Reiter und Pferde aktuell +++ Reiter und Pferde aktuell
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Markus Schimpel
, Eventer aus dem bayerischen Regensburg, hat sich beim Drei-Sterne-CCI im neuseeländischen Puhinui am internationalen Flughafen von Auckland wacker geschlagen und sicher einen seiner größten Erfolge gefeiert: Er beendete das CCI*** an Platz 13. Gestartet war er vom 14. Dressurplatz mit durchschnittlichen 69.2. Sein Vollblüter William Tell zog dann im schwer eingestuften Cross am Wasser einmal die Notbremse, was dem bayerischen Vielseitigkeitsreiter 35.6 Zeitfehler einbrachte. Abwürfe im Parcours führten dann zum recht stattlichen Punktekonto von 169.8. Aber abgerechnet wird am Schluss und die Sieger sind die Paare, die ankommen. Nicht in der Wertung waren übrigens Kapazitäten wie Blyth Tait/Aspyring und Catronia McLeod/Denver. Gewonnen wurde die letzte internationale Prüfung in diesem Jahr von Vaughn Jeffries, der den 18 Jahre alten Bounce nach diesem Sieg aus dem Sport verabschiedete ein wirkliches Ausnahmepferd, mit dem der Neuseeländer 1994 Einzelweltmeister, 1998 Mannschaftsweltmeister und 1996 in Atlanta Mannschafts-Bronzemedaillengewinner wurde. Jeffries hat sich vorgenommen, den Vierbeiner, der Vielseitigkeitsgeschichte geschrieben hat, nicht auf dem Paddock versauern zu lassen: "Ich denke wir werden zusammenbleiben. Ich werde ihn in guter Form halten, weil er ein wunderbares Pferd ist. Er hat es verdient." (14.12.00/rl/wdn)++++++++
Bettina Overesch, ehemalige Europameisterin und eine der besten deutschen Vielseitigkeitsreiterinnen, ist der einzige schwarz-rot-goldene Eventer, welcher unter den "Top 100" der British Horse Trails Association (BHTA) auftaucht. Die Amazone belegt vor zahlreichen Spitzenreitern auf der Insel Platz 22. Spitzenreiter ist Andrew Nicholson vor Leslie Law und der amtierenden Europameisterin Pippa Funnell. Bettina Overeschs Woodsides Ashby liegt an Platz 69 der Pferde-Wertung, die von Leslie Laws Shear H20 gewonnen wurde.
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Andreas Dibowski findet sich auf Grund seiner Führung in der FEI-Weltrangliste für Vielseitigkeitsreiter in der neuen Ausgabe der "Eventing" nachrichtlich wieder. In dem recht oberflächlichen Kurzporträt wird etwas süffisant auf den "unglücklichen" Zustand verwiesen, dass die Weltrangliste in diesem Jahr leider ohne Sponsor sei. Noch vor den wichtigsten Platzierungen meldete das englische Fachblatt in dem Bericht, dass Dibowski bei seinem ersten Vier-Sterne-CCI in Badminton aufgegeben habe. Kein Wort über den unglücklichen Umstand, dass dies auf massive Probleme mit dem Beschlag von Ginger zurückzuführen gewesen war. "Eventing" ist beim buschreiter.de-Rezensenten wiederholt dadurch unangenehm aufgefallen, dass deutsche Vielseitigkeitsreiter in der Berichterstattung nicht gerade freundlich behandelt werden.
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Christian Landolt, internationaler Vielseitigkeitsreiter und Turnierrichter aus der Schweiz, hat im englischen Wiltshire in der Nähe von Badminton und Gatcombe Park das Anwesen Whatley Manor erworben, um daraus ein Spitzen-Landhotel zu machen. Der Schweizer liegt am Ende der Saison auf Platz 71 der BHTA-Rangliste , trainiert bei Bettina Overesch und Andrew Hoy und hat sich vorgenommen, die Eidgenössische Republik bei den nächsten Europameisterschaften zu vertreten.
