Olympia: Verfassungsprüfung
Alle deutschen Vierbeiner topfit
Das wäre erst einmal geschafft: Erwartungsgemäß haben alle fünf deutschen Pferde problemlos die Verfassungsprüfung absolviert. "Alle Pferde trabten gut, wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht", sagte Hinrich Romeike.
Keinen unbeschwerten Einstieg in den olympischen Wettbewerb in Hongkong hatten dagegen die Franzosen: Jean Teulere, Weltmeister 2002 und Vierter der Olympischen Spiele in Athen, zog seinen 16-jährigen Wallach Espoir de la Mare noch vor der Verfassungsprüfung zurück. Damit sind die Chancen des französischen Teams deutlich gschmälert. Zwar zum Vet-Check vorgestellt, jedoch nicht zum Start zugelassen wurde die Pferde Literal des Chilenen Ricardo Stangher und Butterfly des Brasilianers Fabricio Salgado. Damit treten sowohl die Franzosen als auch die Brasilianer nur zu viert in der Mannschaftswertung an.
Quick in die Holding Box
Eine Schrecksekunde erlebte auch der österreichische Einzelreiter Harald Ambros, der mit Quick in die Holding Box musste, aber im zweiten Anlauf doch noch das "passed" bekam. Auch William Fox-Pitt zitterte, weil Parkmore Ed erst nach kurzer Diskussion der Jury das Okay bekam.
Insgesamt bewerben sich elf Nationen sowie 70 Einzelreiter aus 24 Nationen um die Titel der Olympiasieger. Für seine Mannschaft loste Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) den Startplatz drei. Damit beginnen für Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish und Frank Ostholt (Warendorf) mit Mr. Medicott die Olympischen Spiele bereits am Samstagmorgen. Beide starten im ersten Dressurblock ab 6.30 Uhr Ortszeit. Unter Flutlicht gehen am Samstagabend im zweiten Dressurblock (ab 19.15 Uhr) Hinrich Romeike und sein Schimmel Marius aufs Viereck. Im letzten Dressurblock am Sonntagmorgen haben Ingrid Klimke (Münster) mit Butts Abraxxas und als Schlussreiter Andreas Dibowski (Egestorf) mit Butts Leon ihren ersten olympischen Auftritt.
Cross verkürzt
Für alle Paare wird der Wettbewerb dann am Montagmorgen mit der zweiten Teilprüfung, dem Geländeritt fortgesetzt. Dieser wurde von den Organistoren von ursprünglich zehn Minuten Dauer auf acht Minuten heruntergesetzt. "Das Gelände bleibt aber anspruchsvoll genug", sagt Ingrid Klimke, die in Hongkong ihre dritten Olympischen Spiele bestreitet, "aber die Vorfreude wächst".
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