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Ein Erfolg in Luhmühlen ist eine Station auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Hongkong (Archivfoto Wolf-Dietrich Nahr)

Olympische Spiele 2008

Longlist und Sichtungsweg stehen fest

Das Jahr 2008 hat noch nicht begonnen, schon werfen die Olympischen Spiele ihre Schatten voraus. Als erste der drei olympischen Pferdesportdisziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit haben die „Buschreiter“ ihre Longlist aufgestellt. Damit sollen die Aktiven so früh wie möglich Planungssicherheit bekommen. Ihre Meinung zum Thema

Als Kandidaten für Hongkong benannte der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Angehörigen des neu berufenen Olympiakaders: Andreas Dibowski (Egestorf) mit FRH Serve Well und Euroridings Butts Leon, Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) mit Ringwood Cockatoo, Beeke Kaack (Schmalensee) mit Sinjang, Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas und Seacookie TSF, Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan, Little Paint und Mr. Medicott, Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius Voigt-Logistik, Dirk Schrade (Warendorf) mit Be My Guest, Huskey und Gadget de la Cere, Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish sowie Anna Warnecke (Osnabrück) mit Twinkle Bee.

Luhmühlen und Aachen

Wer von diesen endgültig die Flugtickets für Hongkong erhält, entscheidet sich letztlich bei den Vielseitigkeitsturnieren in Luhmühlen und Aachen.

„Möglichst nichts dem Zufall überlassen“, lautet die Devise des Ausschusses Vielseitigkeit mit ihrem Vorsitzenden Michael Spethmann (Asendorf) an der Spitze. Entsprechend früh beginnt für die potenziellen Olympioniken die Saison 2008 mit Trainingseinheiten in Luhmühlen und Warendorf. Neben einem „normalen“ Dressur- und Springtraining steht schon ab Januar das Springen von Geländehindernissen in der Halle auf dem Programm.

Checks für Zwei- und Vierbeiner

Die Vorbereitung auf Olympia umfasst außerdem ein regelmäßiges Fitnesstraining, eine sportpsychologische Betreuung sowie eine laufende medizinische Kontrolle der Zwei- und Vierbeiner.

Drei Sterne in der Heide

Während die Reiter ihre ersten Turnierstarts – in Absprache mit den Bundestrainern – individuell planen, wartet nach einem gemeinsamen Trainingslehrgang in Bonn-Rodderberg (2. bis 5. Juni) der erste Pflichtstart in Luhmühlen auf sie (12. bis 15. Juni). In einer nationalen Drei-Sterne-Prüfung (CNC***), die parallel zum Vier-Sterne-Event ausgetragen wird, treten alle Olympia-Aspiranten gegeneinander an. Im Anschluss daran legt der DOKR-Ausschuss die Shortlist für Hongkong fest. Für die genannten Paare führt der Weg weiter über den Vielseitigkeits-Nationenpreis in Aachen (CICO***) vom 1. bis 6. Juli. Planmäßig sollen anschließend am 18. Juli acht Reiter – fünf Olympiareiter plus drei Reservisten – mit ihren Pferden zur Quarantäne im Bundesleistungszentrum des Deutschen Olympiade-Komitees antreten. Der Abflug nach Hongkong ist für den 26. Juli terminiert, die Spiele beginnen für die Vielseitigkeitsreiter mit der Verfassungsprüfung am Freitag. 8. August.

Zwölf Junge Reiter zur EM

Zwar nicht zu den Olympischen Spielen, aber auch zum Championat geht es 2008 für sechs Junioren und doppelt so viele Junge Reiter, deren Europameisterschaften in diesem Jahr im eigenen Land, im ostbayerischen Kreuth (25. bis 28. September) ausgetragen werden. Eine erste Kaderüberprüfung findet wie gewöhnlich im Rahmen des Preises der Besten in Warendorf statt (16. bis 19. Mai), die erste Sichtungsprüfung für beide Altersklassen ist die Deutsche Jugendmeisterschaft, die im kommenden Jahr in Hohenberg-Krusemark gastiert (5. bis 8. Juni). Für die Junioren (bis 18 Jahre) führt der Weg Richtung EM dann weiter über Hünxe (11. bis 13. Juli) und das CIC* Niederweimar (26. und 27. August) nach Thirlestane in Großbritannien (14. bis 17. August). Die Jungen Reiter (bis 21 Jahre) können sich ebenfalls in Hünxe sowie später beim CIC** Schenefeld, einer Rahmenprüfung der Deutschen Vielseitigkeits-Meisterschaften, für den EM-Start empfehlen.

Uta Helkenberg/fn-press/buschreiter.de

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