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Konstantin Graf von Wengersky
(Neunkirchen) und Lutz Wegener (Ratingen) nahmen im Rahmen eines CCN im niederländischen Wierden-Diebenheim die Goldschleifen der beiden Abteilungen einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse Z mit nach Hause. Von Wengersky siegte mit 80.0/4.8/0 im Sattel von Indiana Jones. Wegener ließ die Konkurrenz mit 88.0/18.4/0 mit seinem Vierbeiner Felini hinter sich. Auf Platz 2 der ersten Abteilung kam Sven Weitjes/Akita aus Kleve mit 80.8/20.4/0.++++++++++++

TSF Boettcher´s Longchamps
ist das erfolgreichste Trakehner Sportpferd und wurde jetzt zum Trakehner des Jahres 2000 proklamiert. Er krönte die Saison mit seiner Olympia-Teilnahme, wenn auch der Ritt von Marina Köhncke im Einzelwettbewerb nicht ganz planmäßig verlief. Longchams hatte die Olympiasichtung mit der Deutschen Vizemeisterschaft begonnen. Der eindrucksvolle schwarzbraune Wallach hatte in Sydney mit 34.8 die zweitbeste Dressur abgeliefert (links). Nur noch Custom Made, das Pferd des nachmaligen Olympiasiegers David O´Connor, war besser gewesen. Der 13-jährige Longchamps stammt von Sir Shostakovich xx und der Patron-Mutter Lantana. Der Trakehner des Jahres 2000 ist 1987 im Stall von Maria Hoogen in Kevelaer geboren. Besitzer des Ausnahmepferdes sind Döthe Loheit und der Trakehner Förderverein (Foto: Chris Hector/FN).++++++++++++
Andreas Dibowski
, mit Ginger Gewinner des CCIO*** Boekelo und inzwischen Sieger der Westeuropazone der Vielseitigkeits-Weltrangliste, brauchte bei dem holländischen Event starke Nerven: Nach dem Cross am Samstag war er mit seiner Stute zunächst als Overnight-Leader ausgerufen worden, um dann bei der folgenden Pressekonferenz wieder "entthront" zu werden. Nun sollten der wenig bekannte Franzose Pierre de Bastard/Athlete de la Cours die Dressur-Gelände-Sieger sein. Am Sonntag vor dem Springen gab es dann eine erneute Korrektur: Kristina Gifford/Captain Christy hatten sich auf dem Papier plötzlich auch noch vor den erfolgreichsten Eventer im Lande geschoben. "Ich habe keine Erklärung für diesen Hickhack, denn Boekelo ist eine internationale Vielseitigkeit mit nunmehr 30-jähriger Tradition. Es hat mich schon geärgert, aber nicht verunsichert", kommentierte Dibowski im buschreiter.de-Interview die Ausgangslage vor dem abschließenden Springen. Ende gut, alles gut. Und am Wochenende 14./15. Oktober mischt der unermüdliche Buschreiter schon wieder mit: Im niederländischen Prinssenhage (CCN) geht Dibowski in der Klasse Z mit dem achtjährigen Trakehner Hengst Barolo TSF und dem neunjährigen Hannoveraner Wallach Little Lemon in die Startbox. In der Klasse M stellt er dort den sechsjährigen Trakehner Wallach Ruprecht und den siebenjährigen Herakles vor, der dann am folgenden Wochenende (16. bis 22. Oktober) bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde, einem CCI** in Le Lion d´Angers in Frankreich gestartet wird (rl).++++++++++++
Rolf Seidel
(Salzhausen) hat eine Startgenehmigung für das Zwei-Sterne-CCI vom 5. bis 8. Oktober im englischen Weston Park. Er möchte dort mit Morning Darling antreten.++++++++++++
Juliane Fehl/Kilroe Star, Sonja Kretschmer/Haemon F, Dr. Konstantin Graf von Wengersky/Indiana Jones und Smaragd, Ingo Bergs/Lord Chester, Attention B und Gurdy Hurdy Man und Carolin Plewa/Sunburry Lodge B haben eine Starterlaubnis für das CCN im niederländischen Roden (7./8. Oktober).
