Olympiakader-Trainingslager in Bonn
Teamgeist kommt mit verbundenen Augen
"Das fast ein bißchen wie Urlaub hier", befand Frank Ostholt am Rande des Kader-Trainingslagers in Bonn-Rodderberg. Das Team bereitet sich gemeinsam mit den Bundestrainern auf dem Vulkanberg auf die erste offizielle Sichtung am übernächsten Wochenende in Luhmühlen vor. Die Mannschaft scheint in glänzender Stimmung zu sein.
Ostholt hat seine drei Pferde dabei, mit denen er Luhmühlen anpeilt: "Sich mal voll und ganz aufs Reiten konzentrieren zu können ist ein echter Luxus." Ingrid Klimke freute sich über spontane Joggingrunden ("Wir waren zu sechst, da macht das viel mehr Spaß!") und einen gemeinsamen Schwimmbadbesuch.
Am Dienstag stand Dressurtraining mit Christoph Hess auf dem Programm; die Ritte wurden aufgezeichnet und besprochen, ebenso gab es eine Nachbesprechung aller Ritte von Marbach. Individuell war das Geländetraining: Konditionstraining stand ebenso auf der Tagesordnung wie leichte Springarbeit für die, die in Malmö am Start waren. Am Mittwoch steht Parcoursspringen auf dem Plan. Dr. Ina Gösmeier "nadelte" die Pferde bei der Akupunkturbehandlung.
Den Teamgeist förderte zunächst ein Geländekurs auf vier Rädern: Die hoffnungsvollen Olympiabewerber mussten sich mit Jeeps ins Cross wagen und dabei manche Klippe überwinden.Die drei Teams à drei Reiter (Bettina Hoy, Ingrid Klimke, Peter Thomsen;Frank Ostholt, Anna Warnecke, Hinrich Romeike; Dibo, Dirk Schrade, Beeke Kaack) mußten im Gelände auf dem Rodderberg erst sehend, dann mit verbundenen Augen einen Jeep durchs Wasser, über einen großen und kleinen Wall und an Hindernissen vorbei steuern.
Gleich zu Beginn passierte Bettina Hoy ein Lapsus: Sie überfuhr einen am Boden liegenden Stein und inspizierte den "Schaden" kopfüber vom Fahrersitz aus. Bundestrainer Hans Melzer (der sichtlich Spaß am Steuer hatte) und Sportpsychologin Dr. Gaby Bußmann überwachten das Ganze.
buschreiter.de/Julia Rau
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