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Von Wolf-Dietrich Nahr

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In eigener Sache: Die Ein-Mann-Redaktion von buschreiter.de fliegt am Dienstag mit der Sondermaschine nach Athen, um über den Geländetag "live" zu berichten. Die Story steht voraussichtlich erst am Mittwoch abend im Netz. Die buschreiter-Besucher werden um Verständnis und darum gebeten, sich bis dahin via eingeblendeten Ergebnislink über den Stand der Dinge zu informieren.

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Nach dem ersten Dressurtag steht es wirklich nicht schlecht für die deutschen Eventer: Nach zwei von fünf Paaren Platz 1 und 3. Bettina Hoy/Ringwood Cockatoo (Archivfoto Julia Rau) (Gatcombe/GBR) liegt mit 32,0 mit deutlichem Abstand in Führung. Zwölf Punkte Abstand zum übrigen Feld zeigt die Dressurklasse des Paares. Unter den Richtern Angela Tucker, Christoph Hess und Cara Whitham gab es keine Zweifel, dass der Schimmel und die Amazone nach dem ersten Dressurtag an Platz 1 gehören. Hess honorierte die Leistung sogar mit dem Spitzenwert von 80 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt Heelan Tomkins mit Glengarrick. Als letzte Starterin des Tages erzielte die Neuseeländerin ein Ergebnis von 44,0 Strafpunkten und konnte sich damit noch vor Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius (44,4) platzieren. Auf dem vieren Platz in der Zwischenwertung landete mit 44,6 Strafpunkten der vorletzte Starter, der US-Amerikaner Darren Chiacchia mit dem Trakehner Hengst Windfall, der früher von Ingrid Klimke (Münster) geritten wurde und vor Sydney in die USA verkauft worden war. Auf dem fünften Platz liegt momentan die Australierin Olivia Bunn mit Top of the Line (45,2). Zwei der bisher gestarteten Österreicher liegen im Mittelfeld: Andreas Zehrer und Rämmi Dämmi rangieren an Platz 19 und Harald Siegl/Gigant sind 21. Margit Appelt und Ice on Fire entsprechen mit 74.6 und dem 34. Platz sicher den eigenen Erwartungen. Die Schweizerin Jennifer Eicher ritt Agent Mulder mit 65.0 auf den 27. Platz.

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Am Sonntag beginnt die Dressur als erste Teilprüfung der Olympischen Vielseitigkeit. Ab 10 Uhr Ortszeit gehen die ersten 18 Paare, am Nachmittag ab 15.20 Uhr weitere 19 Paare aufs Viereck. Erste deutsche Reiterin ist Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) mit Ringwood Cockatoo. Sie ist um 11.40 Uhr nach den ersten Teilnehmern aus Österreich, Irland, Kanada, Belgien, USA, Neuseeland, Frankreich, Australien, Brasilien und Großbritannien an der Reihe. Zweiter deutscher Starter ist Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius um 16.24 Uhr. Für die drei weiteren deutschen Reiter beginnt die Dressur erst am Montag: Für Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan um 10.36 Uhr, für Andreas Dibowski (Döhle) mit Little Lemon B um 15.38 Uhr und für Ingrid Klimke (Münster) mit Sleep Late um 18.22 Uhr.

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Mit der Verfassungsprüfung der Vielseitigkeitspferde begannen die Olympischen Reiterspiele in Athen. Die fand kursioserweise ohne Zuschauer statt. Dabei passierten alle fünf deutschen Teilnehmer mit ihren Pferden ohne Probleme die Horse Inspection: Andreas Dibowski (Döhle) mit Little Lemon B, Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) mit Ringwood Cockatoo, Ingrid Klimke (Münster) mit Sleep Late, Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan und Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius. Zwei österreichische Pferde mussten den Umweg über die Holding Box nehmen, bevor sie passieren durften: der zwölfjährige Fuchswallach Foxy xx von Harald Riedl und der gleichaltrige irische Schimmel Ice On Fire von Margit Appelt (Archivfoto Julia Rau). Zweimal vortraben musste auch der ebenfalls zwölfjährige braune französische Wallach Expo du Moulin von Arnaud Boiteau aus Frankreich, bevor auch er die Startgenehmigung erhielt.

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Im Anschluss an die Verfassungsprüfung gab die deutsche Mannschaftsführung die Startreihenfolge der deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Olympischen Spielen bekannt. Den Auftakt wird die Deutsche Meisterin Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) mit Ringwood Cockatoo machen, Zweiter ist Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius. An dritter Stelle startet Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan, Vierter ist Andreas Dibowski (Döhle) mit Little Lemon B. Letzte deutsche Starterin ist Ingrid Klimke (Münster) mit Sleep Late.

