Olympia: Dressur
Romeike reitet "Dressur seines Lebens"
Das sind olympische Momente: Hinrich Romeike ritt mit seinem Wunderschimmel Marius-Voigt Logistik in Hongkong die "Dressur seines Lebens", wie Bundestrainer Hans Melzer hinterher meinte. In der Zwischenwertung schob sich das Paar vorübergehend direkt hinter die führenden Eheleute Fredericks.
Der Zahnarzt und Nicht-Profi aus Nübbel legte ein Dressurresultat von 37,4 hin und ordnete sich damit direkt hinter dem bislang führenden australischen Ehepaar Lucinda und Clayton Fredericks ein, war aber dann wieder auf Platz vier verdrängt: Megan Jones/Irish Chester sprang auf Platz 2 und die US-Amerikanerin Gina Miles/McKinlaigh erreichten exakt die Dressurbewertung wie Romeike und Marius (4.). An Platz 3 rangiert inzwischen die US-Amerikanerin Rebecca Holder/Courageous Comet.
Nur ein Galopp-Patzer
"Hinni ist von Beginn an 'auf Angriff' geritten", erklärte Melzer laut FN-Pressemitteilung. Vor allem in der Trabtour habe sich der Holsteiner Schimmel deutlich verbessert. Lediglich bei den Galoppwechseln leistete sich das Paar Patzer. "Die haben wir wohl zu oft geübt. Anscheinend zu viel des Guten", sagte Hinrich Romeike augenzwinkernd, um seinen Schimmel sofort zu loben: "Mein Pferd ist selten so eine gute Dressur gegangen."
Zwischendurch in Führung
Mit seinem Ergebnis ging die deutsche Mannschaft zunächst in Führung, doch noch war nicht einmal die Hälfte aller Teilnehmer am Start. "Mein Ergebnis war aber auf jeden Fall auch ein Motivationsschub für meine Teamkollegen", sagte Romeike. Zwei deutsche Reiter müssen noch aufs Viereck: Ingrid Klimke (Münster) mit Abraxxas und Andreas Dibowski (Egestorf) mit Butts Leon. Beide starten im dritten und letzten Dressurblock am Sonntagmorgen.
Australier und USA trumpfen auf
Schließlich rutschte das deutsche Team durch exzellente Dressurergebnisse im australischen und US-amerikanischen Lager auf den Bronze-Rang 3 ab. In Führung liegt (Samstag, 16.30 Uhr MESZ) Australien (102.08) vor den USA (121.5) und Deutschland (135.3).
Fans gespannt auf Marius im Cross
Spekulationen sind schon einmal erlaubt: Marius ist eines der besten Geländepferde der Welt, bei etlichen internationalen Championaten und selbst beim Klassiker in Badminton erprobt. Die Fans hoffen nun in der Nacht zum Montag auf einen schnellen und fehlerfreien Ritt im Cross von Mike Etherington-Smith. Einzel-Edelmetall ist damit alles andere als ein Hirngespinst.
Ihre Meinung/Kontakt
FEI-Website (Ergebnisse)
|