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Nele Hagener
und Kai Rüder, Mitglieder der Olympia-Mannschaft in Sydney, nutzten ihren Aufenthalt in Australien, um einen Abstecher nach Neuseeland zu machen. Doch die beiden Eventer hatten weniger touristisches als hippologisches Interesse an der Heimat von Mark Todd, Andrew Nicholson und Blyth Tait: Die deutschen Vielseitigkeitsreiter nahmen geeignete Busch-Vierbeiner in Augenschein vielleicht für die Olympiade 2004.++++++++++++
Henrike Briel
(Gevelsberg) wurde im Sattel von Haligue Gewinnerin des "Preises der Besten", der in Herrmannsburg als Kombinierte Prüfung auf M-Niveau für ausgewählte Nachwuchs-Vielseitigkeitsreiter ausgeschrieben war. Henrike Briel sammelte die meisten Punkte des Feldes mit 17 Paaren, indem sie in Dressur und Gelände jeweils den 2. Platz belegte und das Springen mit dem 4. Rang beendete. "Vize" wurden Marina-Mara Sellmann/Aladin, gefolgt von Anna Junkmann/Esparto. (FN)++++++++++++
Bettina Overesch, deutsche Beinahe-Olympia-Teilnehmerin, ist nach ihrem Ausrutscher mit Unsung Hero beim CCI**** in Burghley alles andere als darnieder. "Das Pferd ging bis dahin sensationell gut. Ich bin überall den direkten Weg geritten und hatte immer ein gutes Gefühl. Besonders ärgerlich ist, dass ich bis dahin auch sehr gut in der Zeit lag und nur noch einige Einzelsprünge vor mir lagen. Wahrscheinlich wäre ich an diesem Hindernis besser auch den langen Weg gegangen, wie fast alle Reiter nach mir." So zitiert FN-aktuell, der Pressedienst der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, die ehemalige Europameisterin, die am Einsprung der Kombination The Podium einen Vorbeilaufer hatte und sich auch noch von Unsung Hero trennte.
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Mario Hinz/Goodness, Dr. Kirsten Thomsen/Ginger und Peter Thomsen/Paguera xx haben eine Starterlaubnis für das Zwei-Sterne-CCI im schwedischen Boras vom 15. bis 17. September.
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Rodney Powell, englischer Einzelreiter bei Olympia, hat sich bei einem Trainingsritt mit Flintstone im Horsley Park in Sydney den Fußknöchel gebrochen und musste operiert werden (hier im Bild beim Springen in Badminton, Foto: Nahr). Damit dürfte für den Briten die Olympiade beendet sein. Voraussichtlich wird er in wenigen Tagen nach England zurückfliegen. Nach dem Ausfall von Powell rückt nun als Reservistin Kristina Gifford mit The Gangster nach. Rodney Powell ist der Unglücksrabe schlechthin. Nach seinem Badminton-Sieg 1991 durchlebte der Eventer eine unvergleichliche Pechsträhne. Bei einem Sturz bei den Britischen Meisterschaften 1999 in Gatcombe hatte er sich ebenfalls einen Knochenbruch zugezogen. Während des Jahres starben auch zwei seiner besten Pferde.
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Gerd Fenner aus Gelchsheim ist am 19. August 2000 im Alter von 75 Jahren verstorben. Fenner war unter anderem Richter bei internationalen Vielseitigkeitsturnieren und Gutachterrichter für Vielseitigkeit in Bayern. In den 80er Jahren trat er häufig bei Bundeschampionaten auf.
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August Lütke Westhues, zweifacher Vielseitigkeits-Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1956 in Stockholm, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Westhues war unter anderem stellvertretender Vorsitzender des DOKR-Vielseitigkeitsausschusses gewesen.
