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Bestes deutsches Paar bei der Pony-EM in Polen: Stefanie Bendfeldt und Dara (Archivfoto Ronald Hogrebe)

Pony-Europameisterschaft 2011

Deutsche fahren ohne Medaille nach Hause

Die erfolgsgewohnten deutschen Nachwuchs-Vielseitigkeitsreiter kehren zum ersten Mal seit vielen Jahren von einer Europameisterschaft ohne Medaille zurück: Im polnischen Jaszkowo holte die Konkurrenz aus anderen Buschreiter-Nationen das Edelmetall.

Einen Doppelerfolg erzielten die französischen Vielseitigkeitsreiter bei den Pony-Europameisterschaften im polnischen Jaszkowo. Mit nur einem Zehntel Vorsprung gewann die „Equipe Tricolore“ vor der Mannschaft aus Irland. Dritter wurde Großbritannien. In der Einzelwertung holte sich Luce Bentejac mit Mon Nantano de Florys den Titel. Silber ging an Sam Ecroyd (Großbritannien) mit Three Wells Breeze, Bronze gewann Jodie O’Keefe aus Irland mit Castleview Rakish Milly. Die deutschen Reiter gingen erstmals seit Langem leer aus.

Es war im Jahr 2000, als in Hagen a.T.W eine französische Mannschaft zuletzt den Titel holte. Und genau so lange ist es her, dass ein deutsches Vielseitigkeitsteam ohne Medaille von den Pony-EM zurückkehrte. In diese Jahr musste das deutsche Quartett bereits in der Dressur den Franzosen und Briten den Vortritt lassen.

Ein Paar fehlerfrei

Im Gelände kam dann nur Stefanie Bendfeldt (Stöttwang) mit Dara fehlerfrei ins Ziel. Flora Reemtsma (Groß Walmstorf) mit Pamira LK und Hanna-Lea Kehrer (Reutlingen) mit Cyrano mussten sich je eine Verweigerung und Zeitfehler ankreiden lassen und Leoni Leuwer (Königswinter) schied mit Camissa Nera sogar aus. Damit fiel das Team zwei Plätze zurück, und es nützte auch nichts, dass am Sonntag noch einmal alle „null“ im Parcours waren. Es blieb bei Rang fünf.

Noch länger als in der Mannschaftswertung ist es her, dass kein einziges deutsches Paar auf dem Treppchen zu finden war, zuletzt 1994. Bis kurz vor Schluss war Einzelreiterin Rebecca-Juana Gerken (Rümpel) mit Chagall dicht an einer Medaille dran. Mit nur 40,8 Minuspunkten in der Dressur und einem astreinen Geländeritt lag die 15-jährige Holsteinerin vor dem Springen auf Platz zwei. Im Parcours hatte sie allerdings vier Abwürfe – zwei zuviel für Edelmetall. Das hieß Platz zwölf.

"Es kann gut gehen"

„Es war bekannt, dass das Springen die schwächste Disziplin der beiden ist“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter (Warendorf). „Es kann gut gehen oder eben auch nicht. Heute hat es nicht geklappt. Aber bei einer EM kommt natürlich noch eine besondere Anspannung dazu.“

Als beste Deutsche beendete damit die 16-jährige Stefanie Bendfeldt ihre zweite und – aus Altersgründen – letzte EM. Sie kam mit ihrem Dressurergebnis von 52,9 Minuspunkten nach Hause und wurde Fünfte. „Schade, schade. Wenn es in der Dressur etwas besser gelaufen wäre, hätte es für eine Medaille reichen können“, bedauerte Lutter.

Die übrigen deutschen Paare reihten sich in der zweiten Hälfte der Ergebnisliste ein. Flora Reemtsma belegte Platz 24, Hanna-Lea Kehrer kam auf Patz 29. Das Schlusslicht machte die zweite deutsche Einzelreiterin Anna-Katharina Vogel (Biessenhofen) mit McIde. Zu den Fehlern im Geländeritt gesellten sich Abwürfe im Springen. So blieb es für die 14-Jährige bei Platz 40.

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