Le Lion d'Angers 2007
Frank Ostholts Quite Easy weltbestes Nachwuchspferd
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Die deutschen Vielseitigkeitsreiter treten mit einem Weltchampion und einem Vize-Weltmeister die Heimreise aus Le Lion d'Angers an. Mannschaftsweltmeister Frank Ostholt ließ mit der 6-jährigen Stute Quite Easy aus eigener Zucht die komplette internationale Creme der jungen Vielseitigkeitspferde hinter sich. Michael Jung wiederholte mit dem 7-jährigen La Biosthetique Sam FBW den Erfolg des Vorjahres und wurde erneut Runner up in einem Klassefeld.
Frank Ostholt zog mit Quite Easy an dem nach dem Cross führenden Dressursieger Andrew Hefferman/Newton de la Love (Niederlande) durch einen fehlerfreien Ritt im Parcours vorbei, während sich der verhinderte Weltmeister einen Abwurf erlaubte. Quite Easy stammt von Quattro und ist aus einer Akitos xx-Mutter. Die Stute ist 2006 beim Bundeschampionat nicht im Finale gelaufen und war auch in diesem Jahr für die Warendorfer Leistungsschau qualifiziert, aber nicht am Start. "Quite Easy kann eher Weltmeister als Bundeschampion werden", sagte Frank Ostholt im buschreiter-Interview noch in der Woche vor dem Championat. Und die Prognose des Reiters und Züchters sollte sich bewahrheiten.
5700 Euro für den Sieger
Er schätzt ihre "superehrliche" und "brave" Einstellung im Gelände und vor allem ihre sehr gute Dressurleistung. Beim CIC* in Kreuth lieferte die Stute beeindruckende 30.7 ab. In Le Lion legte die Stute mit 45.0 auf dem Viereck den Grundstock für den Weltmeistertitel. Hohe Platzierungen bei Geländepferdeprüfungen und bei der VL in Bielefeld sowie ein 5. Platz in der Ein-Sterne-Prüfung in Kreuth und Platz 2 beim CIC* in Strzegom/Polen waren die bemerkenswerten Vorleistungen von Quite Easy, welche ihr den Weg zur WM in Frankreich geeebnet hatten. Der Gewinn der Prüfung ist immerhin mit 5700 Euro dotiert.
Lesch mit Raumalpha platziert
Trotz zweier Abwürfe im Parcours ritt Elmar Lesch Raumalpha (12.) noch in die Platzierungsränge, während Michael Jung mit Desperado S (14.) durch seine beiden "Klötze" gerade so aus dem Schleifensektor fiel. Dafür freute sich der Baden-Württemberger wie ein Schneekönig über den Vize-WM-Titel mit dem 7-jährigen La Biosthetique Sam FBW, der das Championat mit seinem Dressurresultat von 40.4 beendete. Der Wallach im Besitz des Reiters und von Sabine Kreuter (Kaufbeuren)ist ein Stan the Man xx-Sohn aus einer Heraldik xx-Mutter (Züchter: Günter Seitter, Aldingen). Den WM-Zirkus in Frankreich kannte das Pferd schon vom vergangenen Jahr: 2006 war Sam Vize-Champion bei den 6-Jährigen gewesen. "Er hat das Zeug zum Weltmeister, aber es kommt natürlich auf die Tagesform an", sagte Michael Jung im buschreiter-Interview vorher. Die Leistungsbilanz des Pferdes ist beeindruckend: Platzierungen auf Ein-Sterne-Niveau in Fontainebleau und Kreuth, der Zwei-Sterne-Sieg in Pardubice sowie **-Platzierungen in Compiegne, Marbach und Luhmühlen.
Den Weltmeistertitel bei den 7-Jährigen erritt die Britin Piggy French mit dem irischen Pferd Cast Away II.
Schleifen für Dibo, Thomsen und Schrade
Auch die anderen drei deutschen Eventer können mit ihren Auftritten in Le Lion hochzufrieden sein. Alle traten die Heimreise mit Schleifen an: Peter Thomsen und Parko (7.), Dirk Schrade und Grand Amour (12.) und Andreas Dibowski mit FRH Fantasia (14.).
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