Testturnier Weltreiterspiele 2010
Vier deutsche Paare fliegen über den großen Teich
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Vier deutsche Paare werden zur Generalprobe der Weltreiterspiele 2010 vom 23. bis 26. April 2009 in Lexington/USA antreten und sich um eine optimale Vorbereitung auf dem WM bemühen.
Nach Informationen von Bundestrainer Hans Melzer gibt es entsprechende Reisepläne für Beeke Kaack und Sinjang, Bettina Hoy und Ringwood Cockatoo, Peter Thomsen und The Ghost of Hamish sowie Frank Ostholt und Little Paint. In der Reservistenrolle befinden sich Kai-Steffen Meier und Karascada M. Plan B für dieses Paar, das bereits auf Vier-Sterne-Niveau in Luhmühlen hocherfolgreich gewesen ist, besteht darin, alternativ beim Klassiker in Badminton (7. bis 10. Mai 2009) am Start zu sein. Nach gegenwärtigem Stand (28. Januar 2009) ist dies das einzige Paar, das in diesem Jahr die Vier-Sterne-Prüfung im Schlosspark des Duke of Beaufort anpeilt.
An Badminton "kein Interesse"
Ansonsten gibt es bei den deutschen Top-Reitern laut Bundestrainer Melzer an Badminton diesmal schlicht "kein Interesse". So ist inzwischen Luhmühlen zur echten Alternative zu dem englischen Top-Turnier aufgesteigen. So hat sich beispielsweise Mannschaftsolympiasieger Andreas Dibowski mit Butts Leon für den Vier-Sterne-Event in der Heide direkt vor der eigenen Haustür entschieden – "wie die meisten anderen Paare auch", so Hans Melzer.
Alle kommen nach Fontainebleau
Alle USA-Reisenden werden sich im französischen Fontainebleau bei einer Drei-Sterne-Kurzprüfung bereits am letzten März-Wochenende treffen. Beeke Kaack und Sinjang sowie Meier und Karascada M erwägen die lange Reise ins portugiesische Barocca d'Alva (erstes März-Wochenende). Peter Thomsen, Bettina Hoy und Frank Ostholt wollen laut Bundestrainer eventuell bei der nationalen VM in Sahrendorf am 4. April noch einmal Turnierluft atmen, bevor es über den großen Teich geht. Bestandteil der Vorbereitungen sind Trainingsaufenthalte im Februar und Anfang März jeweils in Warendorf.
Auch Abraxxas sollte fahren
Ursprünglich gab es auch Überlegungen, dass Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas ebenfalls die WM-Bedingungen in Lexington testet. Aber eine abschließende Turnierplanung ist für dieses Pferd im Moment schwierig, weil gegenwärtig die künftigen Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Abraxxas gehört der Reiterin und Thomas Holtrop. Letzterer hatte vor dem Jahreswechsel sein Veto gegen einen Start beim Hallenturnier in Stuttgart eingelegt.
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