Buschreiter.de-Gästebuch
Zur "Krise" des Vielseitigkeitssportes
Normaler Verschleiß heruntergespielt
Ihren Artikel finde ich sehr gelungen und ausgewogen. Es ist besser, für alle Aktiven im Vorfeld zu agieren, als auf äußeren Druck zu reagieren. Die jetzigen Änderungen empfinde ich persönlich als völlig ausreichend und in Ordnung. Dr. Annette Wyrwoll Vorschläge halte ich ebenfalls für sehr gut und sehr willkommen.
In der unserer heutigen Gesellschaft ist allerdings ein Trend des Pferdes zum "normalen" Haus- und Schmusetier auszumachen. Dies geschieht unter dem Motto: "Alle Leute, die feste Sprünge im Gelände springen sind Tierquäler." Dieses Argument ist natürlich Quatsch. Die meisten Pferde dürften wohl durch die ständige Arbeit in Reitbetrieben und im Schulbetrieb verschlissen werden, nur dass es dort als normaler Verschleiß abgetan wird. Weiter passieren eine Vielzahl von schweren Unfällen beim Freilaufen, in der Führmaschine oder bei einem Ausbruch aus der Weide. Eine Statistik wäre bestimmt interessant, aber wenig hilfreich für uns.
Ohne Sport - keine Pferde: Welcher Züchter und Reitsportler hätte noch Spaß an seiner Zucht und am Sport, wenn der Wettkampfgedanke nicht mehr da ist? Ich hätte bestimmt kein Interesse an diesem Sport. Die Engländer haben immer eine Vielzahl von Pferden und Reiter im Kader und es rücken ständig welche nach. Ich würde mich dort lieber orientieren, als ständig die Anforderungen herunterzuschrauben. Die Unfälle werden dadurch doch nicht weniger. Die Qualität der Starterfelder geht nach unten und das Unfallrisiko steigt entsprechend an.
Nico Schmidt
Olympiade ist der Zeitraum zwischen den Spielen
Seit über 20 Jahren verfolge ich die Szene um die Vielseitigkeit, als aktive Reiterin und als Redakteurin. Meine eigene Stute ist 22 Jahre alt und lebt immer noch bei mir, ohne nennenswerte Unfälle während ihrer Ausbildung im Busch vom achten Lebensjahr an. Solche Argumente zählen scheinbar nicht, Stürze und spektakuläre Unfälle finden immer wieder mehr Interesse. Das sagt ausgerechnet eine Redakteurin, die im Großen Sport gearbeitet hat? Ja, denn die Buschreiter versäumen es regelmässig, Werbung für sich und ihren Sport zu machen. Von offizieller Seite kommt leider wenig, und wenn, dann wenig publikumswirksam ( ich erinnere an die Kampagne nach der Berichterstattung in Coupe und Bravo ). Es gibt nur eine Chance, den Sport nach aussen vernünftig zu vertreten: Verantwortungsgefühl bei den Reitern gegenüber den Anforderungen von Kader und Qualifikationen, bei den Verantwortlichen (Trainern und Funktionären) hinsichtlich Training und Sichtungen, bei den
Richtern und Hindernisrichtern auf Turnieren. Wieso ist es immer noch möglich, dass schwache Reiter mit weniger Hintergrund und trainingsintensiven Defiziten bei grossen Championaten wie Olympischen Spielen (Anm.: wann lernen die Reiter, dass die Olympiade der Zeitraum zwischen den Spielen ist und nicht die Spiele selbst? Allgemeinwissen hat noch keinem geschadet) starten dürfen, während sich die deutschen Reiter im Vorfeld "zu Tode sichten"? Tja, und wenn die Reiter dann mehr die Gelegenheit nutzen und sich öffentlich häufiger präsentieren würden, sich auch mal "artfremd" bei anderen Disziplinen beweisen wie Ingrid Klimke oder sich zu evtl. Schaunummern herablassen könnten, die anderen Reitern zeigen, dass Buschreiten eben nicht bedeutet, sein Pferd halb tot zu hetzen, sondern dass dieser Sport sehr viel mehr Liebe und Hingabe verlangt, als "ausserhalb" angenommen, dann würde es in Redaktionen auch mehr "positive" Artikel geben. Wer aber nichts sagt, wird nicht gehört. Und: Nicht alle Journalisten sind vom Fach, wie oft habe ich das den Kollegen vom Reitsport und von der Presse schon vorhalten müssen? Sorry, Kommentar ist etwas lang geworden, aber bei dem Thema gehen die Pferde immer mit mir durch.
Karola Bady, www.pferde-auf-die-couch.de
Meinungen zu buschreiter.de:
Bitte weiter so!!!
Verena Hörich
Isolde Fürst (Österreich)
Marion Hofschuster
"Super, Eure tolle Seite zur Vielseitigkeit. Genau das habe ich gesucht."
Rainer Leymann, Aachen
"Diese Seite ist einfach genial - mehr kann ich nicht sagen - weiter so."
Annette Froning, Emsdetten
"Super Homepage! Weiter so!"
Markus Hörath, Erlangen
Zur Nominierung der Olympia-Mannschaft:
Nix für ungut, das ist meine Meinung.
Renate Steiner
"Eine sinnvolle Konfiguration wäre: Klimke, Köhnke, Dibowski und Overesch -
als Einzelreiter Wyrwoll und Rüder. Die bestehende Konfiguration basiert auf fadenscheinigen Begründungen."
Name der Redaktion bekannt (übermittelt vor dem CCI**** Burghley)
Bundeschampionat: Nur die Stars im Blick
Den Bericht zum Bundeschampionat ist Ihnen sehr gelungen, aber Elmar Lesch war nicht der einzige, der zwei Pferde platzierte. Ich finde es schade, daß immer nur die etablierten Reiter erwähnt werden. Wenn Sie die Ergebnissliste genau studieren, finden Sie sicher noch jemanden, der zwei Pferde hoch plazieren konnte: Gila Arnold!!! Mit "Donatello", 5.Platz Geländepferde 5-jährig und "Sindy", 3.Platz Geländepferde 6-jährig. Es ist mir klar, daß Sie Ihre Berichte nur auf die "Stars" der Szene ausrichten und die aufstrebenden Reiter links liegen gelassen weden. Der Nachwuchs im Busch ist da, Sie müssten Ihn nur sehen.
Thomas Wolfsberger
Bundeschampionat© Verlag Nahr, D-93109 Wiesent/Germany, Waffenschmiede 1
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