Olympia-Vorschau: Fernsehzeiten
Cross im ARD: Halbe Stunde muss reichen
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Hongkong ist so weit, das heimische Mäusekino so nah: Wer sich das teure Reisepackage zur den olympischen Reiterspielen nicht leisten kann oder will, ist auf die Berichterstattung von buschreiter.de angewiesen – und des Fernsehens. www.buschreiter.de – mit 48 215 Besuchen und über 2,7 Millionen Zugriffen im Juni das marktführende Vielseitigkeitsportal im deutschsprachigen Raum – stellt hier die bisher bekannten Sendezeiten im TV zusammen.
Die Details der Sendungen an den Wettkampftagen ist den anhängenden pdf-Dateien zu entnehmen:
ARD und ZDF
EinsPlus
Eurosport
Prüfstein der buschreiter-Rezension der geplanten TV-Sendungen über die olympische Vielseitigkeit sind die Ausstrahlungen über die Geländeteilprüfung. Was die Planungen des maßgeblichen öffentlich-rechtlichen Senders ARD zum Cross in Hongkong angeht, möchte man erst einmal an einen Schreibfehler glauben. In der Nacht von Sonntag zum Montag ist nur einen halbe Stunde – und zwar von 2 Uhr bis 2.30 Uhr – eingeplant. Sollte dies so bleiben, dann kann man von der ARD keine umfassende Sendung über das Cross erwarten. Ein Ärgernis.
Viel mehr gibt es dafür bei EinsPlus: Am Montag, 11. August, rauscht es, mit zweieinhalb spannenden Stunden übers Gelände, und zwar von 3 Uhr bis 5.30 Uhr. Fehlanzeige dagegen bei Eurosport: Der Sender schaltet sich erst bei den Abschlussspringen am Dienstag zu und schwänzt das Cross komplett.
Doch wer sich wegen des Querbeet in Hongkong nicht die Nacht um die Ohren schlagen will, der hat am Montag abend von 20.15 Uhr bis 23 Uhr bei ANIXE HD die Gelegenheit, sich ausgiebig über das Cross zu informieren. Dieser Fernsehsender ist unverschlüsselt über Astra 1H 19,2 Grad Ost zu empfangen (eventuell Decorder erforderlich). Am Dienstag, 12. August, zur gleichen Zeit wird es dann spannend, weil beim Abschlussspringen die Medaillen vergeben werden.
Diese beiden Sendungen sind deshalb besonders interessant, weil die Olympiareiterin von Sydney, Dr. Annette Wyrwoll, als Co-Kommentatorin von Hans Joachim Wolff im Einsatz sein wird.
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Lesermeinungen
Vier Stunden, in denen nichts passiert
Es ist eigentlich wie immer mit den Reitsportübertragungenbei ARD und ZDF……
Ganz ehrlich, wir kennen das seit Jahren doch nicht anders, als dass der Reitsport im Rahmen eines ganzen Sportnachmittags übertragen wird,oder genauer gesagt, „kurzangeschnitten“ wird. Von vier Stunden Sport widmen ARD und auch ZDF wenn überhaupt sowieso nur den reitsportlichen Großveranstaltungen wie Aachen oder Hamburg einige wenige Minuten – meist kann man mit viel Glück noch die letzten 8 Teilnehmer am Stechen sehen und das war’s dann auch schon. Das muss den Reitern und Zuschauern reichen!!!
Andere große Turniere tauchen in den Übertragungslisten von ARD und ZDF schon gar nicht auf, da ist man dann in den Regionalsendern WDR,SWR oder NDR um einiges besser aufgehoben. Gerade diese Sender übertragen täglich mehrere Stunden von allen großen Turnieren in deren Region – da macht es wirklich Spaß, einen Mittag vor dem Fernseher zu verbringen und jeden Tag in Aachen, Nörten-Hardenberg,Wiesbaden, Hamburg, Kiel, Braunschweig, Donaueschingen, Luhmühlen usw. live mit dabei zu sein.
Andere Sportarten werden stundenlang übertragen, bestes Beispiel ist hier Fußball oder die Tour de France. Über einen Zeitraum von drei Wochen werden täglich fast vier Stunden Tour de France übertragen.
Ich will die Leistung der Radfahrer auf keinen Fall schmälern, meine Hochachtung vor denen, die diese Strapaze ohne Doping blitzsauber überstehen und dann nach 3500 km heil in Paris ankommen !!! Aber ganz ehrlich……vier Stunden am Stück, in denen nichts passiert, sind doch eher langweilig anzuschauen.
Ganz zu schweigen von Fußball-EM und Fußball-WM, vor diesen Übertragungen kann man sich ja schier nicht retten und sind es noch so langweilige Vorrunden- oder Gruppenspiele mit Begegnungen wie Paraguay gegen Trinidad und Tobago !!! Auch die Bundesliga kommt an den Wochenenden nicht zu kurz.
Das stellt man sich wirklich die Frage, ob unsere Reiter– egal welcher Disziplin sie nachgehen – auf internationalen Turnieren und Championaten keine Leistung bringen und ob das von außen betrachtet als eher unwichtig oder uninteressant angesehen wird ?!
Jeder Sportler hat doch das gleiche Recht auf Öffentlichkeit. Für jeden Sportler ist es ein Traum, wenigstens einmal in seiner Karriere an olympischen Spielen teilzunehmen und jeder Sportler vertritt sein Land hier mit Stolz !
Und eben dieser Stolz und das Gefühl, für sein Land dabei sein zu dürfen, sollte honoriert werden – honoriert in der Form, dass die Sportler und deren herausragende Leistungen auch und gerade der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, die nicht die Möglichkeit hat, live mit vor Ort zu sein.
Ich jedenfalls drücke allen Sportlern, ganz besonders auch den Reitern, die Daumen und hoffe, doch die eine oder andere Minute Reitsport im Fernsehen erwischen zu können.
M. Müller / Freiburg
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