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Plädoyer für sauberen Sport und eine schnelle Befragung der Reiter: der DOKR-Ausschussvorsitzende Holger Heigel (Archivfoto Julia Rau)

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Hearing der Kadermitglieder

"Wir werden schnell einen sauberen Tisch haben"

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Eine Durststrecke bis zur Neuformierung des Vielseitigkeitskaders bis Ende August wird es nicht geben. Die Eventer werden voraussichtlich Mitte Juli vor dem Ausschuss des Deutsche Sportbundes erscheinen, um sich zu Fragen von Medikation und Doping zu äußern.

"Wir werden mit der Vielseitigkeit schnell sauberen Tisch haben", sagte der neugewählte Vorsitzende des DOKR-Vielseitigkeitsausschusses, Holger Heigel, in Luhmühlen im buschreiter-Interview. Nach seinen Informationen soll es an den Tagen vom 13. bis 15. Juli die Anhörungen nicht nur der Vielseitigkeits-, sondern auch der Dressur- und Springreiter geben. Danach soll dem Vernehmen nach über die Neuberufung in die Kader entschieden werden. Die Kaderauflösung hatte für die Top-Reiter teils direkte Auswirkungen, weil die Sporthilfe ihre finanzielle Unterstützung der Athleten eingefroren hatte.

"Sauberen und fairen Sport"

Der Ausschussvorsitzende betonte im buschreiter-Interview, dass es ja in der Vielseitigkeit keine einschlägigen Medikations- oder Dopingfälle gebe. Trotzdem stehe er voll und ganz hinter der Entscheidung von FN und DOKR, bis zur Klärung die Kader zu suspendieren. "Wir wollen Erfolge produzieren, aber unter fairen sportlichen Bedingungen. Es geht uns nicht ums Geld. Wir wollen sauberen und fairen Sport", sagte Heigel. Und: "Das Tier, das Pferd hat den höchsten Stellenwert, es bedarf der besonderen Fürsorge, und bei einer Verletzung muss es qualifiziert behandelt werden".

"Ethisch verantwortungsvoll"

Der oberste Vielseitigkeitsoffizielle in Deutschland nannte den Fall Marius, der nun nach einer Trainingsverletzung eine lange Ruhepause bekomme und das Problem auskurieren werde. "Es darf keine Manipulationen geben." Holger Heigel: "Man muss mit der Kreatur Pferd ethisch verantwortungsvoll umgehen."

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