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Hoffnungsvolle Talente für den großen Sport: Golden Joy (mit Janet Wiesner, links) und Saaten-Unions Carolinus (mit Kai Rüder, alle Archivfotos Julia Rau). |
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WM der jungen Vielseitigkeitspferde/Le Lion 2008 Carolinus empfiehlt sich für drei Sterne VON WOLF-DIETRICH NAHR Erfolgreichster deutscher Eventer bei der WM der jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Le Lio d'Angers war Kai Rüder, der bei den Sechsjährigen und bei den Siebenjährigen jeweils ein Pferd hoch platzieren konnte. Bei einem der Nachwuchsvierbeiner ist sich Rüder sicher: "Es zeichnet sich ab, dass dies im nächsten Jahr ein Drei-Sterne-Pferd sein wird." Gemeint ist der 7-jährige Saaten-Unions Carolinus, der die Zwei-Sterne-WM Prüfung an Platz 8 beendet hat. Mit einer "ordentlichen" 41er Dressur legte der Holsteiner (von Carolus und aus einer Schampuss xx-Mutter) die Basis für die Top-Platzierung in einem Feld mit 53 Paaren in der Wertung und zahlreichen prominenten Championatsreitern aus aller Herren Länder im Sattel. "Mit sehr großer Selbstverständlichkeit lief er im Gelände fehlerfrei in die Zeit", freute sich Kai Rüder. Die zwei Abwürfe im Parcours warfen dann das Paar unter den Top Ten leider etwas zurück. Wiedersehen in Marbach? Carolinus (Eigentümerin: Martina Reemtsma) brachte in dieser Saison Schleifen von Zwei-Sterne-Prüfungen im polnischen Bialy Bor und in Schenefeld mit nach Hause. Kai Rüder hat schon klare Vorstellungen, wie der Holsteiner im kommenden Jahr den Drei-Sterne-Aufstieg meistern wird: Vermutlich beim Saison-Auftakt-Event in Marbach und bei der VS in Schenefeld, die besonders auf junge Pferde zugeschnitten ist. "Veranlagung für den großen Sport" Rüders zweites Erfolgspferd der WM ging bei den Sechsjährigen an den Start: Saaten-Unions Charlie Weld hätte leicht auch Weltmeister der Youngster-Klasse werden können. Ein Abwurf kostete den Titel. Dennoch reichte es zu Platz 3 für den Hannoveraner von Connery (Trakehner) und aus einer Spartan- Mutter, der in diesem Jahr beim Bundeschampionat Platz 4 belegt hatte. Die doppelte Veranlagung für sehr gute Dressur- und Springleistungen lässt sich ziemlich klar auf den Vater (Vierecktalent) und den Muttervater (ausgewiesener Springvererber) zurückführen. "Charlie Weld ist ein sehr blutgeprägtes Pferd, das hier in Le Lion im Gelände sehr ordentlich ging und leicht in die Zeit gelaufen ist." Der langbeinige, 1,69 Meter große Hannoveraner hat nach Rüders Ansicht ebenfalls die "Veranlagung für den großen Sport". Eigentümer Nils Höper wird sich über die Einschätzung des Jockeys nach der WM in Le Lion sicher freuen. Apropos Saaten-Union: Der Zusammenschluss von privaten Pflanzenzüchtern unterstützt Kai Rüder seit einigen Jahren und trägt so zu den Vielseitigkeitserfolgen des Fehmarners bei. Weltmeister ein Hannoveraner In der Liga der reiferen Youngsters machte zwar kein deutsches Paar, aber immerhin ein Pferd aus deutscher Zucht das Rennen: Weltmeister der 7-Jährigen wurde der Hannoveraner Wallach Walter von der Vogelweide (v. Waldstar xx-Landclassic), im vergangenen Jahr noch Dritter bei den Bundeschampionaten in Warendorf. Pilotiert wurde der Halbblüter von der schwedischen Reiterin Malin Larsson, im holsteinischen Meyn ansässig. Hannover vor Irland und England Mit den Leistungen des Weltmeisters Walter von der Vogelweide und Saaten-Unions Charlie Weld konnte sich die Hannoveraner Pferdezucht in der WM-Zuchtverbandswertung vor den irischenen Sportpferdeverband und vor die Vertreter der britischen Sportpferdezucht an die Spitze setzen. Für die Hannoveraner sammelte in Lion d'Angers auch die Vorjahres-Bundeschampionesse Lilli Pop K v. Le Primeur-Natiello xx, vorgestellt von Linda Algotsson (Schweden). Sie belegte in der als internationale Ein-Stern-Prüfung (CCI*) ausgetragenen WM der sechsjährigen Pferde Platz sechs. Brandenburg und Württemberg Aber auch für andere deutsche Pferdezuchtverbände lief es sehr gut. So belegte in der als internationale Zwei-Sterne-Prüfung (CCI**) ausgeschrieben WM der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde Anna Junkmann (Warendorf) mit der Brandenburger Stute Charlott (v. Convoi-Marcello xx) Platz sechs vor Michael Jung (Horb) mit dem Württemberger Weidezaunprofi's River of Joy (Platz sieben). Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) belegte mit der selbst gezogenen westfälischen Vorjahres-Weltmeisterin Quite Easy (v. Quattro B-Akitos xx) Platz 15. Insgesamt bewarben sich 36 sechsjährige und 66 siebenjährige Pferde um die Titel. Platz 13 für einen Thüringer Wie fast in jedem Jahr war auch Janet Wiesner bei den Siebenjährigen vorne mit dabei – im Sattel von Golden Joy (13.), ein Thüringer von Gine de Grande und aus einer Paquirri-Mutter. Elmar Lesch ritt den Bayern-Wallach Prosecco (vom Trakehner Parforce) mit dem Dressurergebnis plus einen Abwurf an Platz 20 der Siebenjährigen. Bei den Sechsjährigen reihten sich noch die Österreicherin Katrin Khoddam-Hazrati mit dem Trakehner Ocean an Platz 18 und WM-Reiter Dirk Schrade mit dem Westfalen Plan B an Platz 19 ein. Ihre Meinung zum Thema? Kontakt zur Redaktion Lesermeinungen Imponierende Aufholjagd Bei Ihrer Berichterstattung haben Sie es leider versäumt, die Leistung von Anna Junkmann mit ihrem Pferd Charlott gebührend zu erwähnen. A.J. hat sich in einer imponierenden Aufholjagd vom 17. Platz nach Dressur und Gelände auf den 6. Platz hochgearbeitet und war damit beste deutsche Reiterin bei den 7-Jährigen. Dieses ist leider bei Ihnen nicht erwähnt worden. Im Interesse einer objektiven Berichterstattung sind Sie dies dieser bescheidenen, netten Reiterin schuldig. Bitte mit Bild nachholen (Anmerkung der Redaktion: siehe unten). Klaus-Peter Just, Dötlingen Die besten Sechsjährigen? Waren wirklich die besten sechsjährigen Vielseitigkeitspferde aus Deutschland am Start? So ist der Dritte Don Diego mit Andreas Brandt, bei bester Gesundheit, nicht mitgenommen worden. Er war in Dressur und im Springen in Warendorf der Beste und im Gelaende fehlerfrei, 17 sek. vor der Zeit im Ziel. Karl Lohrmann, Sabel |
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Anna Junkmann und Charlott in Kreuth (Foto Julia Rau) |
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Frank Ostholt und Quite Easy (links), Michael Jung und Weidezaunprofis Rover of Joy (Archivfotos Julia Rau). |
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