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Andreas Dibowski
, mit Leonas Dancer Mitglied der deutschen Olympia-Mannschaft, sorgt international durch seine kontinuierlichen Erfolge für Furore. Der 34-jährige Pferdewirtschaftsmeister rangiert inzwischen sage und schreibe auf Platz 2 der Busch-Weltrangliste. Nur noch Weltmeister und Olympiasieger Blyth Tait liegt vor ihm. Dibowski sammelte seine Punkte beim CCIO Luhmühlen, beim CCI*** Achselschwang, beim CCI** Bonn, beim Zwei-Sterne-CCI in Bialy Bor und in Breda. Der Profi verdankt die Erfolge insgesamt sechs verschiedenen Pferden: Barolo, Leonas Dancer, Newcomer, Soleil, Validus H und Windson. Dies meldet die FN. Dibowski wurde jetzt erwartungsgemäß vom DOKR beim Nationalen Olympischen Komitee für Sydney genannt. Mit ihm stehen Nele Hagener/Little McMuffin, Ingrid Klimke/Sleep Late, Marina Köhncke/Boettcher´s Longchamps und Sir Toby, Kai Rüder/Butcher und Dr. Annette Wyrwoll/Equitop Bantry Bay auf der Liste.++++++++++++
Chesterfield
, Olympiasieger Blyth Taits zweites Pferd für Sydney, lebt nicht mehr. Der 16-jährige neuseeländische Vollblutwallach starb vor wenigen Tagen unmittelbar nach einem völlig unauffällig verlaufenen Galopptraining an einer plötzlichen Herzattacke. Chesterfield war von Pflegerin Fiona Fraser geritten worden, während Tait selbst die beiden mit seinem weiteren Olympia-Pferd Ready Teddy begleitete. "Wir joggten gerade die Stecke zurück und er hatte seine Ohren gespitzt und war so glücklich", beschrieb Tait die Momente vor der tödlichen Attacke. Chesterfield befand sich in England in einem separaten Quarantäne-Lager vor der Abreise nach Australien. Der Vollblüter beendete zweimal Badminton auf Spitzenplätzen, siegte 1998 beim Vier-Sterne-Klassiker Burghley und gehörte in Atlanta zum Bronze-Team der Neuseeländer.++++++++++++

Martin Plewa
, leitender Vielseitigkeits-Bundestrainer, muss sich neben der eigentlichen Olympiavorbereitung von Ross und Reiter in Kreuth auch noch um höchst kuriose Detailprobleme im Zusammenhang mit den strengen Quarantäne-Bestimmungen in Australien kümmern. So verlangen die Zoll-Veterinäre der Aussis doch tatsächlich für Sättel mit einem Holzbaum quasi einen Holzwurm-TÜV. Also ist Martin Plewa derzeit auf der Suche nach einschlägigen Unbedenklichkeitsbestätigungen, wonach bei den Sitzgelegenheiten der deutschen Eventer kein verborgener Holzwurm-Befall vorliegt. Opfer der strikten Einreisebstimmungen wurde jetzt ein Pferd der US-Mannschaft. Im Quarantänelager wurde es krank und musste deshalb operiert werden. Weil dies nicht im abgeriegelten Stallbereich möglich war, transportierten die Amis das arme Tier in einem verplombten Lkw in eine Pferdeklinik, beides peinlich desinfiziert. In down under ging der Daumen nach unten: Der vierbeinige Patient darf zur Olympiade nicht einreisen.++++++++++++
Carmen Thiemann (27), Pferdewirtin Zuchtung und Haltung und seit zehn Jahren Pferdepflegerin der Familie Klimke, gehört aller Voraussicht nach zu den Betreuern, die die deutschen Vielseitigkeitspferde auf dem Luftwege nach Australien begleiten. Im Flieger kümmert sie sich besonders um Ingrid Klimkes Sleep Late ("Blue") und Windfall. Beide Cracks standen bisher mit beiden Beinen fest auf dem Boden und sind noch nie geflogen. Carmen Thiemann erinnert sich an ähnliche Reisen mit Dr. Reiner Klimkes Biotop, dem der Airlift überhaupt nichts ausgemacht hat. Die zweimonatige Trennung von Hund, Freund und Bekannten ist Carmen Thiemann schon etwas unangenehm. Aber: "Wer weiß, wie oft man die Chance bekommt, Olympische Spiele direkt mitzuerleben."
