Teil 17:Zwei neue Schüler aus Deutschland - das wird eine lustige Truppe
Das Pech verfolgt mich doch immer wieder - das musste ich wohl am Montag gestehen. Nachdem Lescargot wieder super in die Arbeit zurückgefunden hat und auch schon wieder voll geritten wird, hat Goodwyn leider nicht den ursprünglich geplanten Lauf genommen. Nicht aus Sicht der Leistung, eher aus gesundheitlicher Sicht.
In seinem, was man auf englisch als Knie formuliert, Vorderfußwurzelgelenk hat sich doch wieder Flüssgkeit gebildet. Den Tierarzt wollen wir aber nicht noch mal involvieren, sondern erst einmal abwarten, wie es sich entwickelt. So lange wird er nur Schritt geritten und kann auch auf die Weide gehen. Für mich ist es zwar frustrierend, dass es nun diesen Lauf genommen hat, aber diese Verletzung muss man nun einmal richtig auskurieren, und dann kann man über den weiteren Verlauf nachdenken. Der Turnierplan hat sich also damit schon wieder geändert.
Der eigentliche Plan war, nach Bad Harzburg und Schenefeld zu den 2-Sterne-Prüfungen zu fahren. Jetzt werden wir warten, bis sein Gelenk wieder zu 100% in Ordnung ist.
Jetzt sind erstmal alle Augen auf Lescargot gerichtet. Wie gesagt, er kann jetzt wieder voll geritten werden, und am Montag und Dienstag bin ich morgens Dressur bei Chris geritten. Nachmittags bin ich mit meiner neuen deutschen Busch-Kollegin Schritt auf der Rennbahn geritten. Friederike Paradies, die für den Landesverband Rheinland startet, ist nämlich für 8 Wochen zum Training mit Chris gekommen und hat eines ihrer Pferde mitgebracht. Am Mittwoch hatte ich dann Springunterricht mit Lescargot, und es lief außerordentlich gut! Seit er zurück im Training ist, geht er wirklich super, die Pause hat ihm wohl gut getan!
Die ersten Turniernennungen sind für Lescargot auch schon gemacht worden. Da freue ich mich besonders drauf. Über das ganze letzte Jahr habe ich ja schon gelernt, dass man nicht zu viel im voraus planen sollte, denn Pferde können offensichtlich immer krank werden. Deshalb fangen wir mit ihm erst einmal mit einer VA in Skipton an in 2 Wochen.
Ab Donnerstag habe ich dann viele Trainingseinheiten am Berg gemacht. Zwei Mal täglich am Berg traben und Schritt reiten, Galopptraining, Geländetraining. Alles um ihn auf seinen ersten Start gut vorzubereiten. Einen kleinen Fortschritt hat er jetzt schon gemacht, er hat abgenommen. Nachdem er über den Winter mehr oder weniger nur gefressen hat, hat er am Anfang des Jahres 590 kg gewogen. Bis jetzt ist er auf 540 kg runter gekommen, aber das ist noch nicht das Ende. "Er muss noch mehr den sportlichen Typ annehmen", sagt Chris. Schön wäre, wenn er so um die 500 kg wiegen würde. Dazu muss das Futter und der Weidegang kontrolliert werden.
In der nächsten Woche erwarten wir noch eine deutsche Buschreiterin aus meinem Landesverband, die für 5 Wochen unter der Aufsicht von Chris trainieren wird. Das kann ja eine lustige Truppe werden. Außerdem werden noch die letzten Vorbereitungen für das Turnier getroffen und ich bekomme Besuch von meinem Vater. Fortzsetzung folgt...
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