Uhr früh
"Der frühe Vogel fängt den Wurm", sagt ein altes Sprichwort, das sich auch für den frisch gebackenen Preis-der-Besten-Sieger Benjamin Winter bewahrheitete. Er musste am Samstagmorgen bereits um vier Uhr aus den Federn , um pünktlich um Sieben nach sieben Uhr als zweiter Starter aufs Warendorfer Viereck zu gehen. Das frühe Aufstehen lohnte sich jedoch. Mit 46,6 Minuspunkten legte der Dortmunder ein Ergebnis vor, an das im Verlaufe der Dressurprüfung lediglich Franca Lüdeke (Bonn) mit Ex-Bundeschampion Parlando heranreichte. Auch sie erzielte im Viereck 46,6 Minuspunkte, zu denen im Springen aber weitere elf sowie 11,6 Minuspunkte im Gelände hinzukamen (Endstand 69,20/Platz zehn).
Null im Parcours
Benjamin Winter dagegen verließ den Parcours mit weißer Weste und führte damit das 25 Paare umfassende Starterfeld vor der abschließenden Geländeprüfung an. Fehlerfrei im Springen blieben auch Franziska Roth (47,8) und Julia Krajewski (49,1), die damit die bis dahin Drittplatzierte Johanna Dörner (Bocholt) mit Eden Rock hinter sich ließen (Endstand 51,20/Platz vier) und auf Winter aufschlossen.
Einbrechende Dunkelheit
An dieser Reihenfolge änderte sich auch nach der Geländeprüfung nichts mehr, die für das Spitzentrio sowie sechs weitere Paare auf den Sonntagmorgen verschoben worden war. Auf Grund einbrechender Dunkelheit hatten sich die Verantwortlichen am Samstagabend entschlossen, die Geländeprüfung nicht zu Ende zu führen. "Wir hatten die Prüfung bewusst ans Ende des Veranstaltungstages gelegt, damit möglichst viele die Chance haben, den Geländeritt zu sehen. Das hat in den Vorjahren immer gut geklappt und wäre bei schönem Wetter sicher auch kein Problem gewesen", sagte Turnierleiter Carsten Rotermund. "Für das kommende Jahr werden wir die Zeiteinteilung aber auf jeden Fall überdenken."
Kaderreiter unangefochten
Für die "Sonntags-Reiter" hieß das zwar, noch einmal früh aufstehen, zahlte sich für die meisten aber mit einer Nullrunde über die Hindernisse des Warendorfer Vielseitigkeitsplatzes aus. Winter, Roth und Krajewski beendeten ebenso wie Wilhelm Dumrath (Hamburg) mit Carara H (51,30) die Prüfung mit ihren Dressurpunkten. "Das Ergebnis brachte keine großen Überraschungen. Die Kaderreiter machten die Platzierungen unter sich aus und waren durch die Bank in allen drei Disziplinen gut", lobte Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg). "Danach gab es allerdings einen leistungsmäßigen Bruch. Wir haben dieses Jahr etwas mehr Paare als sonst für Warendorf zugelassen, was sich nicht so bewährt hat. Wir werden im kommenden Jahr wieder strenger auswählen, um niemanden zu überfordern, denn der Preis der Besten liegt ja terminlich sehr früh im Jahr."
Weitere Informationen unter www.preis-der-besten.de
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