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Jolly Jet
, 16-jähriger Wallach der Vielseitigkeits-Reiterin Elke Schmidt aus Wesel, ist im Rahmen des CCI** in Bonn-Rodderberg aus dem Sport verabschiedet worden. "Ich wollte immer, dass mein Pferd gesund und in einer schönen Prüfung seine sportliche Karriere beendet", sagte Elke Schmidt. Die Amazone hatte Jolly Jet von Jet Stream als Dreijährigen bekommen und ihre Ausbildung mit ihm bei Günter Neuenhaus, Josta Frohning und Klaus Beine durchlaufen. Der Westfale, dessen Hindernisfehler im Cross an einer Hand abzuzählen sind, ging mehrmals die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und die Drei-Sterne-Prüfungen in Boekelo und Luhmühlen.++++++++++++
Simone Böckmann
(Lastrup) hat sich im Sattel von Böckmanns Marry Jo bei den Landesmeisterschaften Weser-Ems (21.-23. Juli) in Oldenburg den Senioren-Titel geholt. Mannschaftsmeister und Gewinner der Landesstandarte wurde der Reitclub Hude. Jugend-Vielseitigkeits-Meisterin sind Anna Junkmann/Esparto (Bakum). Die beste Pony-Eventerin der Region war Ann-Christin Mönckmeier/Finestro (Edewecht).++++++++++++
Galana
, zwölfjährige Westfalen-Stute des baden-württembergischen Vielseitigkeitsreiters Philipp Kolossa (24), hat sich bei der Deutschen Meisterschaft in Achselschwang eine so schwere Sehnenverletzung zugezogen, dass die Busch-Karriere wohl für immer beendet ist. Kolossa wird in der neuesten Ausgabe des "Reiterjournals" zitiert: "Auch wenn die Verletzung auskuriert ist, wird die Stute nicht in den Sport zurückkehren." Nach Siegen in Warendorf und bei der Kurz-S in Cavertitz hatte Philipp Kolossa gute Chancen gehabt, die Longlist zu erreichen und vielleicht auch noch ein Ticket nach Sydney zu lösen. Bei der DM lag er nach Dressur und Gelände auf dem fünften Platz. Galana, eine der eindrucksvollsten Pferdepersönlichkeiten bei deutschen Busch-Turnieren, hatte in Achselschwang im Ziel gelahmt. Die "buschreiter".de-Aufnahme zeigt das Paar am Ende des Achselschwanger Cross´ am Fohlenteich (Foto: Nahr).