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Zweihundertzweiundzwanzig glückliche Vielseitigkeitsfans aus deutschen Landen haben einem Platz in dem Airbus 310 von Hapag-Lloyd ergattert, den der Luhmühlener Freundeskreis am Geländetag der Olympischen Spiele (Dienstag, 17. August) für die schwarz-rot-goldene Fangemeinde gechartert hat. Beginnend mit einer Mund-zu-Mund-Propaganda der Organisatoren startete der Run auf die Flugsessel nach Athen. Auch Buschreiter.de unterstützte den Sonderflug mit einem Vorbericht. Innerhalb von einer Woche gingen über 100 Anfragen bei der meistgenutzten Website über Vielseitigkeit im deutschsprachigen Raum ein. Seit Wochen ist der Lift nach Griechenland restlos ausgebucht. Bis zuletzt harrten etwa 50 Interessenten auf der Warteliste aus. Eine Organisatorin am Freitag vor Abflug: "Täglich gehen bei mir noch 20 telefonischen Anfragen ein." Starke Abordnungen stellen die Fans von Andreas Dibowski, Ingrid Klimke und Hinrich Romeike. Aber auch ganze Vereinsabordnungen, wie die Bad Harzburger, waren aufgeweckt genug, um sich frühzeitig einen Platz in der Maschine zu sichern. In der Nacht zum Dienstag um 1.45 Uhr hebt der Airbus in Hannover-Langenhagen (Terminal C, Einchecken 90 Minuten vorher, Reisepass nicht vergessen!) ab. Ankunft ist um 6 Uhr Ortszeit in Athen. Der Transfer zur wenige Kilometer vom Airport entfernten Geländestrecke erfolgt mit Omnibussen. Über den Start des ersten Pferdes im Gelände gab es am Wochenende noch widersprüchliche Informationen: 7 Uhr oder 8.30 Uhr? Treffpunkt für die Rückfahrt mit den Bussen zum Airport ist vorausichtlich gegen 16.30 Uhr. Nach dem Cross geht es dann um 19 Uhr Athener Ortszeit zurück nach Hannover, wo der Flieger nach Veranstalterangaben um 21.15 Uhr landet. Der Flug zum Event ist selbst ein Event: Ein Fernsehteam des NDR möchte die Fan-Reisenden nach Athen begleiten, um über die ungewöhnliche Aktion im Mäusekino zu berichten. Mutmaßlicher Sendetermin: Mittwoch nachmittag (18. August).

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Mark Phillips (Foto Nahr), graue Eminenz des internationalen Vielseitigkeitssports, hat seinen Trainervertrag mit dem US-amerikanischen Verband verlängert. Das wurde am Rande der Olympischen Spiele in Athen bekannt. Damit sind auch die Spekulationen beendet, dass Phillips vielleicht der Course Designer der Wahl bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking sein könnte. In Athen peilt der Brite mit dem US-Team erneut Medaillenehren an, nachdem es in Atlanta Team-Silber, in Sydney Bronze und in Jerez den Mannschafts-WM-Titel gegeben hatte. Die Hoffnungen ruhen in Griechenland auf Darren Chiaccia/Windfall, Kimberley Severson/Winsome Andante, Amy Tyron/Poggio, Julie Richards/Jacob Two Two und John Williams/Carrick.

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Ian Stark, britischer Top-Eventer und -Ausbilder, hat sich der brasilianischen Olympia-Mannschaft angenommen. Die Südamerikaner, durch die Bank bisher ohne Olympia-Erfahrung, bekamen von Stark einen Monat lang Trainingseinheiten in Brasilien, um dann für einen weiteren Monat auf dessen Anlage in Schottland für Athen zu üben.

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David O'Connor (hier mit Giltedge in Jerez, Foto Nahr), vielfacher Medaillengewinner bei internationalen Championaten und Präsident der kürzlich gegründeten FN der USA, hat im Vorfeld von Athen seinen "weichen" Abgang aus dem internationalen Vielseitigkeitssport bekannt gegeben. Eigentlich sollten die Olympischen Spiele 2004 seine dritten werden, aber er scheiterte in der letzten Sichtungsphase im Trainingslager in Großbritannien. O'Connor will sich mehr auf die Ausbildung junger Spring- und Dressurpferde konzentrieren.

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