Deutsche Meisterschaft Pony
Doppeleuropameister-Paar nicht zu schlagen
Nina Stegemann aus Westbevern ist die neue Deutsche Meisterin der Ponyvielseitigkeitsreiter. Die aktuelle Doppeleuropameisterin setzte sich mit Mr. Hale Bob an diesem Wochenende in Löningen-Böen-Bunnen auch gegen die nationale Konkurrenz durch und verwies ihre EM-Teamkolleginnen Jenny Tönjes (Ganderkesee) mit Aircraft und Pia Münker (Meerbusch) mit Biggi auf die Plätze.
Während die frisch gebackene Deutsche Meisterin in Böen-Bunnen einen Start-Ziel-Sieg landete und sich dank eines Dressurergebnisses von nur 40,5 Minuspunkten und einer fehlerfreien Geländerunde im abschließenden Springen sogar vier Strafpunkte für Zeitüberschreitung erlauben durfte, würfelten ihre EM-Mitstreiter ihre Ergebnisse im Parcours noch einmal kräftig durcheinander. Mit Hilfe einer Nullrunde zog die nach Dressur und Gelände noch an fünfter Stelle rangierende Jenny Tönjes mit der bis dahin Zweitplatzierten Pia Münker gleich, die im Parcours einen Fehler hatte hinnehmen müssen. Das bedeutete einen Endstand für 46,9 Minuspunkte für beide Reiterinnen, wonach die bessere Geländeleistung zugunsten von Jenny Tönjes den Ausschlag für die Platzierung gab. Die vierfache Weser-Ems-Meisterin, die auf dem Geländekurs zwar langsamer gewesen, aber dichter an die erlaubte Zeit herangeritten war, durfte die Silbermedaille in Empfang nehmen.
Überraschungen beim Springen
Die Rheinländerin Pia Münker erhielt Bronze vor ihrem Landsmann, dem Vierten im EM-Goldteam, Ben Leuwer (Königswinter) mit Friedrichshof Nighttiger (47,8), der ebenfalls einen Abwurf im Springen kassiert hatte. Gleich zwölf Strafpunkte waren auf das Konto der EM-Einzelreiterin Alina Meister (Löptin) mit Johnny Boy gegangen, die damit vom vierten auf den sechsten Platz in der Meisterschaftswertung zurückfiel (57,3). Sie machte den Weg frei für Jule Wewer (15, Peheim) mit Dorina, die dank einer fehlerfreien Runde in die Gruppe der EM-Reiter vorrückte und Fünfte wurde.
Elf Paare schieden im Gelände aus
Insgesamt bewarben sich 57 Nachwuchsreiter aus ganz Deutschland in Böen-Bunnen um den Meistertitel. 21 von ihnen beendeten die von dem ehemaligen erfolgreichen Championatsreiter Harry Klugmann konzipierte Geländestrecke ohne Hindernisfehler, 15 auch ohne Zeitfehler. Daneben waren aber auch zahlreiche Verweigerungen zu verzeichnen. Besonders die an zentraler Stelle, auf und neben dem Springplatz angelegten Hindernisse bereiteten den gerade den jüngeren Paaren Probleme. Insgesamt schieden elf Paare im Gelände aus. "Viele Reiter kamen mit den Aufgaben mangels Erfahrung noch nicht zurecht. Sie sind die Sprünge zu schnell angegangen, haben das Charakteristische der Streckenführung nicht erkannt. Ich habe den Eindruck, dass das Geländetraining mancherorts einfach vernachlässigt wird. Die Geländestrecke war einer DM würdig, aber nicht zu schwer. Hier gab es keine Aufgabe, die mit etwas Übung nicht zu leisten gewesen wäre", sagte Fritz Lutter (Warendorf), Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter, laut Pressemitteilung der FN.
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