Fritzie Viktoria Röders Tagebuch
In der VL sehr gut unterwegs – allerdings außer Konkurrenz
Fritzie lebt seit Sommer 2008 einen Traum, den viele Nachwuchsreiter träumen: Sie ist in das Mutterland der Vielseitigkeit, nach England, umgezogen und trainiert dort bei einem der besten Busch-Ausbilder der Welt: beim deutschen Honorartrainer Christopher Bartle, dem Mann, der nicht geringen Anteil an der Mannschaftsweltmeisterschaft und den Goldmedaillen von Hongkong (und Athen) hat. Fritzie Viktoria Röder schreibt exklusiv für buschreiter.de über ihre Erlebnisse ein Tagebuch.Teil 1 erzählte die Vorgeschichte der jungen Amazone und den Verlauf der Winterarbeit. Teil 2 dokumentiert die intensive Winterarbeit in Dressur und Springen - und die Folgen eines Rittes auf einem überaus energiegeladenen Vierbeiner. Teil 3 erzählt vom ersten Springen im Freien – im Februar. Teil 4 berichtet, wie Fritzie die Schule und ihre drei Pferde unter einen Hut bringt - und dass die Eventer bereits sehr gut im Saft für die in zwei Wochen beginnende Saison stehen. In Teil 5 berichtet sie vom Stallalltag im Riding Center - und von der Vorfreude auf das erste Turnier in Oasby. Dazwischen: Ein Blitzbesuch in Deutschland beim 18. Geburtstag einer Freundin. In Teil 6 schnupperte Fritzie erste Turnierlust und ist schon ganz aufgeregt: Am folgenden Wochenende kommt die erste VM....Im Teil 7 berichtet Fritzie von ihrem ersten VM-Auftritt. Teil 8: Schülerleben zwischen den Turnieren: Fritzie muss im Moment ziemlich viel büffeln – denkt aber schon an Burnham Market. Teil 9: Der CIC** Bunrham Market rückt näher...Teil 10: Fritzie und Goody meistern das CIC**-Cross mit leichten Problemen an Schuhwerk und Bügel. Teil 11: Osternachlese mit der Familie und das Feilen an den Details zwischen den Turnieren. Teil 12: Das Trauma nach dem tödlichen Unfall von Belton Park. Teil 13: Ein Höhepunkt – der Besuch in Badminton. Teil 14: Etwas viel Beschäftigung für den Tierarzt... Teil 15: Wenn es beim Turnier nicht so ganz nach Plan läuft. Teil 16: Vielleicht gibt es ein paar Korrekturen bei der Saisonplanung. Teil 17: Wie man ein molliges Pferd aufs richtige Kampfgewicht bringt. Teil 18: Es geht wieder Richtung Deutschland – wo doch bei den Turnieren alles recht gut lief.
Teil 18: Gepackte Koffer und eine Abschiedsfeier
Jetzt ist es fast soweit! Die Koffer sind schon gepackt und die Pferde wurden am Montag Morgen von der Spedition Parker International abgeholt.
Die letzten Wochen waren schön, aber auch stressig für mich. Ein Highlight war wohl Lescargot. Er ist seine ersten Turniere gegangen. Eine offene VA und eine VA, in der ich außer Konkurrenz reiten musste. In beiden hat es sehr viel Spaß gemacht. Er hatte eine 30.0 Dressur, einen Springfehler und ein fehlerfreies Gelände mit 20 Zeitfehlern in der offenen VA. In der anderen VA hatte er eine 30.5 Dressur, im Springen wurde er leider etwas schnell, und wir hatten einen Springfehler und dazu ein fehlerfreies Gelände. Ich bin sehr zufrieden mit ihm! Im Gelände muss ich immer noch langsam reiten, damit die Sehne noch geschont wird. Sie kann nämlich genauso schnell wieder kaputt gehen, wie sie geheilt ist. Lescargot wird deshalb nur ein Paar A-Vielseitgkeiten gehen in dieser Saison.
Goody's Vorderfußwurzelgelenk wird auch immer besser, aber 100% o.k. ist es noch nicht. Er ist nicht lahm und ich reite viel Dressurtraining bei Chris. Bevor ich anfange zu springen oder Turniere zu reiten, muss das Bein aber 100% in Ordnung sein. Dressur geht er im Moment sehr gut, und es macht so viel Spaß, bei Chris zu reiten. Ich hoffe, dass Goody bis zu den Landesmeisterschaften in Mechtersen am Ende dieser Saison wieder fit ist.
Neben der Reiterei mache ich aber auch noch schöne Sachen. Momentan sind ja auch noch 2 deutsche Mädchen hier. Friederike Paradies und Carolin Thenhausen trainieren nämlich auch mit Chris während der Sommerferien. Sie waren schon mit zu meinen Turnieren in Skipton und Buckminster. Außerdem waren wir schon in den Yorkshire Dales und haben die Landschaft angeguckt - und wir waren natürlich in der Stadt shoppen.
Am Dienstag Abend wird es dann noch eine Abschiedsfeier geben mit all den Leuten, die ich hier schon kennengelernt habe. Mittwoch geht es dann in Richtung Hull.
Wenn ich zu Hause ankomme, werde ich erst einmal zu meinen Pferden fahren, die ja auf einen neuen Hof umgezogen sind. Wir stehen jetzt nämlich auf dem Söderhof der Familie Lehnhardt. Sie züchten Trakehner auf ihrem schönen Hof in Hünzingen. Fortsetzung folgt...
Fritzie Viktoria Roeder
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