Bettina Overesch
, Ex-Europameisterin und deutsche Top-Eventerin mit Wohnsitz im englischen Gatcombe Park, offenbarte nach dem Sieg des CCI** im englischen Burgie (15.-18. Juni) dem Busch-Magazin "Eventing" das langfristige Ziel für den erst achtjährige Woodsides Ashby: Die Teilnahme an den Weltreiterspielen 2002 im spanischen Jerez. Der eindrucksvolle Schimmel hatte seine Qualität bereits im vergangenen Jahr beim Sieg im irischen Blarney Castle unter Beweis gestellt. Die Aussichten auf eine Teilnahme an der Olympiade in Sydney sind noch gegeben, denn Bettina Overesch ist mit Unsung Hero auf der erweiterten Longlist der deutschen Equipe. Nach Bonn-Rodderberg wissen wir mehr ...++++++++++++
Andrew Hoy, australischer Busch-Profi mit der gleichen Adresse, kritisierte in seiner "Eventing"-Kolumne die Anwendung der neuen FEI-Regel einer zusätzlichen 10-Minuten-Zwangspause nach der Phase-C-Wegestrecke: So gebe es Turniere, bei denen der neue Break einfach an die Bestzeit der Wegestrecke angehängt werde nach Ansicht von Hoy ein klarer Verstoß gegen das Reglement. Der Aussi nannte peinlich, peinlich auch gleich ein Beispiel: Ausgerechnet das deutsche Vorzeige-Turnier Achselschwang. Aber nicht nur bei den oberen Zehntausend sind die Köpfe zur Zeit in Reglement-Fragen etwas verwirrt. Die Übertragung des im Herbst 1999 wieder aufgehobenen internationalen Reglements auf die LPO 2000 und die konsequente Außerkraftsetzung einer Reihe von Bestimmungen für nationale Turniere überforderte offenbar Turnierveranstalter, Richter und selbst Aktive. 40 Punkte für die erste Verweigerung, einen Strafpunkt pro Sekunde über der Cross-Bestzeit etc. alles falsch. Reihenweise haben honorige und turniererprobte Offizielle vom aktuellen Stand des Reglements bei nationalen Turnieren wenig Ahnung. Literaturempfehlung: Jahrbuch Vielseitigkeit Bayern 1999/2000
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Szenekenner schätzen das in England erscheinende International Magazine for the Sport of Horse Trails "Eventing" wegen seiner umfassenden und verlässlichen Berichterstattung. Nur manchmal ballt der deutsche Busch-Freund die Faust in der Tasche, etwa als 1998 nach der Europameisterschaft im englischen Burghley der Sieg des Neuseeländers Mark Todd riesig gefeiert und das Euro-Championat von Bettina Overesch eher beiläufig erwähnt wurde ein Ärgernis. Wie allerdings seit einiger Zeit immer ausgerechnet deutsche Pferde- und Reiternamen verhunzt werden, ist schlicht der Oberhammer. Wer legt bei dem professionell redigierten Magazin dem subversiven "Säzzer" endlich das Handwerk? Beispiele aus der jüngsten Ausgabe: Dass die Umlaute im Englischen verschluckt werden, mag ja angesichts moderne Satzprogramme halbwegs verständlich sein (Kai Ruder statt Kai Rüder und Marina Kohncke statt Köhncke). Nur wenn dann Nele Hagener zu Nele Hagenson mutiert und die Drittplatzierte beim CIC** Lummen, Elke Schmidt in Elke "Schmot" umgetauft wird, dann hört der Spass irgendwie auf. Und wie kann aus Inken Johannsens Nachwuchspferd mit dem schönen Namen "Geliebte" der Phantasie-Name "Galiebla" werden? Unübertroffen ist der üble Namens-Scherz, den sich das Blatt mit Olympia-Kader-Reiter Theo Leuchten erlaubt hat. Demnach heisst sein Pferd Domcross Renaix künftig "Dormers Renaix" und aus Theo Leuchten wird "Theodore Lecitin". Wohl bekomm´s.
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Carl-Christian Bolten/Country Star, Bernd-Ludwig Burgislaus/Chronos, Michael Jung/Limerick, Katharina-Luis Kate/Tinboy, Marret Leers/Greamlin, Ann-Katrin Sander/Veto
und Malte Dohm/Cayenne P (Reserve) wurden nach einer Sichtung in Warendorf für die Junioren-Europameisterschaft im italienischen Pratoni del Vivaro (27.-30. Juli) nominiert.++++++++++++
Inken Johannsen, vormalige Deutsche Meisterin, feierte im belgischen Lummen ein glänzendes Comeback: Mit ihrem Championatspferd Brillante gewann sie die internationale Zwei-Sterne-Kurzprüfung und siegte im Ein-Sterne-CIC mit ihrem ebenfalls selbst gezogenen Nachwuchspferd Geliebte. Elke Schmidt/Jolly Jet aus Wesel wurde im CIC** dritte.
