Buschreiter.de-Porträt: Nele Hagener

Das Olympia-Pferd

selbst ausgebildet

Nach der Entscheidung der FEI, den Deutschen einen weiteren Einzelreiter-Startplatz bei der Olympiade in Sydney zur Verfügung zu stellen, ist Nele Hagener mit Little McMuffin aus dem Reservestatus in den engen Kreis der potenziellen Medaillenkandidaten aufgerückt.

Für manche Insider war diese Entscheidung der Selektoren durchaus überraschend, denn mancher hat fest mit dem Nachrücken der ehemaligen Europameisterin Bettina Overesch und Unsung Hero gerechnet — zumal Little McMuffin zuletzt sowohl auf dem Dressurviereck als auch im Springparcours seine Launen gezeigt hatte. Die 24-jährige Fremdsprachenkorrespondentin und Jurastudentin wohnt in Salzhausen, einem Nachbarort von Luhmühlen. Allein schon mit der Olympia-Qualifikation hat sich für Nele Hagener ein Traum realisiert, denn wer schafft schon eine so tolle Leistung mit einem Pferd, das man vierjährig erhalten und dann selbst ausgebildet hat. "Na ja, das ist nicht alles auf meinem Mist gewachsen", sagte Nele Hagener bescheiden und erinnert daran, dass sie unter anderem Elmar Lesch intensiv bei der Arbeit mit Little McMuffin unterstützt hat. Ihre Ausbilder waren außerdem Kurd-Albrecht von Ziegner und der Vielseitigkeitsreiter Michael Meier. Überhaupt zum Reiten animiert haben sie ihre Eltern. Was ißt und trinkt eine hocherfolgreiche Busch-Amazone? Nicht Lachs, Kaviar und Schampus, sondern Bratkartoffeln, grünen Tee und — wie viele erfolgreiche Reiter — Apfelschorle.

Foto: Julia Rau, Wolf-Dietrich Nahr (Frontpage)

Bericht: Wolf-Dietrich Nahr

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