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#juliseventerblog 2: Pech am Geländetag

Bad Harzburg – Tag 3

Der dritte Tag in Bad Harzburg war für mich persönlich ein ziemlich dunkler Tag, aber das hat nichts mit Bad Harzburg zu tun. Und ich will jetzt auch nicht den Veranstalter für mein persönliches Unglück verantwortlich machen.

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Der Tag begann mit der kurzen CIC* und da gab es wenig Probleme. Viele gute Bilder für den Sport, viele sehr gut trainierte Pferde, tolle Reiter. Für die Zeit gab es hier und da ein paar Punkte, aber auch das war total im Rahmen. Nur an den ersten schmalen Komplexen (4ab) gab es ein paar Schwierigkeiten und nur 2 Stürze, aber alles glimpflich und nicht besorgniserregend. Somit waren alle Daumen hoch für unsere Strecke. Die lange CCI* konnte ich dann leider kaum sehen, weil wir schon fertigmachen mussten.

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Dann sind wir ab in den Stall, um die Pferde vor dem Geländestart noch aus den Boxen zu holen und ich war an diesem Tag besonders aufgeregt. Ungewöhnlich mehr als sonst. Vielleicht ja wegen der Mannschaft. Aufm Pferd fühlte ich mich dann besser. Alani war da, er wusste genau, was los war.

Unsere ersten beiden Team-Reiter waren ohne Hindernisfehler unterwegs gewesen, also war ich in der Hinsicht entspannt, wollte aber gerne 0 und in die Zeit reiten, klar.. ich glaube, das ist immer das Ziel eines Buschreiters.

Der Start war unproblematisch und dann gings auf die Strecke. Irgendwie kamen wir nur so gar nicht in die Strecke. Alle, die ich bisher getroffen hatte, darunter Beeke, Rebecca und Merle sagten, dass die Strecke sich super reiten ließ. Auch Kathleen war ganz begeistert. Bei uns war es dann leider anders. So ist der Sport, man hat eben auch mal einen schlechten Tag. Wir kamen nicht in die Strecke, irgendwie war alles dicht und ohne Fluss. 9, der vorm Wasser war dann schon rumpelig und unten im Wasser war dann Schluss. Ich holte ihn dann scheinbar nicht genug auf die Füße und er checkte den Sprung im dunklen Wasser auch nicht und wir gingen über Kopf -.- Er blieb am „Salamander“ hängen und überschlug sich über dem kleinen Sprung ins Wasser, tauchte mit dem Kopf unter.. ich weiß nicht, wie er mich nicht getroffen hat dabei, weil ich landete ja eigentlich vor seinen Füßen. Meine Airbag-Weste platze auf (war dann eben eine Schwimmweste). Chaos. Ein so ehrliches Pferd, der immer alles für mich gibt, und unser erster Sturz. Er war komplett schwarz am Körper, untergetaucht im Matsch. Er tat mir so wahnsinnig leid.

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Die Hose war weiß….

So.. nachdem der erste Schock verdaut war, das Pferd gewaschen und im Stall und ich unter der Dusche, war Zeit, die Ergebnisse der CCI* zu gucken und auch bei der 2** zu schauen. In der langen Prüfung ist gar nicht so viel passiert, es gab ein paar mit Zeitfehlern, aber viele sind auch in die Zeit geritten. Unsere zweite Team-Reiterin ist auch super durchgekommen und daher liegen wir nach wie vor nicht schlecht. Insgesamt gesehen hat das Gelände nicht viel am Ranking verändert, viel weniger als ich erwartet hatte nach meinem blöden Wasser-Platscher.

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In der 2** dagegen ist recht viel los gewesen. Wir sind nicht mehr komplett durch das Gelände gelaufen, aber immer wieder hörte man über Lautsprecher Stops und aufgegeben. Auch die Zeit war scheinbar recht schwer zu erreiten. Bei der Prüfung habe ich nicht mit vielen Reitern gesprochen, aber ich glaube – nachdem, was so die Ergebnisse sagen, war es eine sehr anspruchsvolle Strecke, trotzdem gab es viele gute Bilder für den Sport und das ist ja die Hauptsache !!
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Meine Helmkamera werd ich mir erstmal in Ruhe anschauen, bevor ich diesen Clip hochlade, denn der Sturz ist sicher nichts für schwache Nerven.
Die Stimmung vor der morgigen Verfassung und dem Springen ist hier weiter gut, ein nettes Beisammensein und es ist ein sehr schönes, familiäres Turnier. Trotz meines „vergurkten“ Wochenendes heißt das nicht, dass es kein schönes Turnier ist. Wir sind eben dieses Mal nicht mit dem nötigen Glück ausgestattet 😉