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Dr. Matthias Baumann, ehemaliger Mannschafts-Olympiasieger, wird aller Voraussicht nach in Bonn-Rodderberg (4.-6. August) nicht an den Start gehen. "Ich möchte jetzt erst einmal eine schöpferische Pause einlegen", erklärte er im buschreiter.de-Interview. Mit Nachwuchspferd Banteer hatte er in der Achselschwanger Kurzprüfung einen hervorragenden 6. Platz belegt, das Ross in Luhmühlen nach dem Gelände des CIC zurückgezogen.
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Das FEI-Eventing-Komitee hat Ende Juni in Chantilly/Frankreich beschlossen, neue Sanktionsmöglichkeiten in die Turnierbestimmungen einzufügen. Demnach kann ein Eventer wegen "gefährlichen Reitens" erst ermahnt, dann mit zehn Strafpunkten im Cross belegt und schließlich disqualifiziert werden. Gefährlich bedeutet, dass der Reiter bei der Geländeprüfung offensichtlich sein Pferd nicht kontrolliert reiten kann. Laut FEI-Verlautbarung haben die Offiziellen künftig sogar die Verpflichtung, in solchen Fällen einzugreifen. Unklar ist, ob die neue Regel nur für internationale oder auch für nationale Events gilt und wann sie in Kraft treten soll. Diskutiert wurde auch einer CIC-Weltcup-Serie, die 2001 beginnen und im Frühjahr 2002 enden soll.
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Andreas Dibowski
beeindruckte schon DOKR-Ausschuss-Vorsitzenden Peter Wagner, weil er bei der Olympia-Vorqualifikation insgesamt vier Pferde über die Kurz-S in Cavertitz geritten hatte. In Luhmühlen ritt der Profi in den beiden Prüfungen insgesamt fünf Pferde in die Platzierung.++++++++++++
Während die Deutschen Meisterschaften in Achselschwang nach Veranstalterangaben nur 7000 bis 8000 Zuschauer gesehen haben, waren es in Luhmühlen insgesamt rund 20 000 gewesen. Allein am Geländetag kamen 15 000 Fans in die Heide vor den Toren von Hamburg.
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Der DOKR-Vielseitigkeitsausschuss hat Luhmühlen als Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr empfohlen.
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Claus Erhorn hat in Luhmühlen das Goldene Reitabzeichen erhalten. Der vormalige Deutsche Meister war 1984 mit der Mannschaft Bronzemedaillengewinner und 1988 in Seoul Mannschaftsolympiasieger gewesen.
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Zilla Pearse (35) schaffte beim dritten Start in Luhmühlen ihren ersten Erfolg durch den Gewinn des CIC**. Die Südafrikanerin ist mit Kurt Unger verheiratet und lebt im westfälischen Soest. Biografisch, sprachlich und reiterlich ist Zilla Pearse wahrlich vielseitig: Die Amazone ist in England geboren und in Südafrika aufgewachsen, spricht fünf Sprachen und hat ihr neunjähriges Dressurpferd Flaneur mit Hilfe ihres Trainers H. Hilberath fast auf Grand-Prix-Niveau. Die Chancen stehen gut, mit dem Pferd Südafrika bei den nächsten Weltreiterspielen zu vertreten.
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Sam the Man, designiertes Olympia-Pferd von Bodo Battenberg, ist in der Werbebranche: In diesen Tagen strampelte der hochtalentierte Ire im Aquatrainer der Pferdeklinik von Dr. Matthias Baumann auf Schau, um Gästen aus Saudiarabien die Einrichtung zu demonstrieren. Die Orientalen begleitete in Bayern Gutachter-Parcoursbauer und Vielseitigkeits-Ausbilder Volker Schmidt. Sam the Man bereitet sich demnächst mit einer Springprüfung in Pfarrkirchen/Bayern auf die weitere Olympia-Qualifikation vor.